Wie funktioniert eine purinarme Ernährung?

Eine purinarme Ernährung definiert die Zufuhr von etwa 300-500 mg bis höchstens 3000 mg Purin wöchentlich.

Welche Prinzipien hat purinarme Ernährung?

  1. Die Ernährung darf lediglich einen geringen Purinanteil enthalten
  2. Der Betroffene darf keinerlei alkoholischen Substanzen zu sich nehmen, da der Harnsäurespiegel Aufschluss gibt
  3. Das Urinvolumen muss überwacht werden, hierfür ist es notwendig, mindestens 2 - 2,5 Liter täglich an kalorienfreier Flüssigkeit zu trinken
  4. Harnsäureausscheidung wird kontrolliert
  5. Fettreduzierte Ernährung
  6. Kontrolle des Blutzuckers bei Diabetes
  7. Übergewichtige streben eine Gewichtsreduzierung an
  8. Ernährung sollte viel fettarme Milch beinhalten

Folgende Lebensmittel sind reich an Purinen und sollten daher bei einer purinarmen Ernährung gemieden werden:

  • Schweineniere
  • Kalbsbrie
  • Jakobsmuscheln
  • Grundsätzlich kommen Purine sowohl in pflanzlichen, als auch in tierischen Nahrungsmitteln vor. Der Wert von Purin kann wiederum aufgrund von Lagererungs- und Zubereitungsbedingungen schwanken und größer oder etwas kleiner ausfallen.

Lebensmittel für purinarme Ernährung

Purinarme LebensmittelPurinreiche Lebensmittel
Fast alle Gemüse- und ObstsortenSojaprodukte, Hülsenfrüchte und Spinat
Kartoffelntrockene Früchte
MilchprodukteFisch und Fleisch
EierKrusten- und Schalentiere

Purinarme Ernährung bei Gicht

Purinarme Ernährung

Eine purinarme Ernährung kann dabei helfen, Gichtsymptome zu lindern und den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen. Folgende Gerichte dürfen Gichtkranke beispielsweise bei einer streng purinarmen Ernährung essen:

  • Wedges mit Hüttenkäse
  • Wachteleier mit Sojacreme
  • Saures Putenschnitzel

Purinarme Ernährung - Alltags- und Kochtipps

Menschen, die sich purinarm ernähren, sollten ihre Fleischzufuhr einschränken und verstärkt Obst und Gemüse zu sich nehmen. Es gibt auf dem Lebensmittelmarkt inzwischen hinreichend Fleischersatzprodukte, die sich für eine vegetarische Lebensweise eignen. Tofu gehört beispielsweise dazu und enthält nur wenig Purin.

Menschen mit Gicht müssen wiederum nicht gänzlich aufs Fleisch verzichten, sollten dieses jedoch in überschaubaren Mengen zu sich nehmen. Manchmal ist es bereits hilfreich, beim Kochen pflanzliche Fette statt Butter zu verwenden. Grundsätzlich ist fettarmes Kochen empfehlenswert, lieber dämpfen als braten.

Für den Alltag gilt: Viel trinken und keine übergroßen, aber auch keine zu kleinen Portionen essen. Sport trägt zsätzlich dazu bei, Gicht zu verhindern oder zu lindern.


Einzelnachweise

M. Suter, Paolo: Checkliste Ernährung »
Piper, Wolfgang: Innere Medizin »


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