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Vitamin E

Herausragend ist die radikalfangende Wirkung in fetthaltigen Strukturen

  • wichtig für die Gesundheit von Lunge, Brust und Prostata
  • wichtig für die Gesundheit der Blutgefäße
  • wichtig bei Entzündungsprozess wie z.B. Rheuma
  • schützt unser fettreiches Gehirn vor Radikalen

Vorkommen von Vitamin E
- kann nur von Pflanzen gebildet werden ; ist praktisch nur im Pflanzenöl enthalten

Täglicher Bedarf an Vitamin E:
Mengenangabe in mg (Milligramm = Tausendstel Gramm)
Das synthetische Vitamin E. wird als all-rac-Alpha-Tocopherylacetat bezeichnet.
1 mg natürliches Vitamin E = 1 mg RRR-Alpha-Tocopherol
= 1,49 I.E. (Internationale Einheiten)
1 I.E. natürliches Vitamin E = 0,67 mg RRR-Alpha-Tocopherol
1 mg natürliches Vitamin E = 1,49 mg all-rac-Alpha-Tocopherylacetat = 1 I.E.

DGE = Deutsche Gesellschaft für Ernährung

Empfehlung DGE EU
Kinder 1 – 10 Jahre 5 – 10 mg ---
Kinder 10 – 15 Jahre 11 - 14 mg ---
Jugendliche und
Erwachsene
11 - 15 mg
10 mg
Schwangerschaft 13 mg ---
Stillzeit 17 mg ---

Tagesbedarf an Vitamin E (12mg) enthalten in:
Weil Tiere Pflanzen fressen, nehmen sie hierüber Vitamin E auf, so dass es sich auch in geringen Mengen in tierischen Produkten wiederfindet.

  1. tierischen Lebensmitteln
    150 g Butter
    1.200 g Käse
    2.000 g Fisch
    2.500 g Fleisch
  2. pflanzlichen Lebensmitteln
    50 ml Olivenöl

    Obst und Gemüse
    100 g Keime
    200 g Nüsse
    1.200 g Obst
    2.000 g Gemüse

Das wichtigste Lebensmittel für die ausreichende Versorgung mit Vitamin E ist Pflanzenöl.

Wichtige Informationen:
Das Alpha-Tocopherol ist das am weitesten verbreitete Vitamin E und dasjenige mit den höchsten Blutspiegeln im Körper. Es wird in der Kurzform als RRR-Alpha-Tocopherol (natürliches Vitamin E.) bezeichnet. Normalerweise wird dieses in der Natur vorkommende Vitamin E begleitet von geringen Mengen an Beta, Gamma und Delta-Tocopherolen, sowie von Tocotrienolen. Weil das synthetisch hergestellte Vitamin E schwächer wirksam ist als das natürliche, muss man dies bei den Nahrungsergänzungsmitteln berücksichtigen.

D.h. bei synthetischem Vitamin E muss man circa 1/3 mehr aufnehmen, um eine dem natürlichen Vitamin E vergleichbare Wirksamkeit zu erreichen. Zur biologischen Bewertung des Vitamin E-Gehalts in Pflanzenölen muss folgendes berücksichtigt werden: je instabiler die in den Ölen enthaltenen Fettsäuren sind, desto mehr Vitamin E brauchen sie zum eigenen Schutz vor dem Prozess des „ranzig werdens“ (Peroxidation). Die Netto- Bilanz, das heißt, was letztlich für unseren Organismus an Vitamin E übrig bleibt, hängt von der Vitamin E-Menge im Öl insgesamt ab, sowie von der Menge an hoch ungesättigten Fettsäuren. Dieser Zusammenhang wird heute als Verhältnis dargestellt aus der Menge an ungesättigten Fetten (PUFA) im Vergleich zur Vitamin E-Menge. Obwohl beispielsweise Sonnenblumenöl mit am meisten Vitamin E enthält, sieht die Netto-Bilanz weniger gut aus, wegen des hohen Gehalts an hoch ungesättigten Fettsäuren. Das weniger Vitamin E-reiche Olivenöl hingegen hat klinisch stabilere Fettsäuren, die weniger Vitamin E zum eigenen Schutz abziehen. Deshalb sieht die Netto-Bilanz bei Olivenöl hinsichtlich der biologisch relevanten Vitamin E-Menge besser aus als bei Sonnenblumenöl. Die beste Netto-Bilanz hat das Weizenkeimöl.

