Vitamin K
- wird gebraucht für die Blutgerinnung
- hilft, dass unsere Knochen fest bleiben
Vorkommen von Vitamin K
- vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln
Täglicher Bedarf an Vitamin K:
Mengenangabe µg (Mikrogramm = Millionstel Gramm)
DGE = Deutsche Gesellschaft für Ernährung
| Empfehlung | DGE | EU |
| Kinder 1 – 10 Jahre | 15 – 30 µg | --- |
| Kinder 10 – 15 Jahre | 40 - 50 µg | --- |
| Jugendliche und Erwachsene |
65 - 80 µg |
65 µg |
| Schwangerschaft | 60 µg | --- |
| Stillzeit | 60 µg | --- |
Tagesbedarf an Vitamin K (65 µg ) enthalten in:
- tierischen Lebensmitteln
220 g Speisequark
50 g Kalbsleber
400 g Schweinefleisch
- pflanzlichen Lebensmitteln
Cerealien
20 g Weizenkeime
150 g WeizenvollkornObst und Gemüse
25 g Rosenkohl
120 g Kartoffeln
130 g Spargel
500 g Erdbeeren
Anzeichen einer Unterversorgung an Vitamin K können sein:
- erhöhte Blutungsneigung wie:
- Nasenbluten
- Blaue Flecken schon bei leichten Verletzungen
- Blut im Urin, im Stuhl
- starke Monatsblutungen - erhöhte Knochenbrüchigkeit
Ursachen für eine Unterversorgung an Vitamin K:
Beim gesunden Erwachsenen kommt eine Unterversorgung an Vitamin K nahezu nicht vor. Die Produktion von Vitamin K durch Darmbakterien trägt weniger als bislang vermutet zur Bedarfsdeckung bei.
Zu Defiziten kann es kommen bei:
- Aufnahmestörungen von Fett (z. B. Gallenwegserkrankungen)
- bei entzündlichen Magen-Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
- Überdosierung von Marcumar (Mittel zur Hemmung der Blutgerinnung)
- Cholestyramin (Mittel zur Cholesterinsenkung)
- Cholestipol (Mittel zur Hemmung der Fettaufnahme)
- Orlistat
- Antibiotika
- Antiepileptika (Mittel gegen Krampfleiden)
- Tuberkulostatika (Mittel gegen Tbc)
- Aspirin
Zu hohe Zufuhr von Vitamin E (als Tocopherol Quinon):
Hemmt ein Vitamin K-abhängiges Enzym (Carboxylase)
Zu hohe Zufuhr von Vitamin A:
Hemmt die Aufnahme von Vitamin K
Achtung:
Wer zur Hemmung der Blutgerinnung das Medikament Marcumar einnehmen muss, darf nicht mehr als 90 bis 120 µg Vitamin K zusätzlich über ein Nahrungsergänzungsmittel zuführen, weil sonst die Wirkung des Marcumars vermindert werden kann.
Überdosierung von Vitamin K:
Bislang sind keine giftigen Wirkungen bekannt geworden, selbst nicht bei einer Gabe der 500fachen Tagesverzehrmenge.
Hinter welchen Begriffen verbirgt sich Vitamin K:
Phyllochinon
Vitamin K1 ( Alpha-Phyllochinon) wird von Pflanzen gebildet
Vitamin K2 (Menachinon) wird von Darmbakterien gebildet

