Die wunderschönen Schmuckpflanzen sorgen in europäischen Vorgärten ab März für Vorfreude auf den Sommer.

In Sonnengelb, kräftigem Rot oder saftigem Pink sind sie eine Zierde für gepflegte Gärten mit englischem Rasen. Doch wer sich an diesen Schönheiten vergreift sollte vorsichtig sein, denn sie zu essen führt zu unangenehmen Beschwerden.

Der Frühblüher mit dem wissenschaftlichen Namen Tulpia stammt aus der Familie der Liliacea und gehört zur Gattung der Tulpen. Der Name stammt vom persischen Wort Tulbend, was so viel wie Turban bedeutet. Die Tulpe ist keine Heilpflanze und sollte auch nicht verzehrt werden.

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Tulpe geöffnet
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Tulpe mit geschlossenen Knospen

Vitaminbedarf ermitteln

pfeil
herz

Heilwirkung der Tulpe

Als Heilpflanze spielt die Tulpe kaum eine Rolle. Weil sie giftig ist, sollte man sie nicht einsammeln und konsumieren. Lediglich in der Homöopathie kommt sie in Form von Fertigpräparaten zum Einsatz. Da ihre Inhaltsstoffe hier stark verdünnt werden, ist ihre Giftigkeit als Heilpflanze in der Homöopathie vernachlässigbar.

Das Präparat soll bei folgenden Beschwerden

Die Inhaltsstoffe (vorwiegend Tulipanin) sind als Heilpflanze kaum interessant, da sie ohnehin nur in der Homöopathie genutzt wird. Äußere Anwendungsbereiche sind derzeit noch keine bekannt. Die Tulpe ist auch für Haustiere giftig und führt zu Magen-Darmbeschwerden.

Standort und Vorkommen

Die beliebteste der Gartenpflanzen stellt kaum Ansprüche an ihren Standort. Mit viel Wasser versorgt ist sie eine Zierde für jeden Garten. Wilde Tulpen wachsen in den Alpen sowie in den Wäldern Süddeutschlands.

Verschiedene Sorten

Meist ist die Tulpe in kultivierter Form auf gepflegten
Grundstücken anzutreffen. Es gibt sie mit gefüllten und ungefüllten Blüten, die als Blütenblätter dem Zwiebelhals entwachsen.

Sie sind einfach mit sechs Blütenblättern gefüllt oder weisen mehrere Blütenblattkreise auf. In ihrer kräftigen Erscheinungsform sind sie rosarot, gelb, orange, weiß oder rosa. Sie haben recht wenige, fleischige Blätter. Sie sind grün mit leichtem Grauton

Tulipa generiana

Spätestens im April treibt die Tulpe aus, wenn ihre Zwiebel rechtzeitig eingesetzt wurde. Die Blüten sind glockenförmig und werden bis zu 8 cm groß. Die Laubblätter können bis zu 30 cm lang werden und haben eine lanzettliche Erscheinung.

Tulipa sylvestris

Die wilde Tulpe hat duftende, gelbe Blüten. Leider trifft man sie heute nur noch sehr selten an. Deshalb ist sie geschützt und darf nicht gepflückt werden.

Anbau im Topf

Der Anbau für Balkon und Wohnung kann ab dem frühen Herbst beginnen. Für die Kultivierung im Topf kommen Pflanzgefäße mit Abzugslöchern zum Einsatz. 4-8 Zwiebeln werden nahe beieinander in den Topf gegeben, ohne sich gegenseitig zu berühren.

Die Zwiebelspitze soll aus der Erde hervorstehen. Fertig bepflanzte Töpfe sollten an einem dunklen, kühlen Ort gelagert werden. Eine Temperatur von 10 Grad sollte keinesfalls überschritten werden, um das Austreiben der Pflanze zu vermeiden. Man feuchtet das Substrat gut an und stellt sicher, dass die Temperatur am gewählten Ort nicht unter den Gefrierpunkt sinkt.

Die Wahl eines dunklen, kühlen Standortes ermöglicht der Tulpe, sich gut zu verwurzeln, ehe sie austreibt. Hat man keinen Keller oder eine Garage zur Verfügung, eignet sich ebenfalls das Zudecken mit schwarzer Plastikfolie.

Die so geschützte Pflanze einfach in eine dunkle Ecke des Balkons stellen. Die Erde soll feucht bleiben und wird ab und zu gegossen. Stehende Nässe vermeiden!

Schritte beim Pflanzen

Im Frühjahr werden die jungen Pflanzen ganz langsam an das Licht gewöhnt. Allmählich deckt man die Pflanzgefäße ab und wässert je nach Bedarf. In dieser Zeit sind Temperaturen bis zu 16 °C ideal.

Nach der Blütezeit sollten in der Wohnung kultivierte Pflanzen nicht mehr drin bleiben. Die Zwiebeln werden nach der Blüte ins Freiland gepflanzt, um wieder an Kraft zu gewinnen.

Boden

Die in unseren Breiten übliche, lockere Gartenerde reicht völlig aus, um der Tulpe ein geeignetes Substrat zu bieten. Lockere Torf- oder Komposterde kann ebenfalls verwenden werden.

Aussaat

Die Zwiebeln sollten im späten Herbst in die Erde gelegt werden. Die Zwiebeln sollen sich nicht berühren und nah an der Erdoberfläche liegen. Allerdings darf nur die Spitze hervorschauen.

Geschichte

Man geht davon aus, dass die wilde Tulpe schon im alten Persien als Liebeserklärung galt. Nicht selten wurde sie zum Motiv für Bilder und Gedichte. Sogar in den Erzählungen von 1001 Nacht kommen die Tulpen vor.

Im Mittelalter erfreute sich die pflanze großer Beliebtheit in der Türkei. Wenig später wurde sie auch in Europa bekannt. Der belgische Diplomat Busbeck soll im Jahre 1544 Samen der Pflanze nach Wien geschickt haben. Wenig später war sie auch in Holland und England anzutreffen.

Das führte im 17. Jahrhundert sogar zu einer regelrechten Tulpenmanie in Holland. Jeder, der es sich leisten konnte, wollte Tulpen besitzen. Mit der Tulpe wird keine spezielle Bedeutung verbunden. Das macht sie zur beliebten Pflanze für Geschenke jeder Art. Denn mit der Tulpe als Blumengeschenk kann man keinen Fehler machen.

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