Heilpflanze Petersilie

Die krause Petersilie ist eines der beliebtesten Kräuter der deutschen Küche und auch in vielen anderen Ländern beliebt.

Dabei wird sie vorwiegend frisch verwendet und verleiht einen angenehmen Geschmack.

Als Heilpflanze ist die Petersilie weniger bekannt, aber die frischen Blätter, die Wurzel und die getrockneten Samen bieten Hilfe bei Blähungen, Verdauungsschwäche und Geburten.

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Die wichtigsten Fakten über die Petersilie

Die Petersilie gehört zu den bekanntesten Kräutern der deutschen Küche. Dabei wird gerne die dekorative krause Petersilie genutzt. Im Mittelmeerraum nutzt man dagegen vorwiegend die glatte Petersilie.

Eine Varietät mit besonders großen Speicherwurzeln ist auch als Wurzelpetersilie bekannt und im Suppengemüse beliebt. Die krause Petersilie wurde im Mittelalter gezüchtet, um eine Verwechslung mit der giftigen Hundspetersilie zu vermeiden.

Als Heilpflanze ist die Petersilie weniger bekannt, aber bei Verdauungsschwäche, Blähungen, Nieren- und Blasensteinen sowie bei Geburtsschwierigkeiten leistet sie gute Hilfe.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft wird die Art unter dem Namen Petroselinum crispum geführt.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund ist die Petersilie auch unter folgenden Namen bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Heilpflanze gehört zur Gattung Petroselinum und zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Die Art lässt sich in zwei Unterarten einteilen:

Inhaltsstoffe

Die Blätter und Wurzel der Petersilie enthalten folgende Wirkstoffe:

In den Früchten kommen als ätherisches Öl vorwiegend Myristicin (60 bis 80 % bei der krausen Sorte) oder Apiol (bei der glatten Sorte) vor. In der chemischen Rasse findet man hauptsächlich Tetramethoxyallylbenzol.

Anwendung der Petersilie

Die Petersilie wird vorwiegend frisch als Gewürz und zur Verfeinerung von Salaten genutzt. Als Heilpflanze dient sie vorwiegend zur Behandlung von Verdauungsstörungen und zur Anregung der Harnorgane.

Sie besitzt aber auch zahlreiche weitere Einsatzgebiete. Besonders förderlich ist sie zum Beispiel bei Frauenleiden. So fördert sie die Menstruation, lindert Menstruationsbeschwerden und ist auch bei der Geburt hilfreich.

  • Schwangere sollten keine großen Mengen Petersilie essen, da sie eine Fehlgeburt auslösen kann. Kleine Mengen sind jedoch unbedenklich.

Patienten mit Nierenentzündung sollten auf die Heilpflanze ganz verzichten.

Äußerliche Anwendung

Umschläge, Bäder und Waschungen

Petersilientee oder die vedünnte Tinktur hilft in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen gegen Insektenstiche, Kopfschuppen und Geschwüre.

Innerliche Anwendung

Tee

Aus ein bis zwei Teelöffeln Samen oder Wurzeln kann man einen Tee herstellen. Dazu übergießt man die Pflanzenteile mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt den Aufguss zehn Minuten ziehen. Den abgeseihten Tee trinkt man in keinen Schlucken.

Ein bis drei Tassen Petersilientee helfen innerlich gegen Blaseninfektionen sowie Steinen in der Blase oder der Niere. (Aber bei Nierenentzündungen sollte Petersilie nicht verwendet werden!)

Bei Verdauungsschwäche und Blähungen ist der Tee ebenfalls hilfreich. Das in der Pflanze enthaltene Apiol steigert die Kontraktibilität der Gebärmutter und hilft so bei Geburten sowie dem anschließenden Austreiben der Nachgeburt. Die Heilpflanze sollte allerdings erst nach dem ordnungsgemäßen Beginn der Geburt in größeren Mengen eingesetzt werden.

Tinktur

Ähnlich wie der Tee kann auch die Tinktur verwendet werden. Dazu übergießt man Samen, Wurzeln oder Blätter mit Doppelkorn oder Weingeist und lässt die Tinktur verschlossen zwei bis sechs Wochen ziehen. Die abgeseihte Tinktur füllt man in eine dunkle Flasche ab und nimmt täglich ein bis dreimal 10 bis 50 Tropfen ein.

Zu stark konzentrierte Tinkturen können auch mit Wasser verdünnt werden. Die Tinkturen aus Samen und Blättern wirken erheblich stärker als solche aus Blättern. Tinkturen aus Wurzeln können bei hoher Dosierung die Schleimhäute reizen, vor allem die der Nieren. Außerdem können sie in seltenen Fällen auch zu Herzrhythmusstörungen führen.

Bei folgenden Leiden hilft die Petersilie

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
BlaseninfektionenInsektenstiche
Nieren- und BlasensteineGeschwüre
VerdauungsschwächeSchuppen
Blähungen
Austreibung der Nachgeburt

Vorkommen und Sammelzeit der Petersilie

Die Heimat liegt wahrscheinlich im östlichen Mittelmeergebiet bis Westasien, allerdings ist die Stammsippe unbekannt. Die beliebte Heilpflanze wird heute gern in Gärten oder auf dem Fensterbrett angebaut.

Dabei bevorzugt sie frische und nährstoffreiche Lehmböden.

Sammelzeit

Die frischen Blätter werden von April bis Oktober gesammelt. Nachdem die Samen gereift sind, können auch diese geerntet und getrocknet werden.

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