Die Stechpalme wird gerne zur Weihnachtszeit als Dekoration in Gestecken und Kränzen genutzt.

Denn nicht nur die stacheligen Blätter sehen ungemein interessant aus, auch die roten Beeren sorgen mit ihrer leuchtenden Farbe für Abwechslung.

Als Heilmittel ist die Stechpalme nicht unumstritten, da ihre Beeren und auch die Blätter, wenn auch weniger ausgeprägt, giftige Stoffe enthalten.

Dennoch findet das Stechpalmengewächs homöopathische Verwendung und wird in der Volksheilkunde als Abkochung gegen fieberhafte Erkältungen und Grippe eingesetzt.

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Die Frucht der Stechpalme
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Gelbliche Frucht der Stechpalme

Vitaminbedarf ermitteln

pfeil
herz

Die wichtigsten Fakten über die Stechpalme

Die Stechpalme ist eine immergrüne Pflanze aus der Familie der Stechpalmengewächse. Sie wächst zum einen als aufrechter, ein- oder mehrstämmiger Strauch und zum anderen als dicht verzweigter Baum, der bis zu 10 Meter hoch werden kann.

Die Größe kann allerdings je nach Spezies variieren. Die stacheligen Blätter und die roten Beeren zeichnen die Stechpalme aus und sind für viele ein Symbol für Weihnachten geworden. Sie sehen zwar schön aus, sind aber sehr giftig. Lediglich die weiblichen Pflanzen tragen Früchte.

Die über das gesamte Jahr grün schimmernden Blätter fühlen sich leicht ledrig an und haben dornige Zacken an den Rändern. Die Blüten sind eher klein und unscheinbar. Einige Arten der Stechpalme werden als Zierpflanze in Gärten und Parks angebaut. Wild wachsend findet man die Pflanze in Mitteleuropa nur selten.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft sind Stechpalmen unter dem Namen Ilex bekannt. Die europäische Stechpalme wird als Ilex aquifolium bezeichnet.

Volkstümliche Namen

Die stachelige Pflanze mit den giftigen roten Beeren wird in Österreich auch Schradler genannt. Bekannte Namen aus dem Volksmund sind:

Gattung/Pflanzenfamilie

Die Stechpalmen gehören zur Familie der Stechpalmengewächse (Aquifoliaceae). In Mitteleuropa ist die Pflanze die einzige heimische Vertreterin aus dieser Familie.

Heilwirkung der Stechpalme

Aufgrund ihrer giftigen Inhaltsstoffe ist die Stechpalme und ihre Heilwirkung umstritten. Nachgesagt werden ihr trotz allem mehrere unterschiedliche Heilwirkungen. So soll sie beispielsweise fiebersenkend und krampflösend wirken.

In der Vergangenheit wurden die strauchartigen Bäume außerdem gegen Gicht, Rheuma und Magen-Darm.Probleme eingesetzt. Und auch heute werden Stechpalmen noch angewendet, allerdings vorwiegend in der Homöopathie.

Man sollte allerdings nie selbst mit der Pflanze experimentieren, denn die Einnahme kann zu Erbrechen, Durchfall, Magen- und Darmbeschwerden und Diarrhoe führen. Besonders gefählich sind die Beeren für kleine Kinder. Erste Symptome können schon beim Verzehr von wenigen Beeren auftreten.

Die Stechpalme besitzt als Heilpflanze außerdem folgende Heilwirkungen:

Stechpalme

Anwendung der Stechpalme

Die Stechpalme wird nur bedingt als Heilpflanze angewandt, da ihre Beeren giftig sind. Auch die Blätter enthalten giftige Stoffe, jedoch in geringerem Maße als die Beeren.

In Folge dessen werden nur die Blätter verwendet. Als Abkochung werden diese in der Volksheilkunde gegen fieberhafte Erkältungen und Grippe eingesetzt.

Den abgekochten Blättern wird außerdem eine harntreibende Wirkung nachgesagt, so dass die Heilpflanze Stechpalme eine Wirkung bei Rheuma und Gicht hat.

Verwendbare Pflanzenteile

  • Die Beeren der Stechpalme sind giftig und können nicht zu Heilzwecken verwendet werden! Die Blätter der Stechpalme  können hingegen als Abkochung angewandt werden.

Vorkommen und Sammelzeit

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Stechpalmen ist vor allem in Süd- und Westeuropa.

Die weißen oder rosafarbenen Blüten blühen von Mai bis Juni. Die Beeren entwickeln sich im Herbst.

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