Heilpflanze Rittersporn

Auf Getreideäckern fand man früher häufig den hübschen Rittersporn und nutzte ihn als Heilpflanze. Heute ist er dagegen selten geworden und wird aufgrund seiner Giftigkeit nur selten genutzt.

Auch wurden bislang noch keine Beweise für die Wirksamkeit als Heilmittel gefunden.

Als Schmuckdroge sind die getrockneten, blauen Blüten aber auch heutzutage noch häufig in Nieren- und Blasentees anzutreffen.

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Der Rittersporn - nicht nur als Zierpflanze geeignet

Die Gattung der Rittersporne sind hübsche Pflanzen mit auffälligen, blau bis lilafarbenen Blüten, die gern als Zierpflanze genutzt werden. Früher wurden einige Arten wie der Gewöhnliche Feldrittersporn und der Garten-Feldrittersporn auch als Heilpflanzen genutzt. Da Beweise für deren Wirksamkeit ausblieben, kommen sie heute kaum mehr zum Einsatz.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist der Gewöhnliche Feldrittersporn unter dem Namen Consolida regalis oder Delphinium consolida und der Garten-Feldrittersporn als Consolida ajacis bekannt.

Volkstümliche Namen

Der Gewöhnliche Feldrittersporn wird im Volksmund auch

genannt, während der Garten-Feldrittersporn auch unter folgenden Namen bekannt ist:

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Gewöhnlicher Feldrittersporn und der Garten-Feldrittersporn gehören innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) beide zur Gattung der Feldrittersporne (Consolida).

Die Heilwirkung des Rittersporns

Die giftigen Rittersporn-Arten wirken:

Inhaltsstoffe

Alle Pflanzenteile des Gewöhnlichen Feldrittersporns sind giftig. Insbesondere die Samen enthalten bis zu 1,4 % Alkaloide, die ähnlich, aber schwächer wie Aconitin wirken, darunter hauptsächlich:

Der Garten-Feldrittersporn enthält vor allem das nach ihm benannte Alkaloid Ajaconin und ist damit ebenfalls giftig.

Anwendung des Rittersporns

Die alkaloidarmen Blüten des Gewöhnlichen Feldrittersporns wurden früher als Heilmittel genutzt. Da aber Belege für eine Wirksamkeit fehlen, wird die Heilpflanze heute kaum mehr als Arznei verwendet.

Die schönen, blauen, getrockneten Blüten findet man allerdings oft als Schmuckdroge in Teemischungen, dabei besonders in Blasen- und Nierentees, aber auch anderen Teemischungen. Der Garten-Feldrittersporn wurde auch schon in der Volksmedizin als Aufguss zur Behandlung von Herzbeschwerden genutzt.

Innerliche Anwendung

Schmuckdroge

Die hübschen, blauen Rittersporn-Blüten werden gern als Schmuckdroge verwendet.

Bei folgenden Leiden hilft der Rittersporn

Innerliche Anwendungen
Herzbeschwerden
Blasen- und Nierentee (Schmuckdroge)
Fettsucht

Vorkommen und Sammelzeit des Rittersporns

Einst war der Gewöhnliche Feldrittersporn in Mitteleuropa weit verbreitet. Durch starken Herbizideinsatz und eine intensive Bodenkultivierung ist er heute allerdings selten geworden und steht in Deutschland als gefährdete Art in der Roten Liste gefährdeter Arten.

Die Heilpflanze liebt nährstoffreiche Getreideäcker, Wegsäume sowie Trockenplätze und verträgt auch kalkhaltigen Boden. Der Garten-Feldrittersporn hat sein natürliches Verbreitungsgebiet eigentlich im warmen bis warmgemäßigten Europa und Afrika.

Die Heilpflanze ist heute aber auch in Nordamerika, Asien sowie Australien verbreitet. In Deutschland ist die beliebte Zierpflanze ebenfalls verwildert und wächst vorwiegend auf Schutt und an Straßenrändern, manchmal auch auf Äckern.

Sammelzeit

Die blauen Blüten des hübschen Rittersporns werden von Juni bis August gesammelt, aber aufgrund der Giftigkeit und fehlender Wirkungsnachweise nur mehr als Schmuckdroge genutzt.

  • Aufgrund der Gefährdung darf der Gewöhnliche Feldrittersporn in der Natur nicht gesammelt werden.

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