Tomate

Tomaten sind auch aus der deutschen Küche kaum wegzudenken. Frisch, gekocht oder getrocknet sind sie ein echter Genuss, der auch noch sehr gesund ist.

So enthalten sie nur wenig Kalorien, aber viele wichtige Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

Tomaten stärken das Immunsystem und eignen sich gut bei Gicht, Übersäuerung und anderen Beschwerden.

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Die wichtigsten Fakten über die Tomate

Die rote Frucht, die eigentlich eine Beere ist, wird wie ein Gemüse verwendet und in unzähligen Gerichten verwendet. Egal ob roh, gekocht, getrocknet, als Saft, Ketchup oder in anderer Form - die Tomate ist aus der heutigen Küche kaum wegzudenken.

Dabei wurde die in Mittel- und Südamerika heimische Nutz- und Heilpflanze erst um 1500 vermutlich von Kolumbus nach Europa gebracht. Als Nachtschattengewächs ist die Tomate eng mit anderen Nutzpflanzen wie der Kartoffel, der Paprika und der Aubergine, aber auch mit Giftpflanzen wie der Tollkirsche, der Engelstrompete, der Petunie sowie dem Tabak verwandt.

Ihren heutigen Namen erhielt die Tomate erst im 19. Jahrhundert. Während früher vor allem Liebes- oder Goldapfel üblich waren, leitet sich der heute übliche Name von 'xitomatl' ab. Dieses Wort stammt aus der Aztekensprache Nahuatl.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft wird die Tomate heute unter dem Namen Nepeta cataria geführt. Früher waren auch folgende Namen gebräuchlich: Lycopersicon esculentum, Solanum esculentum und Lycopersicon lycopersicum.

Volkstümliche Namen

Früher war die Tomate unter den Namen Liebesapfel oder Goldapfel bekannt. In einigen Regionen Österreichs und in Südtirol ist sie auch unter folgenden Namen bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Tomate gehört zur Gattung der Nachtschatten (Solanum) und zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).

Heilwirkung der Tomate

Die Tomate ist vorwiegend ein gesundes Gemüse, aber sie kann auch als Heilpflanze genutzt werden. Dann wirkt sie dank ihrer sekundären Pflanzenstoffe vor allem:

Insbesondere das Carotin Lykopin ist ein sehr kraftvoller Antioxidant und konnte laut Studien das Krebsrisiko von Prostatakreb deutlich senken.

Dies gilt aber auch für andere Krebsarten wie Dickdarm-, Lungen-, Brust- und Gebärmutterkrebs.

Inhaltsstoffe

Die roten Früchte der Tomate enthalten wenig Kalorien, aber viele Vitamine und Mineralstoffe. Je nach Sorte und Standort variieren die Inhaltsstoffe, aber im Durchschnitt enthalten 100 Gramm rohe, unverarbeitete Tomaten:

Anwendung der Tomate

Innerliche Anwendung

In der Küche

Tomaten bestehen zu 94 % aus Wasser und sind damit ein ideales Gemüse für eine leichte und gesunde Küche. Daneben enthalten sie aber auch viele für die Gesundheit hilfreiche Stoffe. Studien zeigten, dass zehn Tomatenportionen wöchentlich das Prostata-Krebsrisiko um 45 % senkten.

Der Antioxidant Lykopin wirkt aber auch bei anderen Krebsarten vorbeugend, während es zusammen mit anderen Carotinoiden, Vitaminen und Mineralstoffen das Immunsystem stärkt. Dank des hohen Gehalts an Kalium wird der Säuren-Basen-Haushalt reguliert und rohe Tomaten fördern die Blutreinigung.

Somit ist der regelmäßige Verzehr der Heilpflanze bei Gicht, Niereninsuffizienz sowie einer chronischen Übersäuerung hilfreich.

Bei folgenden Leiden hilft die Tomate

innerliche Anwendungen
Bauchspeicheldrüsenschwäche
Durchblutungsstörungen
Verdauungsschwäche
Verstopfung
Gicht
Rheuma
eitrige Wunden
hoher Blutdruck

Vorkommen und Sammelzeit der Tomate

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Tomate liegt in Mittel- und Südamerika. Wildformen der Nutz- und Heilpflanze sind von Nordchile bis Venezuela beheimatet. Hier ist auch die größte Vielfalt an in Kultur befindlichen Formen, da sie bereits von den Maya und anderen Völkern circa 200 v. Chr. bis 700 n. Chr. angebaut wurden.

In Europa wurde die Pflanze vermutlich um 1500 durch Kolumbus eingeführt und gehört damit zu den Neophyten. Da sie aber nur sehr selten wild vorkommt, ist sie eher ein temporärer Neophyt. Kultiviert wird sie dagegen überall. Oft kommen die sonnenliebenden Pflanzen aber aus Italien, Spanien oder den Niederlanden zu uns auf den Markt.

Sammelzeit

Die Tomaten können je nach Reifezeit und Sorte von Juli bis September geerntet werden. Bei 13 bis 18 °C sind sie bis zu 14 Tage haltbar und verlieren dabei kaum wichtige Inhaltsstoffe.

Im Kühlschrank aufbewahrt, verlieren sie jedoch deutlich an Geschmack und Haltbarkeit. Zudem sollte sie getrennt von anderem Obst und Gemüse gelagert werden, da sie benachbarte Früchte oder Gemüse schneller reifen und somit auch schneller verderben lassen.

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