Heilpflanze Piment

Der Piment ist ein beliebtes Gewürz gerade für schwer verdauliche Speisen, aber auch in der Weihnachtsbäckerei. Die Steinfrüchte stammen ursprünglich aus dem tropischen Südamerika und fanden dank Columbus ihren Weg nach Europa.

Während in der Karibik auch die Blätter als Gewürz und das Holz zum Grillen verwendet werden, finden bei uns normalerweise nur die getrockneten Samen Verwendung, die noch grün geerntet werden, da sie dann das größte Aroma entfalten.

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Die wichtigsten Fakten über den Piment

Der Piment gelangte durch Columbus nach Europa. Er entdeckte das Gewürz auf seiner zweiten Reise auf den Antillen und nannte die Gewürz- und Heilpflanze Piment, da er es für eine Art des Pfeffers hielt und Pfeffer im Spanischen 'Pimenta' heißt.

Auch wenn der Piment dem Pfeffer ähnelt, ist er doch deutlich größer und der Geschmack des Gewürzkorns ist würziger; ein bisschen wie Nelken, aber schärfer.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist der Piment unter dem Namen Pimenta dioica oder Pimenta officinalis bekannt.

Volkstümliche Namen

Der Piment ist im Volksmund auch unter folgenden Namen bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Piment ist eine Pflanzenart der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae) und der Gattung Piment (Pimenta).

Heilwirkung des Piments

Die getrockneten Steinfrüchte des Piments sind aromatisch und wirken:

Inhaltsstoffe

Die Steinfrüchte der Heilpflanze enthalten hauptsächlich:

Das aus den Samen gewonnene Pimentöl besteht aus:

Anwendung des Piments

Bei uns sind vor allem die getrockneten Steinfrüchte des Piments bekannt. Sie werden gern bei schwer verdaulichen Speisen genutzt. Als Gewürz duftet es charakteristisch wie eine Mischung aus Nelken, Muskat und Zimt. Der Piment kann aber auch wie eine Heilpflanze genutzt werden und wirkt dann appetit- und verdauungsanregend.

Äußerliche Anwendung

Ätherisches Pimentöl

Das mittels Wasserdampf-Destillation aus den Samen gewonnene Öl enthält Phenole und ist daher sehr haut- und schleimhautreizend. Zudem besitzt es Methyleugenol, welches in Tierstudien krebserzeugend wirkt. Deshalb sollte das Pimentöl nicht mehr innerlich für Heilzwecke verwendet werden.

In der Parfümerie wird es dank des balsamisch-würzigen und pfeffrigen Duftes gern wie Nelkenöl in würzigen Herrenparfüms genutzt. Es kann aber auch in Duftlampen und Seifen verwendet werden. In Massagemischungen wirkt das Öl durchblutungsfördernd und kann gegen rheumatische Beschwerden helfen, verspannte Muskeln lockern oder Bauchschmerzen lindern.

  • Das Öl kann bei empfindlicher Haut reizend sein und sollte daher auf dem Handrücken ausprobiert werden.

Dank der hautreizenden Wirkung kann es aber auch bei Beschwerden der Haut wie Mitessern und Akne hilfreich sein.

Innerliche Anwendung

In der Küche

In der Küche findet fast der gesamte Baum Anwendung. So werden die Pimentkörner gern zum Würzen genutzt. Während sie bei uns vor allen bei der Wurstherstellung und in der Weihnachtsbäckerei verwendet werden, sind sie aus der karibischen Küche nicht wegzudenken.

Neben Gebäck, Suppen, Soßen sowie Fisch- und Fleischgerichten würzt man damit auch gern Beizen und Marinaden. In der karibischen Küche werden aber auch die Blätter als Gewürz genutzt und auch unter dem Namen 'Westindische Lorbeerblätter' angeboten. Das ebenfalls aromatische Holz wird dagegen zum Grillen genutzt.

Bei folgenden Leiden hilft der Piment

äußerliche Anwendung (ätherisches Öl)innerliche Anwendung
MuskelverspannungenAppetitlosigkeit
BauchschmerzenMagenschwäche
rheumatische Beschwerden
Akne
Mitesser
Hautprobleme

Vorkommen und Sammelzeit des Piments

Der Piment wurde von Christoph Kolumbus auf den Antillen für die europäische Küche entdeckt und stammt aus dem tropischen Südamerika. Heute liegt das Haupanbaugebiet des bis zu zwölf Meter hohen, immergrünen Baums auf Jamaika und Barbados.

Von dort kommen etwa zwei Drittel der Welternte. Daneben wird die Würz- und Heilpflanze auch in Guatemala, Honduras, Brasilien und Mexiko sowie auf den Leeward-Islands angebaut.

Sammelzeit

Die Steinfrüchte des Piments werden noch unreif gesammelt, also wenn sie grün sind, da sie dann die meisten ätherischen Öle besitzen. Wenn sie rot sind, verlieren sie an Aroma.

Die Blätter des immergrünen Baums werden ebenfalls gesammelt und als 'Westindische Lorbeerblätter' angeboten. Das ebenfalls aromatische Holz dient zum Grillen.

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