Heilpflanze Portulak

Den Portulak findet man häufig an warmen Standorten in Gärten und auf Äckern. Dort zählt er einerseits zu den Unkräutern, kann aber auch in der Küche genutzt werden.

Mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen ist er viel zu schade, um auf dem Komposthaufen zu landen, vielmehr sollte man sich über diesen Gartenbewohner freuen und ihn intensiv nutzen.

Am besten macht sich der Portulak in Salaten, aber auch als gedünstetes Gemüse oder Saft ist er gesund und lecker.

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Die wichtigsten Fakten über den Portulak

Der Portulak ist eine alte Heilpflanze, die schon in einer babylonischen Schrift aus dem achten Jahrhundert vor Christus als eine der Pflanzen im Heilkräutergarten des Königs Marduk-Apla-Iddina II. erwähnt wurde.

Auch im Mittelalter sowie später wurde die Pflanze geschätzt und so empfiehlt Tabernaemontanus sie 1588 in seinem New Kreuterbuch gegen den 'Sod im Magen'. Einige andere Kräuterbücher bedauern, dass diese angenehme, gesundheitsfördernde Salatpflanze nicht häufiger verwendet wird. Eine Aussage, die auch heute noch voll zutrifft und beherzigt werden sollte.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist die Art unter dem Namen Portulaca oleracea bekannt.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund ist die Nutz- und Heilpflanze oft unter dem Namen Gemüse-Portulak oder Postelein bekannt.

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Portulak gehört zur Gattung der Portulake (Portulaca) sowie zur Familie der Portulakgewächse (Portulacaceae).

Heilwirkung des Portulaks

Der Portulak wird vorwiegend frisch verwendet und wirkt:

Inhaltsstoffe

Die Heilpflanze schmeckt angenehm und ist sehr gesund, da sie folgende Inhaltsstoffe besitzt:

Anwendung des Portulaks

Innerliche Anwendung

Der Portulak wird vor allem frisch genutzt und eignet sich nicht zum Trocknen. Die Heilpflanze nutzt man am besten frisch als Salat oder als Gemüse. Man kann aber auch einen Saft aus dem frischen Kraut pressen und diesen sofort anwenden. Die Heilpflanze hilft dank ihrer Vitamine und wertvollen Inhaltsstoffe bei Frühjahrsmüdigkeit und Vitaminmangelerscheinungen wie Skorbut.

Die Omega-3-Fettsäuren helfen zudem, Arteriosklerose vorzubeugen und Herzinfarkte sowie Schlaganfälle zu verhindern. Darüber hinaus stärkt Portulak das Verdauungssystem, hilft bei Entzündungen im Magen-Darm-Trakt und lindert Sodbrennen. Auch gegen Kopfschmerzen, Nervosität, Husten und Fieber soll das frische Kraut helfen.

In der Küche

Portulak kann man einfach so frisch genießen. Dabei schmecken die jungen Blätter leicht säuerlich, salzig und nussartig, während die älteren Blätter bitter sein können. Die jungen Blätter und Triebspitzen werden gern in Salaten verwendet. Man kann sie aber auch wie Gemüse kochen oder für Suppen verwenden.

Dabei sollten sie aber nur kurz angedünstet werden, um weder den Geschmack noch die Inhaltsstoffe zu zerstören. Die Blütenknospen können zudem ähnlich wie Kapern verwendet werden.

In Russland war es früher auch üblich, die Triebe für den Wintervorrat zu salzen und in Essig einzulegen. Schließlich können auch die Samen genutzt und zu Mehl vermahlen werden. Sie enthalten viele Proteine und wertvolles Fett.

Frischer Presssaft

Der frische Presssaft eignet sich ebenfalls zur Einnahme. Er kann unter anderem gegen Würmer helfen.

Bei folgenden Leiden hilft der Portulak

 Innerliche Anwendungen
Husten
Fieber
Sodbrennen
Zahnfleischentzündung
Skorbut
Magenschleimhautentzündung
Darmentzündung
Verdauungsschwäche
Verstopfung
Würmer
Hämorrhoiden
Frühjahrsmüdigkeit
Nierenschwäche
Arteriosklerose
Nervenleiden
Kopfschmerzen

Vorkommen und Sammelzeit des Portulaks

Da sich der Portulak sehr schnell vermehrt und die Samen mit einer Keimfähigkeit von bis zu 14 Jahren sehr langlebig und zudem sogar im Meerwasser schwimmfähig sind, hat er sich heutzutage weltweit verbreitet. Seine Ursprungsregion ist dabei nicht mehr nachweisbar. Er wächst heute in allen warmgemäßigten Zonen und galt 193 weltweit als die achthäufigste Pflanzenart.

In Mitteleuropa liebt die Heilpflanze vor allem die wärmeren, tieferen Lagen, kommt aber  im Norden Deutschlands nur selten vor. Die Pionierpflanze besiedelt gern nährstoffreiche, lockere Sand- und Lehmböden und ist sowohl in Gärten und auf Äckern als auch an Wegen und in Pflasterritzen auffindbar. Früher wurde sie gern in Gärten angepflanzt und hat sich so auch verwildert.

Sammelzeit

Das Kraut des Portulaks kann den gesamten Sommer hindurch gesammelt werden. Wer die Pflanze im Garten ausgesät hat, sollte stets die Triebspitzen zuerst ernten. So verzweigt sich die Pflanze besser, wird schön üppig und verspricht eine bessere Ernte.

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