Weisse Seerose

Mit ihren großen, weißen Blüten leuchtet die Weiße Seerose auf Stillgewässern und stellt eine echte Zierde dar.

Aufgrund ihres reinen Aussehens galt sie früher als Symbol für die Keuschheit und half wohl auch so manchem Mönch sein Keuschheitsgelübde einzuhalten. Schließlich soll der Verzehr der Samen und Blüten vor wollüstigen Träumen und sexuellen Trieben schützen.

In der Heilkunde findet die Pflanze aber auch andere Verwendungsmöglichkeiten und wird zum Beispiel bei Husten genutzt.

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Die wichtigsten Fakten über die Weiße Seerose

Die strahlend weißen Blätter der Weißen Seerose standen früher als Symbol für Reinheit und Keuschheit und sollten laut Plinius zwölf Nächte lang vor wollüstigen Träumen schützen, wenn man die Blüten oder Samen aß.

Auch ein französisches Sprichwort verweist auf diese 'liebestötende' Wirkung der schönen Heilpflanze. So meinte man, dass ein impotenter Mann vom Wasser der Seerose getrunken haben müsse.

Auch wenn die Weiße Seerose heute gern in Gartenteichen gezüchtet wird, steht die wilde Pflanze in Deutschland unter Naturschutz.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft wird die Weiße Seerose unter dem Namen Nymphaea alba geführt.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund ist die Heilpflanze auch unter folgenden Namen, die sich oft auf das Vorkommen beziehen, bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Weiße Seerose gehört innerhalb der Familie der Seerosengewächse (Nymphaeaceae) zur Gattung der Seerosen (Nymphaea).

Heilwirkung der Weißen Seerose

Die hübsche Heilpflanze galt früher als Symbol für die Reinheit und wurde von Mönchen sowie Nonnen zur Einhaltung des Keuschheitsgelübdes verwendet. Darüber hinaus wirkt sie:

Inhaltsstoffe

Die Weiße Seerose enthält unter anderem folgende Wirkstoffe:

Anwendung der Weißen Seerose

Äußerliche Anwendung

Waschungen, Bäder und Umschläge

Den Wurzelstock kann man äußerlich bei leichten Verbrennungen, entzündeten Wunden und Abszessen einsetzen.

Dazu bereitet man einen Tee zu und verwendet diesen in Form von Waschungen, Bädern oder Umschlägen.

Der Aufguss aus der Heilpflanze kann auch bei Mundentzündungen helfen. Dazu macht man einfach eine Spülung.

Innerliche Anwendung

Tee aus dem Wurzelstock

Innerlich hilft der Tee aus dem getrockneten Wurzelstock gegen Kopfschmerzen und Husten sowie bei Erkrankungen des Harnapparates.

Tee aus den Blüten

Der Tee aus den Blüten beruhigt und kann gegen Ängste helfen. Um einen solchen Tee zu trinken, nimmt man einen Esslöffel getrockneter Blüten pro Tasse und bereitet eine Abkochung zu.

Gegen nervliche Probleme legte man früher auch die Blüten einen Tag lang in Wein ein und trank diesen.

Samen

Schon in der Antike zu Zeiten Plinius wurden die Samen zur Dämpfung des Triebes und gegen unkeusche Träume genutzt.

Später halfen sie Nonnen und Mönchen, ihr Gelübde einzuhalten.

In der Küche

In Notzeiten erntet man früher auch die Rhizome und bereitete daraus ein Mehl. Mit Getreidemehl vermischt diente es so zum Brotbacken.

Bei folgenden Leiden hilft die Weiße Seerose

 innerliche Anwendung äußerliche Anwendung
 Husten Wunden
 Bronchitis Furunkel
 Mundschleimhautentzündungen leichte Brandwunden
 Magenbeschwerden
 Nierenkrankheiten
 Blasenschwäche
 Herzschwäche
 Schlaflosigkeit
Kopfschmerzen
 Angstzustände

Vorkommen und Sammelzeit der Weißen Seerose

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Weißen Seerose erstreckt sich über fast ganz Europa bis hin zum Ural. Hier wächst sie in ruhigen Teichen, Seebuchten und Altwässern von Flüssen.

Im stehenden oder träge fließenden Gewässer bevorzugt sie einen humosen Schlammboden und auch im Gartenteich kann sie gezüchtet werden. Dabei ist sie in der Lage, in Gewässertiefen von bis zu drei Metern zu wachsen.

Am liebsten mag sie allerdings Wassertiefen von bis zu 1,5 Metern und nährstoffreiche Gewässer.

Sammelzeit

Die Blüten, Wurzeln und Samen der Heilpflanze werden im Sommer gesammelt. Dies ist in Deutschland aber untersagt, da die Pflanze geschützt ist.

Aber auch im eigenen Teich sollte man beim Pflücken der Blume vorsichtig sein, denn schon so mancher Schwimmer ist dabei ertrunken.

Dies ist nicht auf die sagenumwobenen Nixen, die die Blumen angeblich schützen, zurückzuführen, sondern vielmehr auf die starken, seilartigen Stängel, an denen die Blume wächst und die sich leicht um die Beine schlingen können.

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