Heilpflanze Quecke

Die Quecke ist in den Augen der meisten Menschen nur ein Unkraut. Dass es sich hierbei allerdings um eine Heilpflanze mit erstaunlichen Wirkungen handelt, ist leider nur wenigen bekannt.

Die bis zu einen Meter hohe Grasart blüht von Juni bis August. Wer sie als Heilpflanze nutzen will, interessiert sich allerdings nicht für die Blüten, sondern das Wurzelwerk der Quecken. Dieses ist – zum Leidwesen vieler Gärtner – oft sehr weitläufig und reicht tief in den Boden.

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Die wichtigsten Fakten über die Quecke

Wie bereits erwähnt, ist die Quecke den meisten Menschen eher als Unkraut, das es zu bekämpfen gilt, bekannt. Dabei hilft sie als Heilpflanze vor allem bei Harnwegserkrankungen.

Ihr Name kommt vom althochdeutschen Wort 'queck', was 'kräftig' und 'lebendig“ bedeutet und sich sowohl auf die starke Ausbreitung der Pflanze als auch auf die schwierige Bekämpfung einiger Quecken-Arten bezieht.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft wird die Heilpflanze Quecke als Agropyron repens bezeichnet.

Weitere Namen/volkstümliche Namen

Natürlich hat die Quecke als Heilpflanze auch viele weitere, teils volkstümliche Namen. Hierzu gehören zum Beispiel:

Pflanzenfamilie/Gattung

Quecken gehören zur Familie der Süßgräser (Poaceae). Es handelt sich bei dieser Heilpflanze also um eine typische Pionierpflanze.

Heilwirkung der Quecke

Wenn man sich mit der Quecke als Heilpflanze befasst, dann wird man am häufigsten lesen, dass die Wurzeln des Grases harntreibend wirken. Dementsprechend wird die Pflanze vorrangig gegen Harnwegserkrankungen wie Entzündungen oder Nierengrieß eingesetzt.

Darüber hinaus gilt das Schnürgras auch als natürliches Mittel gegen Schmerzen, Hautunreinheiten und Husten. Es handelt sich hierbei also um eine überaus vielfältige Heilpflanze, die leider immer noch viel zu stark unterschätzt wird und immer noch zu wenig Beachtung findet.

  • Wer die Quecke als Heilpflanze nutzt, sollte unbedingt die Wurzeln sammeln, trocknen und anschließend verzehren. In dem weit verzweigten Wurzelwerk befinden sich die meisten gesunden Inhaltsstoffe, die eine hohe Wirkung erzielen. Stängel, Blätter und Blüten sind hingegen weitestgehend nutzlos.

Inhaltsstoffe der Quecke

Zu den Inhaltsstoffen, die in den Wurzeln von Quecken nachgewiesen werden konnten, gehören unter anderem:

Anwendungsbereiche der Quecke

Die Heilpflanze kommt, wie weiter oben bereits erwähnt, vor allem bei Harnwegserkrankungen zum Einsatz. Die Quecke wirkt harntreibend und wird deswegen zur Durchspülung der einzelnen Organe genutzt. Schon in frühen Zeiten wurde die Pflanze außerdem gegen verschiedene Krankheiten wie Bronchitis, Gicht oder Rheuma eingesetzt.

Nicht zuletzt wird sie auch wegen ihrer blutreinigenden Eigenschaften geschätzt.

  • Wichtiger Hinweis für die Anwendung von Quecken als Heilpflanze: Menschen, die aufgrund von Herzschwäche oder Nierenfunktionsschwäche unter starken Wassereinlagerungen im Gewebe leiden, sollten von einer Quecken-Anwendung absehen. Der Grund: Quecken müssen immer in Kombination mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden. Eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme führt im Falle der Ödem-Patienten allerdings dazu, dass das Herz oder die Nieren zu stark belastet werden

Außerdem sollte die Pflanze nie dauerhaft eingenommen werden, da dies zu einem Kaliummangel führen kann. Aus diesem Grund wird auch schwangeren und stillenden Frauen von einer Anwendung abgeraten.

Äußerliche Anwendung

Die Queckenwurzel wird nicht äußerlich angewendet.

Innerliche Anwendung

Innerlich angewendet kommt die Quecke vor allem als Tee oder Saft zum Einsatz. Die verschiedenen Darreichungsformen werden in der folgenden Übersicht genauer vorgestellt.

Quecken-TeeQuecken-Saft
Queckenwurzel sammeln und trocknen.Anschließend in kleine Stücke schneiden. 3 TL geschnittene Queckenwurzel mit 250 ml kochendem Wasser übergießen. 10 Minuten ziehen lassen. Abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Für eine klassische Durchspülungstherapie sollten täglich mindestens drei bis vier Tassen Quecken-Tee getrunken werden. Zusätzlich dazu sollte eine Flüssigkeitszufuhr in Höhe von zwei Litern (zum Beispiel durch Mineralwasser oder Kräutertee) gewährleistet werden.Queckenwurzel direkt nach der Ernte in einen Entsafter geben.Saft in einer Flasche auffangen und kühl lagern. Täglich 3 EL Queckensaft einnehmen.

Die Quecke hilft bei folgenden Leiden:

Vorkommen und Sammelzeit

Die Quecke ist eine sehr genügsame Heilpflanze, die sich über die gesamte Nordhalbkugel unserer Erde erstreckt. Sie kommt sowohl in Nordamerika und Europa, als auch in Afrika und Asien vor.

Typische Standorte für das Gras sind:

Die Pionierpflanze kann sich mit nahezu jedem Boden arrangieren, mag es allerdings, wenn der Standort stickstoffreich ist.

  • Viele Hobby-Gärtner haben bereits einmal Bekanntschaft mit der Quecke gemacht – nämlich im heimischen Blumenbeet. Wenn sich die Pflanze hier erst einmal niedergelassen hat, verbreitet sie sich rasend schnell. Das weitläufige Wurzelwerk macht es schwierig, die Pflanze vollständig zu entfernen.

Sammelzeit

Die nährstoffreichen Wurzeln der Quecke werden vorrangig im März und April und später von September bis Oktober gesammelt. Zwischen diesen beiden Sammelzeiten blühen die Gräser. Wenn die Wurzeln gesammelt wurden, sollten sie zunächst einmal gründlich gereinigt werden. Anschließend kann man sie entweder direkt verwenden oder für eine spätere Anwendung trocknen.

  • Für eine bessere Weiterverarbeitung sollten die Wurzeln vor dem Trocknen kleingeschnitten werden.

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