Heilpflanze Rhododendron

Rhododendren zählen zu den Heilpflanzen, die besonders giftig sind. Dennoch werden sie teilweise in der Naturheilkunde und Homöopathie angewandt. Hierbei gilt es zwingend darauf zu achten, welche Pflanzenart der Gattung genutzt wird.

Grundsätzlich ist von einer Anwendung ohne Aufsicht abzuraten. Die Bestandteile der Heilpflanze sollten ausschließlich in Fertigpräparaten genutzt werden. Eine Absprache mit dem behandelnden Arzt, Heilpraktiker oder Homöopathen ist unerlässlich.

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Die blütenreiche Heilpflanze: Der Rhododendron

Weltweit gibt es mehr als 1.000 verschiedene Arten des Rhododendron. In Borneo sind etwa 55 Arten bekannt, in Neu-Guinea sind es 164. Im europäischen Raum kommen dahingegen lediglich zehn verschiedene Arten vor.

Für die Medizin und Naturheilkunde ist vor allem die rostblättrige Alpenrose von Bedeutung. Diese kann gegen unterschiedliche Leiden und Erkrankungen eingesetzt werden. Der hauptsächliche Anwendungsbereich des Rhododendron ist der rheumatische Formenkreis.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft, Medizin, Homöopathie und Naturheilkunde wird der Rhododendron ebenfalls mit diesem Namen bezeichnet. Die bedeutsame rostblättrige Alpenrose trägt den fachkundigen Namen Rhododendron ferrugineum.

Volkstümliche Namen

Bislang sind keine volkstümlichen Namen für die Heilpflanze bekannt.

Gattung/Pflanzenfamilie

Die rostblättrige Alpenrose gehört der Pflanzengattung der Rhododendren an. Diese wiederum sind der Pflanzenfamilie der Heidekrautgewächse zugeordnet. Heidekrautgewächse werden in Fachkreisen auch mit dem Begriff Ericaceae bezeichnet.

Die Heilwirkung des Rhododendron

Die Heilwirkungen sind recht umstritten. Grundsätzlich ist von einer Behandlung abzuraten, insbesondere wenn aus eigenem Ermessen gehandelt wird. In der Naturheilkunde ist eine Behandlung grundsätzlich, aufgrund der immensen gesundheitlichen Gefahren und Gefährdungen, nicht vertretbar.

Die Heilpflanze wird vorrangig in der Homöopathie, in Form von homöopathischen Mitteln entsprechend des homöopathischen Arzneimittelbildes genutzt. Die Anwendung findet entsprechend bei folgenden Leiden statt:

Inhaltsstoffe

Die Inhaltsstoffe im Rhododendron sind recht vielfältig. Wobei ein Großteil der Bestandteile als äußerst giftig gilt.

Anwendung des Rhododendron

  • Die Heilpflanze darf ausschließlich unter Aufsicht angewandt werden! Heilpraktiker sehen - aufgrund der möglichen Gefahren - in der Regel von einer Anwendung ab.

In der Homöopathie gibt es unterschiedliche Präparate und Anwendungsbereiche. Die Tagesdosis darf auf keinen Fall überschritten werden, da anderenfalls starke Nebenwirkungen auftreten.

Als Teeaufguss

Grundsätzlich besteht aus volkstümlicher Sicht die Möglichkeit, einen Teeaufguss aus Rhododendron-Blättern herzustellen. Dieser soll bei Bluthochdruck sowie bei Arthrose, Ischiasschmerzen, Migräne sowie bei Gesichtsschmerzen helfen.

Die Wirksamkeit ist allerdings nicht belegt. Aufgrund der möglichen Gefahren ist eine Anwendung grundsätzlich nicht vertretbar.

Als homöopathisches Mittel

In der Homöopathie werden die getrockneten, beblätterten Zweige der Heilpflanze zur Herstellung homöopathischer Präparate genutzt. Diese sind in Apotheken erhältlich, aber ausschließlich unter Beobachtung und nach Absprache mit einem fachkundigen Homöopathen anzuwenden.

Die Präparate sollen insbesondere bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises sowie bei Neuralgien und Orchitits helfen.

Bei folgenden Leiden hilft Rhododendron

Der nachfolgenden Tabelle kann entnommen werden, bei welchen Leiden die Heilpflanze Abhilfe schafft. Die aufgezeigte Tabelle unterscheidet dabei zwischen einer Anwendung in der Natur- beziehungsweise Pflanzenheilkunde und der Homöopathie.

Natur- und PflanzenheilkundeHomöopathie
BluthochdruckErkrankungen des rheumatischen Formenkreises
Erkrankungen des rheumatischen FormenkreisesNeuralgien
ArthroseOrchitis
IschiasschmerzenGelenkentzündungen
Trigeminusneuralgie (stärkste Form von Gesichtsschmerzen)Arthritis
MigräneZahnschmerzen
Muskelrheuma

Eine Anwendung innerhalb der Homöopathie kommt insbesondere bei wetterbedingten Krankheitserscheinungen vor.

Nebenwirkungen

Bei Überschreiten der empfohlenen Tagesdosis von circa fünf bis sechs Gramm können nachfolgende Nebenwirkungen und Vergiftungserscheinungen auftreten:

Vorkommen und Sammelzeit

Die rostblättrige Alpenrose als wichtigste Art der Rhododendren kommt vor allem in den Alpen, den Pyrenäen, im Jura, den Karpaten, dem Apennin und auf der Balkanhalbinsel vor. Bevorzugter Standort sind frische und bodensaure Nadelwälder. Die Heilpflanze meidet kalkhaltige Böden.

Sammelzeit

Die Pflanze wird hauptsächlich in den Sommermonaten eingesammelt.

Verwendbare Pflanzenteile

Sowohl in der Homöopathie wie auch in der Natur- und Pflanzenheilkunde werden ausschließlich die Blätter der Rhododendren verwendet.

  • Verwenden Sie Rhododendron ausschließlich in homöopathischen Fertigpräparten. Nehmen Sie diese niemals ohne Absprache mit Ihrem Homöopathen oder Arzt ein.

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