Sanddorn

Der Sanddorn ist eine echte Besonderheit. Zum einen wächst er auf Extremstandorten und fühlt sich sogar auf Dünen wohl und anderseits liefert er unglaublich viel Vitamin C, aber auch Vitamin B 12, das sonst fast ausschließlich in tierischen Produkten vorkommt.

Dank dieser Eigenschaften sind Säfte und andere Produkte aus den frischen Beeren hervorragend bei Vitaminmangel und in der Erkältungszeit.

Heilsame Kräfte entfalten aber auch die begehrten Öle aus dem Samen und dem Fruchtfleisch.

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Die wichtigsten Fakten über den Sanddorn

Der Name Sanddorn verweist sowohl auf Aussehen als auch Standort der Heilpflanze. Schließlich wächst der mit langen Dornen ausgestattete Strauch auf Sanddünen und anderen Extremstandorten.

Auch der botanische Name lässt Rückschlüsse auf das Aussehen. So geht der Gattungsname Hippophae auf die beiden griechischen Wörter hippos (Pferd) sowie phaes (leuchtend) zurück und das Artepitheton rhamnoides wird vom Wort rhamnus (Dorn) abgeleitet.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist der Sanddorn unter dem Namen Hippophae rhamnoides bekannt.

Volkstümliche Namen

Da der Sanddorn auf Extremstandorten wächst, ist er im Volksmund auch unter folgenden Namen bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Sanddorn ist eine Pflanzenart aus der Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae) und gehört zur Gattung Sanddorne (Hippophae).

Heilwirkung des Sanddorns

Die gesunde Nutz- und Heilpflanze wirkt:

Inhaltsstoffe

Die Frucht des Sanddorns zeichnet sich durch ungewöhnlich hohe Vitamin-C-Gehalte aus. 100 g Früchte enthalten je nach Sorte 200 bis 900 mg. Erstaunlich ist auch die Präsenz von Vitamin B12, das ansonsten fast ausschließlich in tierischen Produkten vorkommt.

Das Vitamin entsteht dank einer Symbiose mit Bakterien auf der Schale der Beeren. Die Präsenz des Vitamins ist also beim Vorhandensein von Sanddornfruchtfleisch in entsprechenden Produkten gegeben.

Sanddornbeeren enthalten aber auch:

Die Sanddornöle enthalten zudem:

Anwendung des Sanddorns

Aufgrund des hohen Vitamin-C-Gehaltes sind Produkte aus frischen Beeren oder die Beeren selbst hervorragend bei Immunschwäche und Vitaminmangel einsetzbar. Der Gehalt an Vitamin B12 macht die Heilpflanze zudem auch für Menschen, die komplett auf tierische Produkte verzichten, interessant.

In der Heilkunde werden aber nicht nur die frischen Beeren, sondern auch die Öle geschätzt. Sie können aus den Samen oder dem Fruchtfleisch gewonnen werden und kommen sowohl in der Pharmazie wie auch in der Kosmetikindustrie zum Einsatz. Das fette Öl hilft bei der Wundheilung und bei Strahlenschäden.

Äußerliche Anwendung

Sanddornöl

In Osteuropa wird das fette Öl des Sanddorns seit Langem bei der Behandlung von Strahlenschäden durch Röntgenstrahlung oder bei Sonnenbrand eingesetzt. Das Öl hilft auch bei der Wundheilung und verschiedenen Hautkrankheiten.

Es heilt Verbrennungen sowie Geschwüre durch Wundliegen. Heute wird das Öl in vielen kosmetischen Produkten verwendet und hält so die Haut jung.

Innerliche Anwendung

Säfte und Marmeladen

Den Vitamin-C-Gehalt nutzt man am besten durch Frischsäfte und Marmeladen. So wirkt man Erkältungen vor und bekämpft Schwächeerscheinungen.

Um den gewünschten Effekt zu zeigen, sollten die Produkte aber auch einen hohen Anteil an Sanddorn enthalten.

Tee

Ein Tee aus den Sanddornbeeren ist ebenfalls möglich und sehr wohlschmeckend. Er wird vor allem in Indien als festlicher Genusstee geschätzt.

Bei folgenden Leiden hilft der Sanddorn

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
Vitamin-C-MangelHautprobleme
ErkältungenStrahlenschäden
Frühjahrsmüdigkeitleichte Verbrennungen
Appetitlosigkeit
Durchfall
Darmentzündung
Gicht
Müdigkeit
Schwäche des Immunsystems

Vorkommen und Sammelzeit des Sanddorns

Der Sanddorn stammt ursprünglich aus Nepal, hat sich aber über den gesamten eurasischen Kontinent verbreitet. Heute wird er auch vielerorts als Nutzpflanze oder in der Landschaftspflege eingesetzt.

Der genügsame Strauch wächst auf echten Extremstandorten und kann auch auf Dünen wachsen. Er liebt kalkhaltige Sand- und Kiesböden sowie sonnige Lage und kommt im Flachland und in Höhenlagen von bis zu 1.800 Meter in den Alpen vor.

Dabei besiedelt die Heilpflanze gern lichte Kiefernwälder, trockene Flussauen und Schotterfluren sowie felsige Hänge, kiesige Ufer, festgelegte Dünen und Straßenböschungen.

Sammelzeit

Die Beeren des Sanddorns können von August bis Dezember geerntet werden.

Allerdings ist die Ernte aufgrund der großen Dornen eine mühsame Angelegenheit. Daher sind auch Sanddornprodukte nicht ganz billig.

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