Heilpflanze Storchenschnabel

Den Storchenschnabel kann man in heimischen Gärten finden, wo er als Verwandter der Geranie hübsche Blüten aufweist und oft als Bodendecker angepflanzt wird. Weil beim Zerreiben der Blätter ein unangenehmer Geruch entsteht, wird er auch als 'stinkender Storchenschnabel' bezeichnet.

Als Heilpflanze hilft der Storchenschnabel bei Problemen mit der Haut sowie bei Schwierigkeiten mit dem Verdauungssystem. Zudem hilft die Pflanze als Tee bei Magengeschwüren, Durchfall und Hautleiden.

Aber auch äußerlich angewendet wirkt die Pflanze gegen Ekzeme und bei eitrigen Wunden. Auch wird ihr eine blutstillende Wirkung nachgesagt, wenn sich Wunden nicht verschließen wollen. Ein frisches Blatt der Heilpflanze im Ohr hilft gegen stechende Ohrenschmerzen. Dafür muss das Blatt so lange im Ohr verbleiben, bis der Schmerz aufhört.

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Heilwirkung vom Storchenschnabel

Die Heilpflanze Storchenschnabel hat folgende Wirkungen:

Anwendung vom Storchenschnabel

Storchenschnabel

Der Storchenschnabel lässt sich als Tee verwenden, dazu wird das Storchenschnabelkraut benutzt. Der Tee hat vor allem positive Auswirkungen auf das Verdauungssystem.

Als Umschlag wird der Absud des Storchenschnabels verwendet. Dieser ist bei entzündeten Brustwarzen während der Stillzeit eine beliebte Anwendung. Bei Hautproblemen kann ein Aufguss der Heilpflanze Storchenschnabel als Badezusatz ins Wasser gegeben werden. Auch als Wein kann der Storchenschnabel genossen werden.

Dazu werden die Blüten in Weißwein eingelegt und nach einigen Wochen abgeseiht. Diesem Wein wird eine fruchtbarkeitssteigernde Wirkung nachgesagt. Hildegard von Bingen schreibt der Teemischung mit der Heilpflanze Storchenschnabel eine Heilwirkung gegen Melancholie und Traurigkeit zu.

Frauen sollen sich bei unerfülltem Kinderwunsch einen solchen Tee machen.

Kinderwunschrezept: Ein paar Hände voll frischem Storchenschnabel in einen Liter Wein geben, einige Minuten aufkochen lassen und anschließend in eine verschraubbare Flasche geben. Jeden Abend ein kleines Glas davon trinken.

Die Heilpflanze ist weltweit beheimatet, sogar in der Arktis ist sie zu finden. Ihre Heilwirkung hat schon Paracelsus in seinen Schriften erwähnt.

Verwendbare Pflanzenteile

Folgende Pflanzenteile des Storchenschnabel lassen sich zu Heilzwecken verwenden:

Wie wird die Heilpflanze angeboten?

Angeboten wird die Pflanze als:

Anbau im Garten

Der Storchenschnabel wird seit dem 16. Jahrhundert als Zierpflanze kultiviert. Seither haben sich die einzelnen Sorten sehr stark verändert, so dass kaum mehr die Urpflanzen Verwendung finden, sondern vielmehr ihre veredelten Geschwister in die häuslichen Pflanzkisten und Beete kommen.

Die Heilpflanze ist sehr robust, manche Sorten vertragen auch die pralle Sonne, andere wünschen sich ein wenig Schatten. Auch beim Boden ist die Pflanze eher anspruchslos, solange sie regelmäßig gegossen wird. Verträglich ist der Storchenschnabel besonders mit:

Sorten gibt es etwa 400 verschiedene, von hängend oder stehend bis hin zu gefüllten Blüten oder einfachen.

Aussaat und Vermehrung

Wenig veredelte Storchenschnabel-Sorten lassen sich ab März aus Samen ziehen, diese sollten in einzelnen Töpfen kultiviert und erst nach dem letzten Frost ins Freie gesetzt werden. Veredelte Sorten können durch Teilung des Wurzelstockes vermehrt werden, hierfür wird die Pflanze geteilt und sofort in Erde eingesetzt.

Wichtig ist, dass die Heilpflanze regelmäßig gegossen wird. Blütezeit ist von Mai bis in den späten Herbst. Verblühte Rispen sollten sofort entfernt werden, damit der Storchenschnabel bis in den Herbst hinein blüht. Durch einen regelmäßigen Rückschnitt wird ein Mehltaubefall verhindert.

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