Spirulina

Die blaugrüne Mikroalge Spirulina ist keine Pflanze, wird aber wie eine Heilpflanze genutzt. Sie wächst in tropischen Gebieten in alkalischen Salzseen und wird von den dort heimischen Völkern seit langer Zeit gegessen.

Wegen ihrer zahlreichen Inhaltsstoffe wird sie seit den 1960er Jahren auch in westlichen Ländern als Heilpflanze und Nahrungsergänzungsmittel angeboten.

Da sie nicht besonders gut schmeckt, geschieht dies vorwiegend in Form von Tabletten, Kapseln oder Pulver.

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Die wichtigsten Fakten über die Spirulina

Die Spirulina ist eine kleine Alge, die vermutlich schon zu Urzeiten die Erde mit Sauerstoff versorgte und den CO2-Gehalt der Atmosphäre absenkte. Die Alge gehört zu den Cyanobakterien bzw. Blaualgen und wird schon seit langer Zeit von Urvölkern als Nahrungsmittel genutzt.

Seit den 1960er Jahren wird sie auch in den westlichen Industrienationen als Nahrungsergänzungsmittel und Heilpflanze eingesetzt. Während einige Heilwirkungen durch medizinische Studien bestätigt wurden, sind andere umstritten oder unzureichend erforscht.

Wissenschaftlicher Name

Die als Nahrungsergänzungs- und Heilmittel angebotene Spirulinaart ist in der Wissenschaft unter dem Namen Spirulina platensis bekannt.

Volkstümliche Namen

Wegen ihrer blaugrünen Farbe werden Cyanobakterien auch Blaualgen genannt. Im Handel werden sie auch unter dem Namen Mikroalgen angeboten.

Gattung / Pflanzenfamilie

Zur Gattung der Spirulina gehören etwa 35 Arten, wobei unklar ist, ob sie nicht der gleichen Art angehören und sich nicht nur - in Abhängigkeit vom Nährstoffgehalt sowie pH-Wert des Wassers - in ihrer Gestalt ändern.

Innerhalb der Klasse der Cyanobakterien besitzen die Spirulinaarten eine unklare Zuordnung zu einer Familie (incertae sedis).

Heilwirkung der Spirulina

Die Heilwirkung von Spirulina ist teilweise umstritten bzw. unzureichend belegt. Einige Studien legen aber positive Effekte bei allergischem Schnupfen und anderen Krankheiten nahe. Die Mikroalgen sollen der Alternativmedizin gemäß:

Inhaltsstoffe

Spirulina werden getrocknet und als Pulver oder Tabletten verkauft. Diese Trockenpräparate enthalten dem Institut für Ernährungsinformation zufolge durchschnittlich:

Anwendung der Spirulina

Spirulina ist reich an Protein und Vitamin B12 und wird daher als Nahrungsergänzungsmittel für Veganer empfohlen. Die Mengen an Proteinen sind allerdings durch die geringen Mengen, die man zu sich nehmen sollte, recht gering.

Früher wurde Spirulina für Diabetiker empfohlen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit konnte nach der Auswertung von Studien keine Auswirkung auf die Glucose-Konzentration im Blut feststellen und verbot daher die diesbezügliche Werbung.

Innerliche Anwendung

Vitamin B12

Dieses Vitamin kommt vorwiegend in tierischen Produkten vor und ist daher für Vegetarier und Veganer zu empfehlen.

Cholesterin

Es ist umstritten, ob Spirulinaprodukte den Cholesterinspiegel senken können. In Studien zeigten sich nur geringe Effekte.

Allergischer Schnupfen

Bei allergischem Schnupfen konnte eine positive Wirkung der Spirulina nachgewiesen werden.

Symptome wie Niesen, geschwollenen Schleimhäuten, Juckreiz und die Sekretmenge wurden deutlich gebessert.

Epstein-Barr-Virus

Eine andere Studie aus dem Jahre 2011 zeigte eine antivirale Wirkung gegen das Epstein-Barr-Virus.

Bei folgenden Leiden hilft die Spirulina

Innerliche Anwendungen
Ausleitung von Schwermetallen
Schadstoffbelastung
Immunschwäche
hoher Cholesterinspiegel
allergischer Schnupfen
Epstein-Barr-Virus

Vorkommen und Sammelzeit der Spirulina

Die winzige Alge Spirulina besiedelt stark alkalische Salzseen mit einem pH-Wert zwischen 9 und 11. Vor allem in Mittelamerika, Südostasien, Afrika und Australien gedeiht sie in flachen, subtropischen bis tropischen Gewässern mit einem hohen Salzgehalt.

Die Alge wurde schon zu Urzeiten von den an entsprechenden Gewässern wohnenden Menschen als Nahrung und Heilpflanze genutzt. So kommt zum Beispiel am afrikanischen Tschadsee und am mexikanischen Texcoco-See vor.

Bei einer Wassertemperatur von bis zu 35° Celsius wird sie heute in Aquakulturen produziert. Dabei wächst sie bei höheren Kohlenstoffdioxidmengen deutlich besser und produziert so auch mehr Sauerstoff.

Sammelzeit

Die Alge wird in warmen Ländern industriell gezüchtet und nach der Ernte getrocknet. Die Ernte aus dem offenen Meer bzw. aus Seen ist problematisch, da die Alge mit anderen giftigen Algen vermischt sein kann. Oft wird Spirulina daher in abgeschlossenen Becken gezüchtet.

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