Rosmarin

Die aromatischen Zweige und hübschen Blüten des Rosmarins sind nicht nur in der Küche optimal, sondern helfen auch bei vielen Beschwerden.

Der immergrüne Rosmarin ist vor allem als Gewürzkraut der mediterranen Küche bekannt. Blätter und Blüten enthalten aber auch zahlreiche Wirkstoffe, die sie für Teemischungen, Weine und Tinkturen interessant machen.

So wirken der Rosmarin als Heilpflanze nicht nur positiv auf Herz, Kreislauf und Nerven, sondern hilft auch bei Frauenbeschwerden und Verdauungsproblemen.

Im Jahr 2000 wurde der Rosmarin von den Heilkräuterfreunden sowie erneut im Jahr 2011 vom Theophrastus-Naturheilverein zur Heilpflanze des Jahres gekürt

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Die wichtigsten Fakten über den Rosmarin

Da Rosmarinsträucher oft an den Küsten des Mittelmeeres wachsen, sammelt sich nachts der Tau in den Blüten. Der Name Rosmarin leitet sich deshalb wahrscheinlich vom lateinischen ros marinus ab und bedeutet so viel wie 'Tau (ros) des Meeres (marinus)'.

Eine andere Möglichkeit für die Herkunft des Namens könnte aber auch der griechische Begriff rhops myrinos, also balsamischer Strauch liefern.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist der Rosmarin auch unter dem botanischem Namen Rosmarinus officinalis bekannt.

Volkstümliche Namen

Da die Heilpflanze in manchen Gegenden auch heutzutage noch als Brautstrauß verwendet wird, ist sie auch als Brautkleid, Brautkraut oder Hochzeitsbleaml bekannt. Der Volksmund kennt Rosmarin aber auch unter folgenden Namen:

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Rosmarin gehört zur Gattung Rosmarinus, die wiederum der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) angehört.

Heilwirkung des Rosmarins

Der Rosmarin wird nicht nur im Mittelmeerraum als Würz- und Heilpflanze geschätzt. Die immergrünen, aromatischen Zweige wirken:

Inhaltsstoffe

Die Heilpflanze ist reich an hochwirksamen ätherischen Ölen und enthält:

Anwendung des Rosmarins

Rosmarin wirkt sowohl innerlich als auch äußerlich bei vielen Beschwerden und kann vielseitig verwendet werden. Da zu hohe Dosen Rauschzustände und Krämpfe auslösen können, sollten Tagesdosen von 6 g Blätter bei Teeaufgüssen, 50 g für Bäder und 20 Tropfen ätherisches Öl nicht überschritten werden.

Schwangeren sollten generell auf Rosmarin verzichten. Aufgrund seines ähnlichen Geruches wurde Rosmarin früher auch als Ersatz für Weihrauch verwandt. Zudem war die Heilpflanze Bestandteil eines der ersten destillierten Parfüme. Im Kölnisch Wasser ist bis heute Rosmarinöl enthalten.

Äußerliche Anwendung

Tinktur oder Spiritus

Zur äußerlichen Einreibung oder verdünnt als Teilbad ist eine Rosmarintinktur ideal. Sie wirkt nicht nur belebend, sondern lindert auch Gelenkschmerzen und Neuralgien. Einen Rosmarin-Spiritus stellt man her, indem man in einen Liter 70%igen Weingeist drei Milliliter ätherisches Rosmarinöl gibt.

Ätherisches Öl

Das ätherische Öl des Rosmarins ist sehr stark und sollte nur äußerlich angewendet werden, um Magenreizungen zu vermeiden. In Duftlampen oder Bädern wirkt es belebend. So sollen morgendliche Armbäder mit ätherischem Rosmarinöl kleine Wunder wirken.

Innerliche Anwendung

Tee

Ein Rosmarintee stärkt das Verdauungssystem und beseitigt Blähungen. Alternativ kann man aber auch einfach Speisen mit Rosmarin würzen, um den gleichen Effekt zu erzielen. Besonders zu Fleisch, Käse, Gemüse und Hülsenfrüchten passt er hervorragend.

Wein

Eine stärkende Kur kann man mit Rosmarin-Wein durchführen. Dabei werden 10 Gramm Rosmarinblätter in einer Flasche leichten Weißwein angesetzt und eine Woche ziehen gelassen. Nach dem Abseihen trinkt man täglich zweimal ein kleines Glas davon.

Pastillen

Aus Rosmarinkraut, Pfeffer und Honig hergestellte Pastillen sollen am Morgen und am Abend eingenommen den Husten besänftigen.

Bei folgenden Leiden hilft der Rosmarin

Äußerliche AnwendungInnerliche Anwendung
RheumaAtembeschwerden
GichtHusten
IschiasBlähungen
Niedriger BlutdruckVerdauungsstörungen
HerzschwächeMagenschwäche
nervöse Herz- und KreislaufbeschwerdenDurchfall
Schwäche und ErschöpfungszuständeAppetitlosigkeit
Nervöse Unruhe
Kopfschmerzen und Migräne
Neuralgien
Nervenentzündung
schwache Menstruation
Wechseljahrsbeschwerden
Haarausfall
hartnäckige Hautausschläge und Ekzeme
Hämorrhoiden

Vorkommen und Sammelzeit des Rosmarins

Der wärmeliebende Rosmarin ist im Mittelmeerraum heimisch, wird aber auch gerne in deutschen Gärten angebaut. Dabei braucht er einen sonnigen, trockenen und kalkreichen Standort. Da er nicht winterfest ist, wird er in Deutschland oft in Kübeln angebaut und im Winter ins Haus geholt.

Sammelzeit

Die Zweige zum Trocknen werden im April bis Mai vor der Blüte gesammelt.

Frisch kann man die Rosmarinzweige aber das ganze Jahr hindurch ernten, um sie in der Küche zu verwenden.

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