Paternostererbse als Heilpflanze

paternostererbse

Paternostererbse - Die wichtigsten Fakten

  • Ursprüngliche Heimat der Pflanze ist vermutlich Indien.
  • Heute wächst sie in den Tropen und im Mittelmeerraum.
  • Die Pflanze ist durch das enthaltene Abrin (Alkaloid) sehr giftig.
  • Sie besitzt heilwirksame Eigenschaften.
  • Das Gewächs wird als Gegenmittel bei Schlangenbissen verwendet.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Paternostererbse als Heilpflanze

Paternostererbse
Sammelzeit
  • Januar
  • Februar
  • März
  • April
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
  • November
  • Dezember
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Abrus precatorius. Sie gehört zur Familie der Fabaceae (Hülsenfrüchtler).

Im Volksmund ist das Gewächs auch als Krabbenaugenwein, Abrusbohne und Kranzerbse bekannt. Der englische Sprachraum kennt die Pflanze als Prayer beads, Prayer beans, Jequirity oder Crab's Eye.

Das Gewächs gehört zur Familie der so genannten Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae).

Die Paternostererbse ist hauptsächlich in den Tropen und im Mittelmeerraum heimisch, stammt aber wohl ursprünglich aus Indien. Allerdings findet sie sich auch als Zierpflanze in vielen Wintergärten.

Die Sammelzeit für die Pflanze erstreckt sich über das gesamte Jahr.

Die folgenden Inhaltsstoffe der Pflanze sind wichtig, da sie für ihre giftigen bzw. heilwirksamen Eigenschaften verantwortlich sind:

  • Abrin (sehr giftig)
  • Glycyrrhizin
  • Cycloartenol
  • Stigmasterol

Die Pflanze zählt zu den mehrjährigen, verholzenden Rankern. Sie kann Wuchshöhen von bis zu 10 Metern erreichen. Ihr Wuchs ist schlank und sie besitzt bis zu 15 Zentimeter lange, wechselständig und paarig angeordnete Blätter.

Zur Blütezeit entwickeln sich kleine, weiße bis purpurfarbene Blüten mit relativ kurzen Stielen. Die Samen der Pflanze sind von blutroter Farbe und besitzen am einen Ende einen schwarzen Fleck. Beides verleiht den Samen ein sehr auffälliges Aussehen.

  • Aufgrund ihres Aussehens werden die Samen häufig als Schmuckketten verarbeitet. Beim Lutschen oder Kauen der Samen kann der giftige Stoff freigesetzt werden und zu Vergiftungserscheinungen führen.

Paternostererbse - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze wirkt vor allem antiseptisch, immunsystemstärkend, fungizid und beruhigend.

Paternostererbse - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Durch die Fähigkeit, die Protein-Synthese in den Zellen zu hemmen, wird die Pflanze unter anderem als Gegengift bei Schlangenbissen verwendet.

Paternostererbse - Anwendung der Heilpflanze

Bei der Anwendung der Pflanze sollte man Vorsicht walten lassen, da sie giftige Bestandteile bzw. Inhaltsstoffe enthält.

  • Vor allem der Stoff Abrin macht die Pflanze sehr giftig. Es wird dringend von einer Selbstmedikation abgeraten, da schon der Inhaltsstoff einer einzigen Erbse tödlich sein kann!

Äußerliche Anwendung

Eine Möglichkeit der äußerlichen Anwendung ist eine Lösung von Abrin in Glycerin. Diese Lösung kann bei Augenerkrankungen wie Konjunktivitis oder Trachomen (eine Form der Bindehautentzündung) helfen. Aber auch eine Erkrankung an Pannus (Wucherung der Augen-Hornhaut) kann durch die Lösung gelindert werden.

Innerliche Anwendung

Von einer innerlichen Anwendung wird aufgrund der stark giftigen Wirkung dringend abgeraten.


Quellen

Vonarburg, Bruno: Homöotanik: Extravagante Exoten. Bd. 4
Madea, Burkhard: Praxis Rechtsmedizin: Befunderhebung, Rekonstruktion, Begutachtung
Stewart, Amy: Gemeine Gewächse: Das A bis Z der Pflanzen, die morden, verstümmeln, berauschen und uns anderweitig ärgern
Baack, Angelika, geb. Zinner: Antikonzeptive und phytoöstrogene Wirkweisen bestimmter Gewürze, Heil- und Zierpflanzen sowie pflanzlicher Lebensmittel


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