Heilpflanze Ringelbume

Die hübsch anzusehende Ringelblume wurde bereits im antiken Griechenland sowie im Römischen Reich für Heilzwecke und als Farbstoff für Stoffe, Speisen und Kosmetika genutzt.

Spuren und schriftliche Zeugnisse deuten darauf hin, dass die Heilpflanze auch schon sehr viel früher in Indien und im arabischen Raum bekannt war und für verschiedene Zwecke genutzt wurde.

Im Jahr 2009 wurde die Ringelblume sogar von der Fachjury des Theophrastus-Naturheilvereins zur Heilpflanze des Jahres gekürt

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Der schöne Helfer - die Ringelblume

Die Ringelblume wächst wild und als kultivierte Gartenpflanze im gesamten europäischen Raum. Ihre genaue Herkunft ist indes nicht bekannt, als gesichert gilt nur, dass die Pflanze ursprünglich nicht in Mitteleuropa ansässig war und vom Menschen hier angesiedelt wurde. Wahrscheinlich stammt die Calendula aus dem Mittelmeergebiet.

Wissenschaftlicher Name

Die wissenschaftliche Bezeichnung der Ringelblume lautet Calendula officialis. Der Name geht wahrscheinlich auf den lateinischen Begriff calendae zurück, welcher den ersten Tag des Monats im römischen Kalender bezeichnete. Vermutlich spielt er darauf an, dass man zu Beginn der meisten Monate des Jahres blühende Ringelblumen finden kann.

Volkstümliche Namen

Natürlich ist auch die Ringelblume unter verschiedenen anderen, volkstümlichen Bezeichnungen bekannt. Diese spielen auf das Äußere der Pflanze, aber auch auf ihre Eigenschaften an. Bekannte volkstümliche Namen sind beispielsweise:

Des Weiteren ist die Heilpflanze auch unter folgenden Bezeichnungen bekannt:

Der Name Regenblume geht darauf zurück, dass die Bauern in früheren Zeiten anhand der Blüten feststellen konnten, ob es an einem Tag regnen wird oder nicht.

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Ringelblume gehört zur Familie der Korbblütler, die lateinisch auch als Asteraceae bezeichnet werden.

Die Heilwirkung der Ringelblume

Calendula ist ideal, um als Salbe, Tinktur oder auch Tee in der Hausapotheke Verwendung zu finden. Die Ringelblume wirkt

Die Inhaltsstoffe der Heilpflanze fördern die Wundheilung und wirken einer Narbenbildung entgegen.

Inhaltsstoffe

Die heilenden Wirkungen der Ringelblume entstehen durch die speziellen Inhaltsstoffe der Heilpflanze. Die enthaltenden ätherischen Öle setzen sich aus

zusammen, sind aber nur zu geringen Anteilen vorhanden. Die eigentliche medizinische Wirkung entstammt den reichlich vorhandenen Flavonoiden, vor allem

Ebenfalls von hoher therapeutischer Bedeutung sind die Inhaltsstoffe

Die enthaltenen Carotinoide sind entzündungshemmend, das ätherische Öl wirkt antibakteriell.

Anwendung der Ringelblume

Calendula lässt sich, abhängig vom jeweiligen Leiden, sehr unterschiedlich anwenden.

Äußerliche Anwendung

Die Inhaltsstoffe der Ringelblume werden zumeist bei äußerlichen Anwendungen genutzt. Dabei kann die Pflanze als Salbe, Umschlag / Aufschlag oder Tinktur verwendet werden.

Ringelblumensalbe

Zur Herstellung einer Ringelblumensalbe benötigt man

Die Blüten werden zerkleinert, das Fett im Wasserbad zerlassen. Anschließend die Blüten einrühren und die Mischung langsam erhitzen, bis sie kocht. Aus dem Wasserbad nehmen, gut abdecken und einen Tag ziehen lassen. Das Fett noch einmal so weit im Wasserbad verflüssigen, bis es abgefiltert werden kann. Die fertige Salbe schließlich gut verschlossen, kühl und dunkel aufbewahren.

Tinktur

Um eine Tinktur herzustellen, werden 1 bis 2 gehäufte Eßlöffel zerkleinerte Ringelblumenblüten mit 100 Milliliter kochendem Wasser übergossen. Der Sud muss anschließend mindestens 15 Minuten lang ziehen. Die Tinktur kann gut zum Gurgeln oder Spülen bei Mund- und Rachenentzündungen eingenommen werden.

Innerliche Anwendung

Zwar kommen die Wirkstoffe der Ringelblume vor allem äußerlich zur Anwendung.

Aber die Homöopathie nutzt die Heilpflanze in Form von Globuli auch für die innerliche Behandlung bei Hautverletzungen.

Bei folgenden Leiden hilft die Ringelblume

Sowohl in der klassischen Medizin, aber auch in der Naturheilkunde und in der Homöopathie wird die Ringelblume bei folgenden Leiden eingesetzt:

Äußerliche AnwendungInnerliche Anwendung
Riss- und QuetschwundenMagengeschwüre
VerstauchungenMund- und Rachenentzündungen
VerbrennungenHepatitis
Wasseransammlungengeschwollene Drüsen/Drüsenfieber
KrampfadernEntgiftung bei chronischen Hautproblemen
Mund- und RachenentzündungenLeber- und Gallenleiden
Ekzeme/trockene Haut/AkneMenstruationsbeschwerden
Windeldermatitis/Dekubitus
 Milchschorf
 Bindehautentzündung

Vorkommen und Sammelzeit der Ringelblume

Die Pflanze siedelt sich von selbst auf mageren Böden, Schuttplätzen und an Bahndämmen an. Sie braucht daher auch im Garten vielsonnige, eher magere, trockene Böden.

Vor allem verträgt sie keine Staunässe.

Sammelzeit

Die beste Sammelzeit liegt in den Monaten Juni bis Oktober, wobei vor allem die Blüten gesammelt werden.

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