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Vitamin B1

  • für einen gesunden Herzrhythmus und eine normale Muskelfunktion
  • für die Konzentrationsfähigkeit und die Ausdauer bei körperlicher Leistung

Vorkommen von Vitamin B1
- vor allem in Vollkorngetreide

Hinweis: Wer eine kohlenhydrat-reduzierte Diät längerfristig einhält, muß auf seinen Vitamin B1 –Status achten, weil bei dieser Diät vor allem Getreideprodukte vermieden werden.

Täglicher Bedarf an Vitamin B1:
Mengenangabe in mg (Milligramm = Tausendstel Gramm)
DGE = Deutsche Gesellschaft für Ernährung

Empfehlung DGE EU
Kinder 1 – 10 Jahre 0,6 – 1,0 mg ---
Kinder 10 – 15 Jahre 1,0 – 1,4 mg ---
Jugendliche und
Erwachsene
1,0 – 1,3 mg 1,4 mg
Schwangerschaft 1,5 mg ---
Stillzeit 1,7 mg ---

Tagesbedarf an Vitamin B1 enthalten in:

  1. tierischen Lebensmitteln
    120 g Schweinefleisch
    360 g Leber
    600 g Zander, Lachs
  2. pflanzlichen Lebensmitteln
    Cerealien
    200 g Haferflocken
    240 g Vollkornmehl
    300 g Reis

    Obst und Gemüse
    400 g Erbsen
    1.200 g Brokkolie
    1.200 g Möhren
    2.400 g Obst

Das wichtigste Lebensmittel für die ausreichende Versorgung mit Vitamin B1 ist Vollkorngetreide. Weil es in den Randschichten enthalten ist, geht es bei der Ausmahlung weitgehend verloren. Weißmehlprodukte sind deshalb arm an Vitamin B1. In tierischen Lebensmitteln findet es sich ausser im Schweinefleisch wenig. Dies gilt auch für Obst und Gemüse.

Wichtige Information
Je mehr Süßigkeiten verzehrt werden, umso höher ist der Bedarf an Vitamin B1!

Anzeichen einer Unterversorgung an Vitamin B1:

  • Störungen der Nervenimpuls-Weiterleitung, die sich äussern können in
    - Sensibilitätsstörungen,
    - Fußbrennen
    - Muskelschwäche
    - Muskelschmerzen
    - Muskelkrämpfe
    - Muskellähmungen
    - Störungen des Herzrhythmuses
    - Beklemmungsgefühl
    - Schmerzen vor dem Brustbein
    - Wassereinlagerungen
  • Störungen im Stoffwechsel der Kohlenhydrate (Zucker, Stärke) können sich vor allem in Verbindung mit der verzögerten Weiterleitung des Nervenimpulses bemerkbar machen durch
    - Müdigkeit
    - Konzentrationsstörungen
    - Reizbarkeit
    - Depressive Verstimmungen

Unterversorgungen kommen in allen Altersgruppen vor.
Vitamin B1 gehört neben dem Vitamin B9 (Folsäure) zu den Vitaminen, deren Bedarf in Deutschland in allen Altersgruppen häufig unzureichend gedeckt ist. (Ernährungsbericht 1988, NVS 1991). Als Ursache wird ein zu hoher Alkoholkonsum sowie eine unausgewogene Ernährung mit sehr viel Süßem angesehen. Alkohol stört die Aufnahme und die Wirkung von Vitamin B1.

Überdosierung von Vitamin B1:
Zu hohe Mengen können im Körper nur erreicht werden, wenn Vitamin B1 gespritzt wird. Übermengen können vom Darm nicht aufgenommen werden. Selbst bei einer 100fachen Tagesverzehrmenge gibt es normalerweise keine Auffälligkeiten, die dem Vitamin B1 eindeutig zugeschrieben werden können.

Historisches:

Die bereits 1926 entdeckte Substanz wurde als „Anti-Beri-Beri-Faktor bezeichnet, weil Sie die vor allem bei asiatischen Seefahrern gefürchtete Krankheit Beri-Beri verhindern konnte. Sie geht einher mit Wassereinlagerungen (Ödemen) und einer Erkrankung der Nerven, die schließlich zum Tod führen. Erst mit der Zeit wurde erkannt, dass das Schälen von Reis das Vitamin B1, das hauptsächlich in den Randschichten enthalten ist, diese wichtige Substanz aus der Ernährung entfernte.

Hinter welchen Begriffen verbirgt sich Vitamin B1:
Thiamin


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