Sauerampfer

Auf vielen Wiesen und Weiden findet man den Sauerampfer mit seinen säuerlich schmeckenden Blättern. Für den Geschmack ist die Oxalsäure verantwortlich.

Junge Blätter werden gern wie Spinat als Gemüse oder in Salaten genutzt. Sie besitzen aber auch heilsame Kräfte und vor allem viel Vitamin C.

Allerdings sollte man wegen des Oxalsäuregehaltes nur sparsamen Gebrauch von der ungekochten Heilpflanze machen.

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Die wichtigsten Fakten über den Sauerampfer

Schon im Namen trägt die Gemüse- und Heilpflanze den ihr eigenen sauren Geschmack. Aufgrund der heilsamen Kräfte und des hohen Vitamin-C-Gehaltes wurde die Pflanze schon im Altertum und bei Seefahrern geschätzt und auch heute ist sie wichtiger Bestandteil einiger traditioneller Gerichte.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist der Wiesen-Sauerampfer unter dem Namen Rumex acetosa bekannt.

Volkstümliche Namen

Der Wiesen-Sauerampfer wird oft auch als Großer Sauerampfer oder nur als Sauerampfer bezeichnet. Im Volksmund ist er teilweise regional begrenzt ebenfalls unter folgenden Namen bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Wiesen-Sauerampfer ist eine Pflanzenart aus der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und gehört zur Gattung der Ampfer (Rumex).

Heilwirkung des Sauerampfers

Die gesunde Nutz- und Heilpflanze wirkt:

Inhaltsstoffe

Die Blätter des Sauerampfers enthalten:

Sauerampfer enthält größere Mengen an Eisen. Allerdings hemmt die ebenfalls in der Heilpflanze enthaltene Oxalsäure die Eisenaufnahme.

Anwendung des Sauerampfers

Die Ägypter, Griechen und Römer schätzten die Heilpflanze schon im Altertum und glichen mit ihrer Hilfe ein Übermaß an fetten Speisen bei den Festmahlen aus. Im Mittelalter schrieb man ihr eine fiebersenkende Wirkung zu und von Seefahrern wurde sie aufgrund des hohen Vitamin-C-Gehaltes als Mittel gegen Skorbut genutzt.

Der säuerliche Geschmack der Sauerampferblätter geht auf den hohen Gehalt an Oxalsäuresalz zurück. Dieser Stoff ist nicht ganz unbedenklich und kann - wenn er in größeren Mengen gegessen wird - zu schweren Durchfällen und sogar zu Nieren- und Blasensteinen führen.

Abgebrühte oder gekochte Sauerampferblätter verlieren einen großen Teil der Oxalsäure und können daher unbedenklich in Suppen genossen werden. Die heißen oder eisgekühlten Suppen sind in vielen Ländern beliebt.

Als Hausmittel hilft der Sauerampfer gegen Hautleiden und Vitamin-C-Mangel sowie bei der Verdauungsförderung und als Blutreinigungsmittel bei Frühjahrskuren.

  • Bei Erkrankungen wie Arthritis, Gicht und Rheuma sollte auf Sauerampfer verzichtet werden. Insbesondere Personen mit Nierenerkrankungen sollten die Pflanze meiden. Zudem sollten stets nur die jungen Blätter verwendet werden, da die beschädigten, älteren Blätter besonders unbekömmlich sind.

Äußerliche Anwendung

Bienen- und Wespenstiche

Bei Wespen- oder Bienenstichen hilft ein Umschlag mit den zerstoßenen, frischen Sauerampferblättern.

Innerliche Anwendung

Tee

Zur Bekämpfung von Akne trinkt man täglich morgens und abends eine Tasse Sauerampfertee aus 25 g Blättern oder 50 g Wurzeln, die mit einem Liter siedendem Wasser aufgegossen werden. Nach zehn Minuten filtert man den Tee.

Eine Abkochung mit Sauerampferwurzeln hilft auch, das Hautbild und die Gesichtsfarbe zu verbessern. Dazu macht man eine dreiwöchige Kur mit drei Tassen täglich. Der Tee eignet sich zudem für eine dreiwöchige Frühjahrskur, bei der man den Körper und das Blut reinigen möchte.

Verstopfung

Menschen mit häufigen Verstopfungen können ihren Speiseplan mit Sauerampfer als Gemüse ergänzen. Besonders beliebt ist die Pflanze in heißen oder kalten Suppen, aber auch roh in Salaten, Omeletts, Saucen und anderen Gerichten, in denen der Sauerampfer wie Spinat zubereitet wird. Auf allzu große Mengen sollte man aber wegen der Oxalsäure verzichten.

Bei folgenden Leiden hilft der Sauerampfer

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
Verdauungs- und MagenbeschwerdenBienenstiche und Wespenstiche
Leberschwäche
Verstopfung
Durchfall
Skorbut
Würmer
Blutarmut
Akne und Hautprobleme
Frauenbeschwerden

Vorkommen und Sammelzeit des Sauerampfers

Der Sauerampfer gedeiht auf nährstoff- und stickstoffreichen sowie lehmigen Böden prächtig und kann in der Landwirtschaft schnell zur Plage werden, da er mit seinen langen Wurzeln nur schwer zu bekämpfen ist.

Die Samen breiten sich auch über die Gülledüngung aus. Heute wird die Heilpflanze zudem in Gärten angebaut und im Frühjahr oder Herbst ausgesät.

Sammelzeit

Die jungen, zarten Blätter können ab April geerntet werden. Ältere Blätter mit rotbraunen Flecken sollte man aufgrund des höheren Oxalgehaltes nicht sammeln. Auch Pflanzen von überdüngten Wiesen und Weiden sollte man meiden.

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