Soja

Soja ist aus der asiatischen Küche kaum wegzudenken und wurde bereits vor über 9.000 Jahren in Nordchina angebaut.

Und auch heute werden noch zahlreiche Produkte aus der Hülsenfrucht hergestellt. Diese sind heute nicht nur in Asien, sondern weltweit beliebt und werden gern bei der vegetarischen bzw. veganen Ernährung eingesetzt.

Die Sojabohne ist aber auch eine Heilpflanze und enthält östrogenähnliche Stoffe und hilft damit bei Beschwerden während der Wechseljahre.

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Die wichtigsten Fakten über Soja

Die Sojabohne, oft auch nur als Soja bezeichnet, leitet ihren Namen von dem japanischen Wort für Sojasauce 'shōyu' ab.

Dies verweist schon auf eine der häufigsten Nutzungen der proteinreichen Hülsenfrucht. Neben Sojasauce sind vor allem Tofu und Sojamilch beliebte Nahrungsmittel aus der Nutz- und Heilpflanze.

Wissenschaftlicher Name

Soja ist in der Wissenschaft unter dem Namen Glycine max (L.) Merr. bekannt.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund ist Soja auch unter folgenden Namen bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Soja gehört innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) und zur Gattung der Glycine.

Heilwirkung des Echten Soja

Die Heilpflanze wirkt vor allem:

Inhaltsstoffe

Abhängig von der Sorte und den jeweiligen Anbaubedingungen sind im Soja unterschiedliche Mengen an Inhaltsstoffen enthalten. Durchschnittlich findet man pro 100 g folgende Wirkstoffe in der Heilpflanze:

Zudem findet man in der Sojabohne essentielle und semi-essentielle Aminsoäuren wie:

Anwendung des Sojas

Innerliche Anwendung

Soja wird vor allem als Lebensmittel genutzt. Dabei werden aus der Bohne die verschiedensten Produkte wie der Fleischersatz Tofu, Sojamilch, Öl, Mehl und Sojasauce hergestellt.

Die Sojabohne wird vor allem im asiatischen Raum auch gern fermentiert und dann entstehen Produkte wie Miso, Tempeh, Natto oder Yuba. Dadurch wird die durch den hohen Gehalt an Stachyose und Raffinose erschwerte Verdauung von Soja in der Regel verbessert.

Die frischen, grünen Schoten der Sojabohne können ebenfalls gegessen werden. Gleiches gilt für die Sprossen. Dabei sollte man allerdings bedenken, dass die in Deutschland verkauften 'Sojasprossen' oftmals Keime der Mungbohne sind. In China und Korea werden aber auch echte Sojasprossen verwendet.

Vegetarische und vegane Ernährung

Aufgrund des hohen Gehaltes an für die menschliche Ernährung wichtigen Proteinen wird Soja gern in der vegetarischen und veganen Ernährung verwendet.

Sojamilch und -joghurt finden so genauso Einsatz wie der Fleischersatz Tofu, der ähnlich wie Käse aus dem Quark der Sojamilch hergestellt wird. Tofu kann auf verschiedene Weise hergestellt und anschließend weiterverarbeitet (zum Beispiel geräuchert) werden.

Wechseljahrsbeschwerden

Da Soja wie einige andere Hülsenfrüchte östrogenähnliche Isoflavone enthält, wird die Heilpflanze in der Naturheilkunde vor allem gegen Wechseljahrsbeschwerden eingesetzt.

Die Isoflavone funktionieren als Hormonersatz und können so Beschwerden der Wechseljahre mildern. Um diese Vorteile zu nutzen, können Sojaprodukte ganz einfach in den Speiseplan integriert werden. So kann man zum Beispiel ein bis zwei Gläser Sojamilch pro Tag trinken.

Bei folgenden Leiden hilft Soja

Innerliche Anwendungen
Eiweißmangel
Kuhmilchallergie
Wechseljahrsbeschwerden
Hitzewallungen

Vorkommen und Sammelzeit des Sojas

Die Wildform der Nutz- und Heilpflanze heißt Glycine soja und stammt aus dem östlichen Asien. In Nordchina und Japan wurde die Soja-Pflanze bereits 7000 bzw. 5000 v. Chr. angebaut und ab 3000 v. Chr. gezielt gezüchtet.

Während sie in Asien noch heute eine wichtige Rolle als Nahrungspflanze spielt, wird Soja inzwischen auch weltweit angebaut und als Nahrungs- und Ölpflanze geschätzt.

Große Anbaugebiete gibt es heute in Nord- und Südamerika, aber auch in Deutschland wird die anspruchslose Bohne mittlerweile angebaut, um biologische, regionale und genfreie Produkte anbieten zu können.

Sammelzeit

Die Ernte der reifen Sojabohnen erfolgt im Herbst.

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