schwarze Senfsaat

Den Schwarzen Senf findet man häufig in Form von Senfpflastern, aber auch im scharfen Senf ist er vorhanden.

Die weitverbreitete Pflanze wird auch gern als Zwischenkultur angebaut und ist eine wichtige Heilpflanze für vielerlei Beschwerden.

Innerlich regt er die Verdauung und den Appetit an, während er äußerlich in Form von Pflastern oder Bädern die Durchblutung fördert und so gegen Gelenkentzündungen und andere chronische Probleme hilft.

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Die wichtigsten Fakten über den Schwarzen Senf

Es gibt zwei verschiedene Arten von Senf: den Schwarzen und den Weißen Senf. Der Schwarze Senf stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, während der Weiße Senf hier in Mitteleuropa heimisch ist.

Als Heilmittel wird der Schwarze Senf häufiger verwendet als der Weiße Senf, dafür ist er aber seltener als Bestandteil von Tafelsenf.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist der Schwarze Senf unter dem Namen Brassica nigra bekannt.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund ist die Würz- und Heilpflanze auch unter folgenden Namen bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Schwarze Senf gehört innerhalb der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) zum Tribus Brassiceae sowie zur Gattung der Kohle (Brassica).

Heilwirkung des Schwarzen Senfs

Der Schwarze Senf schmeckt sehr scharf und wird daher häufiger als Heilpflanze und weniger als Tafelsenf verwendet. Als Heilpflanze wird er äußerlich, aber vor allem innerlich bei Verdauungsschwäche sowie Rheuma verwendet und wirkt:

Inhaltsstoffe

Die Samen der Pflanze enthalten folgende Inhaltsstoffe:

Der etwa einprozentige Gehalt an Sinigrin schützt die Pflanze vor Fressfeinden, indem es in Verbindung mit Glukose das zu Tränen reizende, stechend riechende und extrem scharf schmeckende Allylisothiocyanat bildet.

Anwendung des Schwarzen Senfs

Äußerliche Anwendung

Senfpflaster

Senfpflaster sind eine bekannte Form den Senf äußerlich anzuwenden und es gibt sie in unterschiedlichen Formen. Zu Hause kann man selbst einen Senfbreiumschlag oder eine mildere Senfkompresse bereiten, während man in der Apotheke fertiges Senfpapier bekommt.

Bei der erstgenannten Form wird ein Brei aus Senfmehl sowie warmem Wasser bereitet und als Umschlag aufgelegt. So bekommt man ein besonders intensives Senfpflaster. Etwas milder wirkt die Senfkompresse, bei der ein Tuch in einen Senftee getaucht und dann aufgelegt wird. Die käuflichen Senfpflaster sind meist ebenfalls schwächer als der Breiumschlag.

Alle drei Arten werden aufgrund ihrer hautreizenden und durchblutungsfördernden Eigenschaften genutzt. Die Durchblutung erreicht dabei nicht nur die Haut, sondern auch das darunterliegende Gewebe und kann somit chronische Entzündungsprozesse in Gelenken sowie inneren Organen positiv beeinflussen.

Durch die Erwärmung werden traditionell gerne Gelenkentzündungen, Nervenentzündungen, innerere Entzündungen, Krämpfe und Koliken sowie Kopfschmerzen behandelt. Allerdings benötigen nicht alle Arten von Gelenkentzündungen Wärme, sondern eher Kühlung.

Daher probiert man am besten aus, ob Wärme der Entzündung gut tut, bevor man ein Senfpflaster anwendet.

  • Empfindliche Hautpartien im Gesicht oder an den Brüsten sollten nicht mit einem Senfpflaster behandelt werden, da es so zu Reizungen kommen kann.
Fußbad

Ein Senffußbad hilft gegen kalte Füße sowie Blutandrang im Kopf. Dazu nimmt man etwa 100 Gramm Senfmehl und rührt es ins warme Wasser ein. Nun taucht man die Füße circa 10 bis 20 Minuten ins Bad, bis sie anfangen zu brennen.

Danach bleibt man noch etwa eine Minute im Wasser, bevor man die Füße herausnimmt und die Senfreste mit warmem Wasser abspült.

Vollbad

Mit Senf kann man aber auch ein belebendes Vollbad machen und so den gesamten Stoffwechsel anregen. Allerdings ist ein Senfvollbad nur zu empfehlen, wenn man eine kräftige Konstitution besitzt und schon Senf-Teilbäder gemacht hat.

Für das Vollbad benötigt man 250 Gramm Senfmehl und geht wie beim Fußbad beschrieben vor. Auch hier bleibt man noch etwa eine Minute im Bad, sobald das Brennen angefangen hat und duscht danach die Senfreste ab.

Innerliche Anwendung

In der Küche

Innerlich werden Senfkörner vor allem in der Küche verwendet. Im cremigen Senf sind sie besonders scharf und regen die Verdauung sowie den Appetit an. Sie helfen aber auch gegen Blähungen und Verstopfung sowie bei verstopften Atemwegen und Nebenhöhlenentzündungen. Sehr gesund und schmackhaft sind auch die Keimlinge, die man einfach und schnell ziehen kann.

Bei folgenden Leiden hilft der Schwarze Senf

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
AppetitlosigkeitGelenkentzündungen
BlähungenNervenentzündungen
VerstopfungInnere Entzündungen
AtemwegsproblemeKrämpfe und Koliken
NebenhöhlenentzündungenKopfschmerzen

Vorkommen und Sammelzeit des Schwarzen Senfs

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Schwarzen Senfs umfasst das östliche Mittelmeergebiet, aber bereits durch die Römer wurde die Pflanze nach Mitteleuropa gebracht und dort kultiviert.

Heute kommt er in vielen Gebiete Europas vor und wächst in Mitteleuropa vor allem als Stromtalpflanze, er liebt also die feuchten Standorte entlang von Flüssen.

Sammelzeit

Die Samen der Heilpflanze werden im Spätsommer gesammelt. Aus ihnen kann man das ganze Jahr hindurch Keimlinge ziehen.

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