Heilpflanze Zwiebel

Sie ist wohl eine der bekanntesten Gemüsesorten überhaupt: Die Zwiebel. Dabei kann sie noch viel mehr als die Meisten wissen.

Sie ist eine großartige Heilpflanze, die gegen viele Leiden hilft. Deshalb wurde sie auch zur Heilpflanze des Jahres 2015 gekürt!

Ursprünglich kommt die Zwiebel aus Asien, sie ist aber schon seit dem Mittelalter in Europa bekannt. Um sie anzubauen, kann man sie entweder säen oder eine Mutterzwiebel in den Boden pflanzen.

Letztere Methode ist effektiver, um schnell dicke Zwiebeln ernten zu können.

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Die wichtigsten Fakten über die Zwiebel

Die Blätter der Zwiebel sind rund, hohl und fleischig und erinnern an Lauch, der übrigens auch ein Zwiebelgewächs ist. Im Sommer bildet sie einen Blütenstand, welchen man allerdings entfernen sollte, wenn man die Zwiebeln ernten möchte. Die Heilpflanze an sich ist rund, hat eine bräunliche Pelle und das Fruchtfleisch ist durchsichtig bis weißlich.

Wissenschaftlicher Name

Botanisch ist die Heilpflanze unter dem Namen Allium cepa bekannt.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund und je nach Region trägt sie noch folgende Namen:

Heilwirkung der Zwiebel

Die Zwiebel strotzt nur so vor Heilkräften. Dazu gehören unter anderem:

Inhaltsstoffe der Zwiebel

Die Zwiebel enthält sehr viele Nährstoffe und Vitamine:

  • ätherische Öle
  • Vitamine, u.a. Vitamin C
  • Allicin
  • Asparagin
  • Kalziumoxalate
  • Carotin
  • Cholin
  • Zitronensäure
  • Essigsäure
  • Phosphor

 

  • Oleanolsäure
  • Oxalsäure
  • Rutin
  • Salicylate
  • Senfölähnliches Glykosid
  • Schwefel
  • Trigonellin
  • Zink

 

Verwendung der Zwiebel

Die Zwiebel wird in aller erster Linie zum Kochen verwendet. Man kann sie zu fast jedem Gericht kombinieren, da sie sowohl eine gewisse Schärfe, als auch Süße in sich trägt. Gerne kocht oder brät man sie zusammen mit einigen Fleischsorten wie Schwein oder Rind, verwendet sie in Suppen und Salaten oder als Verfeinerung in allerlei anderen Gerichten.

Außerdem wird die Heilpflanze in der Medizin verwendet. Sie hat viele Facetten, sodass man sie innerlich als auch äußerlich anwenden kann.

Medizinische Anwendung der Zwiebel

Äußerliche Anwendung

Hier wäre wohl als erstes die schnelle Hilfe bei Insektenstichen zu nennen. Wird man von einem Insekt, zum Beispiel einer Wespe oder Biene, gestochen, so sollte man eine Zwiebel in der Mitte durchschneiden und die Stichstelle damit einreiben, gerne auch die halbe Zwiebel eine Zeit lang auf die Stichstelle drücken.

Trocknet die Schnittstelle der Heilpflanze aus, einfach ein wenig drücken, bis neuer Saft austritt. Die Schmerzen und/oder der Juckreiz sollten innerhalb weniger Minuten verschwinden und auch die Wahrscheinlichkeit einer Schwellung minimiert sich durch den Saft der Zwiebel.

Auch bei Ohrenentzündungen kann die Zwiebel helfen, mit sogenannten Zwiebelsäckchen. Hierfür hackt man die Zwiebeln klein, oder würfelt sie zumindest und wickelt sie anschließend in ein dünnes Baumwolltuch. Danach erhitzt man sie beispielsweise über Wasserdampf (Achtung! Hierbei nicht die Finger verbrennen!) und legt die erwärmte Zwiebelpackung dann auf das betroffene Ohr.

Am besten mit einer Mütze oder einem Stirnband fixieren und eine halbe Stunde oder länger einwirken lassen. Das Ganze drei mal täglich wiederholen. So ein Zwiebelsäckchen kann man übrigens auch bei einer schmerzhaften Blasenentzündung verwenden.

Erwärmte Zwiebelscheiben helfen z.B. gegen

Hierfür die Scheiben der Heilpflanze einfach auf die betroffene Stelle legen. Auch der Saft der Heilpflanze ist sehr hilfreich. Vor allem bei Flechten, Haarausfall und Schuppen. Aber auch bei Wasser in den Beinen oder anderen Körperteilen hilft es, die betroffenen Stellen mit Zwiebelsaft einzureiben. Ebenso bei rheumatischen Schmerzen.

Zudem hilft die Zwiebel bei brüchigen Fuß- und Fingernägeln. Hierfür einfach den Saft auf die Nägel auftragen. Sie werden dadurch wieder elastischer.

Die Heilpflanze schützt auch vor Gefäßkrankheiten und dem Herzkreislaufsystem. Dazu sollte man sie auch des Öfteren roh (z.B. im Salat) in den Speiseplan einbauen. Bei Diabetikern hilft sie, den Blutzuckerspiegel zu senken.

Innerliche Anwendung

Als innere Anwendung ist der Zwiebelsaft wohl am Bekanntesten.

Er hilft gegen viele Leiden, beispielsweise gegen Husten, Halsschmerzen und Heiserkeit, aber auch bei Entzündungen, bei Infektionen, Fieber oder auch Verdauungsschwäche.

Die Heilpflanze Zwiebel hilft bei folgenden Leiden:

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
HustenMittelohrentzündung
BronchitisÖdeme
Halsentzündunggeschwollene Füße
InfektionenRheuma
FieberGicht
BlähungenHaarausfall
VerdauuungsschwächeInsektenstiche
DurchfallBrandwunden
VerstopfungFurunkel
Würmereitrige Wunden
BluthochdruckHämorrhoiden
Diabetes
Nierenschwäche

Vorkommen und Sammelzeit der Zwiebel

Ursprünglich kommt die Zwiebel aus Asien, aber die Heilpflanze ist mittlerweile auch bei uns kultiviert und gedeiht auch in Europa bzw. weltweit. Die Heilpflanze ist eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt.

Je nach Sorte werden Zwiebeln von Juni bis September geerntet. Nach der Anbaumethode wird zwischen Sommer- und Winterzwiebeln unterschieden.

Dabei ist es abhängig, ob sie gesät oder gesteckt wurden. Die gesteckten Zwiebeln sind etwas eher reif. Es kommt aber natürlich auch auf die Sorte an. Spätestens im Frühherbst jedoch sollte man sie dann ernten.

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