Heilpflanze Zaubernuss

Die virginische Zaubernuss ist eine besonders beliebte Pflanze, die in vielen heimischen Gärten zu finden ist. Das Besondere an ihr: Sie ist ein Winterblüher und sorgt mit ihren leuchtend gelben Blüten für farbige Abwechslung, wenn draußen alles andere grau in grau ist.

Die Pflanze ist jedoch nicht nur ein dekorativer Hingucker, sondern auch eine besonders effektive Heilpflanze. Die Zaubernuss wird zu natürlichen Arzneimitteln verarbeitet und hilft gegen eine Vielzahl unterschiedlicher Leiden.

Besonders beliebt sind Salben und Cremes, die die 'Nuss' als Inhaltsstoff verwenden.

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Die wichtigsten Fakten über die Zaubernuss

Da die Zaubernuss ein Winterblüher ist, ist sie sehr robust und frostresistent. Sie übersteht sogar Schneestürme, ohne nennenswertenen Schaden zu nehmen.

Zudem ist die auch als Hamamelis bekannte Pflanze für jeden Gärtner geeignet, da der Pflegeaufwand sehr gering ist.

Wissenschaftlicher Name

Der wissenschaftliche Name der Heilpflanze lautet Hamamelis.

Weitere/volkstümliche Namen

Pflanzenfamilie/Gattung

Die Heilpflanze gehört zu Familie der Zaubernussgewächse. Der lateinische Name dieser Gattung lautet Hamamelidaceae.

Heilwirkung

Wer die magische Nuss als Heilpflanze einsetzt, weiß vor allem ihre entzündungshemmende Wirkung zu schätzen. Außerdem lindert sie Juckreiz und andere Beschwerden.

Die Heilwirkungen auf einen Blick:

Die Pflanzenteile, die als Heilmittel eingesetzt werden, sind:

Die Zaubernuss kommt in erster Linie als Heilpflanze gegen verschiedene Hautbeschwerden zum Einsatz. Schon die Ureinwohner Nordamerikas wussten die Kraft der magischen Nuss zu schätzen und setzten Extrakte der Rinde und Blätter ein, um Wunden zu behandeln.

Mittlerweile hat auch die moderne Kosmetikindustrie die Heilpflanze für sich entdeckt. In den Regalen der Drogerien, Apotheken und Supermärkte finden sich zahlreiche Produkte, die die Zaubernuss beinhalten. Hierzu gehören zum Beispiel

Inhaltsstoffe

Natürlich ist die Zaubernuss nicht grundlos eine wirksame Heilpflanze. Sie ist reich an verschiedenen Stoffen, die dafür sorgen, dass die Pflanze unter anderem beruhigend, blutstillend und entzündungshemmend wirkt.

Anwendungsbereiche

Die magische Nuss kann auf unterschiedliche Weise als Heilpflanze eingesetzt werden. Am einfachsten ist es, eines der verschiedenen Kosmetik-Produkte zu kaufen und dieses äußerlich anzuwenden. Wer es hingegen noch natürlicher mag, kann die Heilpflanze auch selbst anbauen und entsprechende Produkte aus den Blättern und der Rinde gewinnen.

Äußerliche Anwendung

Am häufigsten wird die Heilpflanze äußerlich angewendet. Hier spielen vor allem Cremes und Kompressen gegen unterschiedliche Beschwerden der Haut eine wichtige Rolle. Besonders beliebt ist die Zaubernuss, wenn die Haut entzündet ist und unangenehm juckt. Auch Wunden und Verletzungen können mit der Heilpflanze gut behandelt werden.

Die einfachste Anwendung der Heilpflanze sind Kompressen. Hierzu muss zunächst ein Zaubernuss-Tee aus den Blättern oder der Rinde der Pflanze zubereitet werden. Anschließend werden Kompressen in die Flüssigkeit getaucht, bis sich diese vollständig vollgesogen haben. Danach können die Kompressen auf die entsprechende Hautstelle gelegt werden.

Einem ganz ähnlichen Prinzip folgt auch die Anwendung in Form von Bädern. Auch hierfür wird wieder Zaubernuss-Tee benötigt.

  • Wer Hämorrhoiden mithilfe der virginischen Zaubernuss behandeln will, kann dies mithilfe von einem Sitzbad tun.

Innerliche Anwendung

Wer Zaubernuss-Blätter lieber innerlich anwenden will – beispielsweise bei Durchfall – sollte den Tee der Heilpflanze einfach trinken.

Zaubernuss-Tee wird auf folgende Weise zubereitet:

Der Tee sollte am besten warm und in kleinen Schlucken getrunken werden. Um ideale Ergebnisse zu erzielen, empfiehlt es sich, jeden Tag mehrere Tassen zu konsumieren.

Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, die Pflanze als flüssige Tinktur innerlich (zum Beispiel bei Entzündung der Mundschleimhaut) anzuwenden. Die Zaubernuss-Tinktur wird traditionell aus den Blättern der Heilpflanze sowie Weingeist oder Doppelkorn hergestellt. Die Blätter müssen einfach nur mit der hochprozentigen Flüssigkeit übergossen und anschließend mehrere Wochen stehen gelassen werden.

Auf diese Weise nimmt der Schnaps die Inhaltsstoffe der magischen Nuss perfekt auf. Nach der Zeit des Ziehens muss die Tinktur nur noch abgeseiht und in ein dunkles Fläschchen gefüllt werden. Es wird empfohlen, bei akuten Leiden 10 bis 15 Tropfen der Zaubernuss-Tinktur einzunehmen.

  • Wem die Flüssigkeit zu stark ist, kann sie auch mit etwas Wasser verdünnen.

Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Der Zaubernuss wird eine ganze Reihe von Wirkungsweisen zugesprochen. Das führt dazu, dass sie bei vielen verschiedenen Leiden eingesetzt wird. Hierzu gehören unter anderem:

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
Entzündungen der Schleimhäute (z.B. der Mundschleimhaut)leichte Hautverletzungen
DurchfallEntzündungen der Haut/entzündliche Ausschläge
Hämorrhoiden
Krampfadern
Ekzeme
Juckreiz
Hauteinrisse am After
leichte Blutungen

Vorkommen

Die Heilpflanze hat ihren Ursprung in Nordamerika. Sie ist dort insbesondere an der Ostküste zu finden und wächst dort von Mexiko bis hinauf nach Kanada. Dementsprechend verträgt die Pflanze viele verschiedene Temperaturen. Aufgrund der klimatischen Parallelen kann die Pflanze aber auch problemlos in Europa angebaut werden.

Insgesamt umfasst die Familie der Zaubernussgewächse gerade einmal fünf verschiedene Pflanzen. Drei davon (darunter die virginische Zaubernuss) kommen ursprünglich in Nordamerika vor. Die anderen beiden haben ihre Heimat in Ostasien.

Sammelzeit

Wer von der gesunden Wirkung profitieren will, sollte die Pflanze zunächst einmal im heimischen Garten anpflanzen.

Die ideale Sammelzeit der Blätter ist von Juni bis August. Auch die Rinde kann in dieser Zeit gesammelt werden, da die Pflanze danach noch genügend Zeit hat, um sich auf den Winter vorzubereiten.

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