Rote Bete – Heilpflanze und Powergemüse

Rote Bete – Heilpflanze und Powergemüse

Rote Bete - Die wichtigsten Fakten

  • In der heutigen Zeit ist die Rote Bete eher ein Gemüse als eine Heilpflanze, obwohl sie in früherer Zeit durchaus für Heilzwecke eingesetzt wurde.
  • Sie enthält eine Vielzahl an hochwertigen Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen.
  • Bei Neigung zur Bildung von Nierensteinen sollte sie jedoch nur in Maßen genossen werden.
  • Umstritten und noch nicht ganz erforscht ist die Wirkung des hohen Nitratgehalts.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Rote Bete als Heilpflanze

Rote Bete
Sammelzeit
  • Januar
  • Februar
  • März
  • April
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
  • November
  • Dezember
Heilwirkung
Anwendung

Sie wird unter der lateinischen Bezeichnung Beta vulgaris geführt.

In einigen Regionen Deutschlands kennt man sie auch als Rote Rübe, in der Schweiz verwendet man auch den Begriff Randen.

Sie gehört zu den Fuchsschwanzgewächsen (Amaranthaceae).

Als Kulturpflanze im landwirtschaftlichen Anbau ist Rote Bete ganzjährig erhältlich.
Erntezeit ist in den Herbstmonaten. Einige Sorten werden auch im Frühjahr geerntet, diese
enthalten jedoch weniger Inhaltsstoffe und sind auch nicht ganz so schmackhaft wie die Herbst-Sorten.

Die Knolle enthält viele bioaktive Substanzen in stellenweise hoher Konzentration:

Das Betain ist auch für die Farbgebung und die Färbekraft verantwortlich.

  • Rote Bete enthält Oxalate, welche die Bildung von Nierensteinen fördern können. Bei entsprechender Neigung und bei bekanntem Steinleiden ist der Verzehr nur in Maßen empfohlen.

Als Wintergemüse mit wenig Lichtkontakt lagert die Knolle relativ viel Nitrat ein. Beim Verzehr und bei unsachgemäßer Lagerung (zu lange, mehrfach erhitzt) kann sich das Nitrat in Nitrit umwandeln. Es ist noch nicht geklärt, ob das in der Knolle natürlich vorkommende Nitrat die selbe schädigende Wirkung (krebserregend) aufweist wie solches, das zum Beispiel in Pökelsalzen verwendet wird.

Die Rote Bete ist heutzutage keine Heilpflanze im eigentlichen Sinne, aber ein sehr gesundes Gemüse mit vielen hochwertigen und wertvollen Inhaltsstoffen.
Sie wurde von Paracelsus um 1540 bei „Blutkrankheiten“ verschrieben, auch von Ärzten Anfang des 20. Jhdt. bei „Schwächezuständen“ empfohlen.

Sie gehört zu den Rübenarten und ist mit der Zuckerrübe und dem Mangold verwandt.
Ihr Geschmack ist durch eine intensive, erdige Note gekennzeichnet und trifft nicht unbedingt Jedermanns Geschmack.

Durch die enthaltenen Farbstoffe können sich Stuhl und Urin ebenfalls einfärben. Dies ist jedoch völlig harmlos.

Rote Bete - Heilwirkung der Heilpflanze

Die enthaltenen Inhaltsstoffe können folgende Wirkungen erzielen:

  • Entgiftung
  • Stärkung des Immunsystems
  • Blutdrucksenkung
  • Blutbildung
  • Antioxidation
  • Entsäuerung
  • Lösung von Krämpfen
  • Förderung der Sekretion

Rote Bete - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Das Gemüse dient vor allem der Prävention und der Gesunderhaltung, kann aber bei bestimmten Beschwerden den Körper unterstützen:

  • Immunstärkung bei Erkältungskrankheiten
  • Förderung der Sauerstoffversorgung bei Lungenerkrankungen (Blutbildung)
  • Anregung der Leberfunktion
  • Blutdrucksenkung bei Herzerkrankungen

Rote Bete - Anwendung der Heilpflanze

Als Gemüse wird die Rote Bete innerlich angewendet, also verzehrt.

Äußerliche Anwendung

Eine äußerliche Anwendung ist nicht bekannt. Der Saft der Knolle wirkt stark färbend, daher ist diese auch nicht zu empfehlen.

Innerliche Anwendung

Die Knolle kann roh in Salaten verzehrt werden, aber auch gegart als Beilagengemüse, als Suppe oder Auflauf. Sie ist in der norddeutschen Spezialität Labskaus oder im russischen Boretsch enthalten.

Ferner kann auch der ausgepresste Saft der Knolle getrunken werden.
Es sind außerdem Fertigpräparate in Form von Kapseln oder Pulvern erhältlich.


Quellen

USDA: Rote Bete
von Au, Franziska: Rote Bete
BW Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Nitrat im Gemüse


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