Heilpflanze Papaya

Die schmackhaft fruchtige Papaya sorgt gewissermaßen für Urlaubsstimmung. Sie weckt Erinnerungen an tropische Regionen, zumal sie unserorts ausschließlich in Supermärkten und Feinkostgeschäften erhältlich ist. Die Frucht kann pur genossen oder in einen süßen Obstsalat geschnitten werden.

Papayas erinnern oft an Melonen. Nur wenige Menschen wissen, welch enorme Heilwirkung in der Nutzpflanze liegt. Nicht nur das Fruchtfleisch kann Wunder bewirken, sondern vor allem die enthaltenen Kerne, die meist achtlos weggeworfen werden.

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Die wichtigsten Fakten über die Papaya

Papayas wachsen typischerweise auf Bäumen, dessen Wuchshöhen bis zu zehn Meter erreichen können. Die Frucht selbst kann bis zu 45cm im Längsschnitt groß werden. Der Durchmesser kann bis zu 30cm betragen.

In Deutschland sind in der Regel nur die kleineren Papayaarten erhältlich, doch auch diese können gesundheitlich viel bewirken, zumal sie ebenso reichlich mit Samen ausgestattet sind, wie die größeren Papayas. In der Naturheilkunde sind vor allem die Samen der Papaya von Bedeutung. Aber auch die Blätter der Bäume, sowie die Wurzel und die Frucht selbst können als Heilpflanze Anwendung finden.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft und Medizin werden Papayas beziehungsweise die früchtetragenden Bäume oder Stauden als Carica papaya bezeichnet. Dieser Name lässt auch Laien auf die Frucht schließen.

Volkstümliche Namen

Die Papaya trägt vergleichsweise wenig volkstümliche Namen.

Gattung / Pflanzenfamilie

Papayas zählen zur Pflanzengattung der Melonenbäume, welche den wissenschaftlichen Namen Carica tragen. Die Pflanzengattung ist wiederum Teil der Pflanzenfamilie der Melonenbaumgewächse. Melonenbaumgewächse werden in Fachkreisen auch als Caricaceae bezeichnet. Dem übergeordnet liegt nur noch die Ordnung der Kreuzblütlerartigen, oder auch Brassicales.

Heilwirkung der Papaya

Als Heilpflanze können den Papayas zahlreiche Wirkungen zugeschrieben werden. Hier gilt allerdings zu unterscheiden, welcher Teil der Stauden zum Einsatz kommen:

Frucht:

Samen:

Blätter:

Wurzeln:

  • unterstützend bei Hauterkrankungen
  • unterstützend bei Blasenschwäche
  • unterstützend bei Nierenschwäche

Inhaltsstoffe

Die Inhaltsstoffe der Papaya sind sehr umfangreich. Wichtigster Bestandteil ist Rohpapain, in welchem verschiedene proteolytische Enzyme enthalten sind.

Darüber hinaus sind die Früchte sehr reich an:

Anwendung der Papaya

Hauptsächlich wird die Papaya bei innerlichen Leiden angewandt. In einem bestimmten Maß ist aber auch eine äußerliche Anwendung möglich.

Äußerliche Anwendung

Als Milchsaft

Schon die alten Indianerstämme haben die Heilwirkung der Papaya erkannt. Damals nutzten sie den Milchsaft der unreifen Heilpflanze und rieben mit diesem beispielsweise Mückenstiche ein. Auch bei verschiedenen Herpes Infektionen, etwa Herpes simplex, kann der Milchsaft helfen.

Als Enzymsalbe

In Apotheken sind verschiedene Enzymsalben erhältlich, dessen Hauptbestandteil Papain ist. Diese Salben helfen gegen ganz unterschiedliche Hautleiden, unter anderem gegen Gesichts- oder Gürtelrose sowie gegen Verbrennungen oder schlecht heilende Wunden.

Als frisch gepresste Blätter

Die frisch gepressten Blätter der Papaya sollen vor allem gegen schlecht heilende und gegebenenfalls entzündete Wunden helfen. Dazu reibt man die Wunden einfach mit der ausgepressten Flüssigkeit ein.

Einmassieren des Papayafleisches und der Samen

Das Papayafleisch und die Samen können bei Zahnfleischerkrankungen zur Massage des Zahnfleisches genutzt werden.

Ebenso soll das Massieren bei Entzündungen im Mundbereich helfen.

Innerliche Anwendung

Als reine Frucht

Papaya kann man wie Melone essen. Der Verzehr der Heilpflanze hilft dabei, den Körper zu entgiften. Ferner kann er bei einer Gewichtsreduzierung nützlich sein.

Als Tee aus den Blättern

Aus den Blättern der Papayastauden kann ein Tee gekocht werden. Der Tee trägt hauptsächlich zur Entgiftung des Körpers bei.

Rauchen der getrockneten Blätter

Bei besonders hartnäckigem Husten hat es sich bewährt, die getrockneten Blätter der Stauden zu rauchen.

Kauen der Samen

Die Samen der Papaya verfügen über relativ viele Heilkräfte. Insbesondere gegen Durchfall und Darmparasiten sind sie eine hervorragende Wahl. Ferner sollen sie das Immunsystem stärken und sogar gegen Krebs vorbeugen können. Um die Heilkräfte zu nutzen, genügt es in der Regel, die Samen der Frucht zu kauen. Für die Reiseapotheke können sie getrocknet werden.

Bei folgenden Leiden hilft die Papaya

Die Papayafrucht kann bei unterschiedlichen Leiden eingenommen unterstützend auf den Organismus wirken. Die nachfolgende Tabelle soll einen Überblick darüber geben, bei welchen Erkrankungen die Papaya hilft:

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
KrebsWundheilung
schwaches ImmunsystemHauterkrankungen
GrippeBlutungen
ErkältungVerbrennungen
Verdauungsprobleme
Darmparasiten
Durchfall
Diabetes
Pilzinfektionen
hoher Blutdruck
Menstruationsbeschwerden
Beschwerden während der Wechseljahre
Pilzinfektionen
Husten
Asthma
Bronchitis
Blutdruck
Tuberkulose
Blasenschwäche
Nierenprobleme
Gelbsucht
Würmer

Vorkommen und Sammelzeit

Ursprünglich stammt die Papaya aus den Küstenregionen und dem Tiefland des tropischen Amerikas. Auf den Antillen und den Philippinen wurde die Heilpflanze erstmals im frühen 16. Jahrhundert angepflanzt.

Heutzutage wird sie tropischen und subtropischen Regionen kultiviert. Die wichtigsten Anbauorte sind neben Australien vor allem Mittel- und Südamerika sowie Afrika und Indien.

Sammelzeit

Die Papaya kann ganzjährig eingesammelt werden. Eine besondere Zeit muss somit nicht beachtet werden.

Verwendbare Pflanzenteile

Aus gesundheitlicher Sicht können von der Papaya nicht nur die Frucht an sich, sondern ebenso die Samen, die Blätter der Stauden und die Wurzeln der Stauden verwendet werden.

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