Anzeichen einer Unterversorgung an Vitamin E:

  • vermehrte Einlagerung von Lipofuszin (Altersflecken) in Haut und Muskulatur
  • Störungen der Nervenfunktion
  • Muskelschwäche
  • Verkürzung der Überlebenszeit der roten Blutkörperchen

Die Aufnahme von Vitamin E in den Körper ist an eine funktionierende Fettresorption gekoppelt. Defizite können deshalb auftreten bei Störungen des für die Fettaufnahme wichtigen Galleflusses in den Dünndarm oder bei Aufnahmestörungen durch Teilentfernung des Darms (z. B. bei Morbus Crohn). Hinweise auf Defizite können sein:

Wechselwirkung mit Arzneimitteln:
Folgende Medikamente können Wechselwirkung mit Vitamin E haben:

  • Marcumar (Hemmung der Blutgerinnung)

Folgende Medikamente können die Aufnahme von Vitamin E in den Körper hemmen:

  • Cholestyramin
  • Colestipol
  • Isoniazid
  • Orlistat (Hemmung der Fettresorption)
  • Phenobarbital (gegen Epilepsie)
  • Phenytoin (Schmerzmittel)
  • Carbamazepin

Anzeichen einer Überdosierung von Vitamin E:
im Vergleich zur Vitamin A und Vitamin D gilt Vitamin E als wenig giftig. Allerdings können Mengen über 200 mg pro Tag (20 fache Tagesbedarfsmenge) die Blutgerinnung hemmen. Werden gleichzeitig Medikamente zur Hemmung der Blutgerinnung eingenommen, sei es Aspirin oder Marcumar, so muss dies dem Arzt mitgeteilt werden. Normalerweise gilt es als sicher, täglich bis zu 800 mg Vitamin E (80 fache Tagesbedarfsmenge) aufzunehmen.

Hierzu liegt jedoch eine aktuelle sogenannte Meta-Analyse vor, bei der die relevanten Vitamin E-Studien zusammengefasst und erneut ausgewertet wurden. Fazit ist, dass etwa ab 350 mg Vitamin, wenn sie täglich über viele Jahre eingenommen, das Risiko steigt, durch negative Effekte früher zu versterben. Bleibt man hingegen beim Verzehr von lebensmitteladäquaten Mengen, dann lebt man länger.

Anzeichen einer Überdosierung können sein:

  • Hemmung der Blutgerinnung

Partner von Vitamin E:

  • Vitamin A: Vitamin E schützt Vitamin A vor der Zerstörung und trägt damit zu dessen Stabilität bei
  • Vitamin C: kann “verbrauchtes” Vitamin E wieder regenerieren
  • Betacarotin und Coenzym Q10: gemeinsam mit diesen beiden Stoffen schützt Vitamin E das LDL- Cholesterin vor dem „ranzig werden“.

Historisches:
Bereits 1922 konnten Wissenschaftler einen bislang unbekannten Faktor aus der Ernährung isolieren, der bei Ratten, wenn er in deren Nahrung fehlte, Todgeburten auslöste. In Anlehnung an diese Beobachtung kreierte man einen neuen Begriff, abgeleitet von den griechischen Worten tocos (Geburt) und pherein (hervorbringen). Sie nannten den Stoff Tocopherol.

Hinter welchen Begriffen verbirgt sich Vitamin E:
Vitamin E ist eine Sammelbezeichnung für
Tocopherole ( Alpha, Beta, Gamma, Delta) und Tocotrienole (Alpha, beta, Gamma und Delta).


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