vitamin-a säure

In der Pharma- und Kosmetikindustrie ist die Vitamin-A-Säure ein beliebtes Mittel, das wirksam bei vielen Hautkrankheiten eingesetzt werden kann.

Allerdings birgt der Stoff auch einige Gefahren, sodass der Einsatz nur in Rücksprache mit dem Arzt oder einem Fachmann erfolgen sollte.

Erfahren Sie hier, woraus dieser Stoff besteht und was bei seinem Einsatz zu beachten ist.

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Was ist Vitamin-A-Säure?

Vitamin-A-Säure, auch kurz VAS, Tretinoin oder all-trans-Retinsäure genannt, ist ein Stoff, dessen chemische Struktur sich vom Vitamin A1 bzw. Retinol ableitet.

Die als Arzneimittel genutzte Substanz entsteht durch die Oxidation von all-trans-Retinal, welches wiederum durch die Oxidation von all-trans-Retinol hervorgeht.

Der in Europa und Nordamerika zugelassene Arzneistoff findet bei der Therapie der Akuten Promyelozytenleukämie (APL) Anwendung und wird als wirksamer Bestandteil von Cremes, Salben oder alkoholischen Lösungen für die Therapie von Akne sowie weiterer Hautkrankheiten genutzt. Als Medikament ist es in der Regel rezeptpflichtig, aber auch die Kosmetikindustrie nutzt den Stoff.

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Wie wirkt Vitamin-A-Säure?

Tretinoin wird bei der erwähnten Leukämie in Kombination mit einer Chemotherapie eingesetzt und kann zur Ausreifung der Leukämiezellen führen. So werden Heilungsraten von bis zu 80 Prozent erbracht. Vitamin-A-Säure lindert aber vor allem Akne, indem es die Keratinproduktion hemmt und Verhornungsstörungen löst. So kann der Keratinpfropf herausgehoben werden und Pickel heilen leichter ab.

Gleichzeitig ist das Tretinoin aber auch ein wirkungsvolles Mittel für andere Hautprobleme wie leichte bis mittelschwere Neurodermitis sowie Schuppenflechte (Psoriasis). Je nach Zustand der behandelten Haut kann es dabei unterschiedlich wirken und Entzündungen vermeiden. In Deutschland stehen eine Reihe von Mono- und Kombinationspräparaten zur Verfügung. Die meisten dieser Präparate werden als Lösung, Creme oder Salbe äußerlich angewendet.

Eine Vergleichsstudie mit 60 Teilnehmern zeigte im Jahr 2013 übrigens, dass eine Kombination von Tretinoin mit einem speziellen Aloe Vera-Gel zu besseren Ergebnissen bei leichter bis mittelschwerer Akne führte als das Retinoid allein. Präparate mit Vitamin-A-Säuren sollten stets entsprechend der Vorgaben des Arztes oder Heilpraktikers angewendet werden, da sie bei einer Überdosierung zu Problemen führen können. Schwangeren wird die Anwendung aufgrund von Gefahren für das Ungeborene abgeraten.

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