Pflanzenstoffe -
Was sie für unsere Gesundheit Gutes tun!
Mit zunehmendem Stress während des Wachstums steigt der Gehalt an Pflanzenstoffen an. Weitgehend stressfreies Wachstum, wie es in Gewächshäusern möglich ist, senkt den Gehalt an wertvollen Pflanzenstoffen ab, wodurch Gemüse aus Gewächshäusern weniger für unsere Gesundheit beiträgt, als Freilandgemüse (2). Wie kommt es dazu?
Stress als Stimulus für die Bildung von Pflanzenstoffen
Pflanzen bilden diese wertvollen Gesundheitsstoffe quasi als eigene Apotheke, um sich zu schützen, sei es vor zu viel Sonne, zu wenig Nährstoffe und Wasser, Schädlingsbefall und dergleichen mehr.
„Sekundäre Pflanzenstoffe“ sind seit jeher Bestandteil der menschlichen Ernährung - allerdings lässt sich erst jetzt erkennen, wie viel sie für unsere Gesundheit beitragen. Ihre Vielfalt fächert sich in circa 30.000 Substanzen auf, die sich aber größtenteils so ähnlich sind, dass es möglich ist, sie je nach ihrer Wirkung in 10 Hauptklassen einzuteilen. Täglich nehmen wir bei einer Gemüse- und obstreichen Ernährung davon etwa 1,5 g auf (1).
Der Bedarf an Pflanzenstoffen wird in Gramm Gemüse und Obst angegeben. Täglich sollen es circa 620 g davon sein. In der Realität liegt jedoch der tägliche Obst und Gemüseverzehr in Deutschland deutlich darunter mit 237 g bei Männern und 248 g bei Frauen (3).
(1) Hahn et al. DAZ, 2005
(2) J.Hagel, 2000
(3) NVS, 1995 aus AID Special 1998 vom Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bonn
Hier finden Sie detaillierte Informationen zu den wichtigsten Pflanzenstoffen:
| Anthocyane | fürs Gehirn | mehr >>> |
| Flavonoide | für Herz und Muskeln | mehr >>> |
| Isoflavone | für die Hormonbalance | mehr >>> |
| Xanthohumol | für die Immunabwehr | mehr >>> |
| Betacarotin | für Haut und Augen | mehr >>> |
| Lykopin | für die Prostata | mehr >>> |
| Lutein/Zeaxanthin | für die Augen | mehr >>> |
| Catechine | für Gehirn, Herz-Kreislauf, Prostata | mehr >>> |
| Glukosinolate | fürs Immunsystem | mehr >>> |
Gesunde Ernährung und Krebsrisiko
Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass sich circa 30 bis 50% aller Krebserkrankungen durch eine gesunde Ernährung und Lebensweise verhindern lassen. Dies wird als Primärprävention bezeichnet, im Gegensatz zur sogenannten Sekundär –und Tertiärprävention, die mit Arzneimitteln versucht wird.
Die wissenschaftlichen Untersuchungen zu den Inhaltsstoffen in Obst und Gemüse sind in der Zwischenzeit so überzeugend, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO darauf hinweist, dass sich durch fünfmal täglich Obst und Gemüse die "Geiseln der Menschheit" Herz-Kreislauf-Erkrankungen (häufigste Todesursache) und Krebs (zweihäufigste Todesursache) die immerhin insgesamt etwa 2/3 der gesamten Todesursachen ausmachen, damit deutlich zurückdrängen lassen.
Schlank durch Pflanzenstoffe
Würden Pflanzenstoffe in unserer Ernährung fehlen, dann müssten wir täglich etwa das 5 – 10fache essen, als wir es normalerweise tun. Die Folgen für unser Gewicht wären dramatisch.
So nehmen wir über die Nahrung ca. 100 – 200 Milligramm Vitamin C und E auf, die Radikale neutralisieren können. Im Vergleich dazu sind in unserer täglichen Durchschnittsnahrung etwa 1.000 Milligramm Pflanzenstoffe enthalten, die ebenfalls diese Eigenschaft haben – also etwa die 5 – 10 fach so starke Wirkung (1) .
Beispielsweise wird Vitamin C u. a. durch die Neutralisierung von radikalen, aggressiven Substanzen verbraucht, die unvermeidbar im Stoffwechsel entstehen. In dieser Eigenschaft wird es als Antioxidans bezeichnet. Flavonoide in den Pflanzen können dieses „verbrauchte“ Vitamin C wieder regenerieren und sogar selber Radikale abfangen, sonst bräuchten wir deutlich höhere Mengen an Vitamin C.
(1) Special aid, Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bonn (1998).

