Safran

Safran ist das wohl teuerste Gewürz der Welt, besitzt aber nicht nur ein tolles Aroma sowie eine kräftige Farbe, sondern entfaltet auch heilsame Kräfte.

Da Safran eines der teuersten Gewürze ist, das sprichwörtlich mit Gold aufgewogen wird, werden die wenigsten Menschen den Krokus als Heilpflanze kennen.

In der Heilkunde wird das Würz- und Färbemittel, welches schon in der Bibel Erwähnung fand, gegen Krämpfe und als Schmerzstiller verwendet.

Die zarten Griffel des Safrans wurden aufgrund ihres hohen Preises übrigens schon in der Antike gern gefälscht.

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Die wichtigsten Fakten über den Safran

Der Safran ist eine unfruchtbare Mutante des Crocus cartwrightianus, die deutlich kürzere Stempelfäden besitzt.

Die höchste Qualität der Würz- und Färbepflanze wurde auch als Crócus austriacus bezeichnet; wahrscheinlich, weil das Anbauzentrum Mitteleuropas zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Österreich lag.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist er unter dem Namen Crocus sativus bekannt.

Volkstümliche Namen

Der teure Safran ist auch im Volksmund nur unter seinem geläufigen Namen bekannt. Der Name stammt übrigens aus dem Arabischen.

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Art gehört zur Gattung der Krokusse (Crocus) und der Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae).

Heilwirkung des Safrans

Für ein Kilo echten Safran benötigt man etwa 15.000 Blüten, die alle per Hand innerhalb kurzer Zeit geerntet werden müssen.

Da die Griffel etwa so teuer sind wie Gold, werden sie hauptsächlich als wertvolles Würz- und Färbemittel genutzt. Die Pflanze besitzt aber auch eine medizinische Wirkung. Die teuren Narben des Griffels des Safrans wirken:

Studien zeigten zudem, dass die Heilpflanze eine wachstumshemmende Wirkung auf Tumore besitzt. So konnte die Lebenserwartung von kranken Personen verlängert werden.

Gute Ergebnisse konnten in einer Studie auch bei leichter bis mittlerer Depression nachgewiesen werden. Dabei wurde die Wirksamkeit des Blütenblattes untersucht.

Inhaltsstoffe

Der Griffel der Heilpflanze enthält vor allem Färbe- und Aromastoffe:

Anwendung des Safrans

Die Griffel des Safrans zählen zu den teuersten Gewürzen der Welt. Als Heilpflanze ist Safran daher ein echter Luxus, der entsprechend sparsam verwendet wird.

Safran ist aber auch giftig. So können 5g schwere Symptome wie Erbrechen und Blutungen hervorrufen. Dosierungen von 15-20 g Safran pro Tag können bei Erwachsenen tödlich wirken. Kleinere Mengen beleben dagegen Geist sowie Körper und beruhigen die Nerven.

Bei folgenden Leiden hilft der Safran

Innerliche Anwendungen
Darmkolik
Gelbsucht
Krämpfe
Schmerzen
Keuchhusten
Schlaflosigkeit
Zahnungsschmerzen
Magenkolik
Krampfhusten
Depression
Tumore

Vorkommen und Sammelzeit des Safrans

Der Safran ist eine triploide Mutante, wegen ihres dreifachen Chromosomensatzes unfruchtbar ist. Sein Ursprung geht auf den Crocus cartwrightianus, der auf den ägäischen Inseln sowie auf Kreta beheimatet ist, zurück.

Diese Stammform verfügt über deutlich kürzere, aber gleichfalls aromatische Stempelfäden. Die Mutante mit den langen Griffeln kann jedoch nur durch Knollenteilung vermehrt werden. Hauptanbaugebiet ist heute der Iran, der über 90 % des Weltmarktanteils produziert.

Darüber hinaus wird die wertvolle Pflanze auch in Afghanistan, Kaschmir, Marokko und in Europa angebaut. Vor allem im Mittelmeerraum in Südfrankreich, Spanien, Griechenland, der Türkei und Italien wird die Pflanze gezüchtet.

Kleinere Anbaugebiete gibt es aber auch (wieder) in Österreich (Pannonischer und Wachauer Safran) sowie in der Schweiz im Dörfchen Mund.

Sammelzeit

Safran blüht nur einmal im Jahr im Herbst. Sobald der Krokus aufblüht, müssen die zarten Griffel gesammelt und können getrocknet werden.

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