Teufelskralle

Die Wurzeln der Afrikanischen Teufelskralle sind ein beliebtes und auch von der Schulmedizin geschätztes Mittel gegen Gelenkbeschwerden und Hexenschuss.

Die Heilpflanze mit den charakteristischen Früchten wirkt aber auch appetitanregend und verdauungsfördernd und wird wegen ihres bitteren Geschmacks gern in Form von Kapseln eingenommen.

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Die wichtigsten Fakten über die Afrikanische Teufelskralle

Die krallenförmigen Früchte der Afrikanischen Teufelskralle haben ihr den Namen beschert. Die kleinen Haken setzen sich im Tierfell fest und sichern so die Verbreitung der geschätzten Heilpflanze.

Dennoch ist die Pflanze bedroht und es wird versucht sie zu kultivieren; ein Unterfangen, das außerhalb von Afrika schwierig ist. Man sollte die Heilpflanze übrigens nicht mit den in Europa heimischen Teufelskrallen verwechseln. Diese gehören einer anderen Pflanzenfamilie an.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft wird die Pflanze unter dem Namen Harpagophytum procumbens geführt.

Volkstümliche Namen

Die Afrikanische Teufelskralle ist aufgrund ihrer typischen Früchte und deren Verbreitungsstrategie auch unter dem Trivialnamen Trampelklette bekannt.

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Art gehört innerhalb der Familie der Sesamgewächse (Pedaliaceae) zur Gattung Harpagophytum.

Heilwirkung der Afrikanischen Teufelskralle

Die Afrikanische Teufelskralle wird gern bei der Behandlung von Arthrose und anderen Gelenkschmerzen eingesetzt. Die Wurzel wirkt:

Inhaltsstoffe

Bei der Verwendung der Afrikanischen Teufelskralle als Heilpflanze wird die Speicherwurzel genutzt. Sie enthält vor allem folgende Wirkstoffe:

Anwendung der Afrikanischen Teufelskralle

Die Afrikanische Teufelskralle wird gern in Form von Tees, Tinkturen und Fertigpräparaten wie Kapseln verwendet. Dabei schmeckt sie recht bitter und hilft bei vielen Beschwerden.

Medizinisch nachgewiesen ist die Wirksamkeit der Pflanze bei Arthrose und anderweitigen Mobilitätseinschränkungen. Dank ihrer Bitterstoffe wirkt sie zudem appetit- und verdauungsanregend. Bei Geschwüren im Magen-Darm-Trakt sollte man sie allerdings nicht einnehmen.

  • Schwangere sollten die Teufelskralle nur in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt anwenden. Bei längerer oder hoch dosierter Nutzung der Teufelskralle wird die Blutungsneigung gefördert.

Äußerliche Anwendung

Tinkturen oder Tees

Tinkturen und Tees mit der Afrikanischen Teufelskralle können in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen verwendet werden und helfen bei chronischen Hautkrankheiten.

Salben

Salben helfen ebenfalls bei chronischen Hautkrankheiten.

Innerliche Anwendung

Tee

Ein recht bitter schmeckender Tee stellt man aus ein bis zwei Teelöffeln Teufelskralle und einer Tasse kochendem Wasser her. Den Aufguss lässt man fünf Stunden lang ziehen. Ein bis drei Tassen werden täglich in kleinen Schlucken getrunken.

Nach sechs Wochen sollte man wie bei allen stark wirksamen Heilpflanzen eine Pause einlegen. Eine Teemischung kann den bitteren Geschmack überdecken und durch die geringere Dosierung Nebenwirkungen vermeiden.

Eine entkrampfende und entzündungshemmende Teemischung bei Hexenschuss kann man aus 20 Gramm Sternanisfrüchten, 20 Gramm Weidenrinde, 15 Gramm Teufelskrallenwurzeln, 15 Gramm Königskerzenblüten, 10 Gramm Lavendelblüten, 10 Gramm Gänsefingerkraut und 10 Gramm Efeublättern bereiten.

Tinktur

Für eine Tinktur übergießt man die getrockneten Wurzeln mit Doppelkorn oder Weingeist und lässt die Mischung verschlossen für zwei bis sechs Wochen ziehen. Die abgeseihte Tinktur wird in einer dunklen Flasche abgefüllt. 10 bis 50 Tropfen werden täglich ein- bis dreimal genommen.

Fertigpräparate

Bei Gelenkbeschwerden wird die Teufelskralle auch gern in Form von Kapseln gereicht. So wird ihr bitterer Geschmack nicht so deutlich.

Bei folgenden Leiden hilft die Teufelskralle

innerliche Anwendungäußerliche Anwendung
Arthrose, Rheuma und andere Gelenkbeschwerdenchronische Hautkrankheiten wie Ekzeme und Schuppenflechte
Verdauungsbeschwerdenschlecht heilende Wunden
Appetitlosigkeit
Geburtsschmerzen
Sehnenentzündung
Neuralgien
Hexenschuss

Vorkommen und Sammelzeit der Afrikanischen Teufelskralle

Die Heilpflanze kommt nur in den Steppen Namibias und Südafrikas vor und ist stark bedroht. Zum Erhalt des Bestandes wird bei der Ernte der wirksamen Pflanzenteile die Hauptwurzel in der Erde belassen und nur die weit verzweigten Nebenwurzeln entnommen. Zudem wird die Heilpflanze kultiviert, was außerhalb Afrikas aber sehr schwierig zu sein scheint.

Sammelzeit

Die Pflanze kann in Europa nicht gesammelt werden. Wildbestände in Afrika sind zu schonen. Bei der Ernte der Wurzel nutzt man die knolligen Sekundärwurzeln, die an den von der dicken Hauptwurzel gebildeten Wurzelausläufern wachsen. Sie enthalten besonders viele Wirkstoffe.

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