Heilpflanze Schachtelhalm

Der Schachtelhalm sieht nicht nur interessant aus - er ist auch eine vielseitige Heilpflanze. Dies verdankt er vor allem seinem hohen Kieselsäure-Gehalt.

Als Heilpflanze werden sowohl die Triebe als auch die Wurzelknollen des Schachtelhalms genutzt.

Schon in der Antike gab es ihn. Damals war die Heilpflanze noch so groß wie ein Baum und es gab ganze Schachtelhalmwälder, wogegen sie heute nur noch 30 bis 50 cm hoch wird.

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Wissenschaftlicher Name

Der Schachtelhalm ist botanisch als Equisetum arvense bekannt.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund ist die Pflanze auch unter folgenden Namen bekannt:

Gattung/Pflanzenfamilie

Der Schachtelhalm stammt aus der Familie der Tracheophyta, welches die Gefäßpflanzen bezeichnet.

Der Schachtelhalm und seine Heilwirkung

Die Heilpflanze wirkt:

Es sind bisher keine Nebenwirkungen gefunden worden, die auf den Schachtelhalm zurückzuführen sind.

Inhaltsstoffe

Folgende Wirkstoffe sind im Schachtelhalm enthalten:

  • Silikate
  • Aluminium- und Kaliumchlorid
  • Kämpferol- und Quercetinglykoside
  • 3-Methoxypyridin
  • Spuren von Palustrin und Nebenalkaloiden
  • Equisetonin

Anwendung des Schachtelhalmes

Äußerliche Anwendung

Der Schachtelhalm kann äußerlich als Voll- oder Teilbad, ebenso als Wundauflage oder Wickel verwendet werden. Dazu kocht man je nach Bedarf die entsprechende Menge Tee und verdünnt diese mit Wasser. Um die wirksamen Kieselsäuren zu lösen, muss der Tee aber mindestens 20 Minuten ziehen.

Bei Ekzemen und Geschwüren kann man jedoch auch Wickel benutzen. Dazu taucht man saubere Tücher in den Tee und legt sie anschließend auf die betroffenen Stellen.

Es gibt die Heilpflanze auch in Cremes, welche gegen trockene Haut, aber auch bei kaputten Nägeln hilft.

Innerliche Anwendung

Bei der innerlichen Anwendung ist als erstes der Tee zu nennen. Er sollte immer 20 Minuten ziehen, um die Kieselsäuren vollständig herauslösen zu können. Man kann jedoch auch frischen Presssaft verwenden, dieser wirkt blutstillend. Hierfür einfach ein Tuch darin tränken und auf die Wunde legen.

Der Schachtelhalm wird in Japan sogar als Gemüse angebaut; auch bei uns kann man die Heilpflanze durchaus zum Kochen verwenden. Hierbei kann man sowohl die grünen Triebe, als auch die Sporentriebe und die Wurzelknollen verwenden. Die grünen Sommertriebe und die Sporentriebe kann man als Salat oder Beilagengemüse verwenden, die Wurzelknollen sind sehr sättigend und können zu nahezu allen Gerichten serviert werden.

  • Den Schachtelhalm bitte NICHT verwenden, wenn man unter Wassereinlagerungen im Gewebe leidet, da die harntreibende Wirkung in diesem Fall schädlich wäre!

Die Heilpflanze Schachtelhalm hilft bei folgenden Leiden:

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
BlasenschwächeEkzeme
NierenschwächeÖdeme
DurchblutungsstörungenHautentzündungen
BlutungenWassersucht
FrostbeulenWunden allgemein (wirkt blutstillend)
KrampfadernAfterjucken
rheumatische Beschwerden
leichte Menstruationsbeschwerden

Vorkommen

Oft findet man den Schachtelhalm auf Äckern, vor allem auf solchen, die lehmig und feucht sind. Auch an Wiesenrändern, in Gräben und an Böschungen kann man die Heilpflanze entdecken. Grade auf feuchten Stellen kann man ihn allerdings leicht mit dem giftigen Sumpfschachtelhalm verwechseln. Hier ist also Vorsicht geboten!

Der Schachtelhalm ist auf der ganzen Nordhalbkugel heimisch. Sowohl in arktischen als auch in submediterranen Zonen kommt die Heilpflanze häufig vor. Er wächst also unter fast jeder Klimabedingung und ist eine sehr robuste Heilpflanze.

Sammelzeit

Die Sammelzeit des Schachtelhalmes ist von Mai bis August.  Der weiß-braune Trieb, der im Frühjahr erscheint und in erster Linie der Fortpflanzung und Verbreitung der Pflanze dient, wird nur als Gemüse, nicht jedoch als Heilpflanze verwendet.

Die als Gemüse verwendbaren Wurzelknollen werden vorwiegend im Herbst geerntet.

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