Saatwucherblume als Heilpflanze

Saatwucherblume als Heilpflanze

Saatwucherblume - Die wichtigsten Fakten

  • Die Saatwucherblume stammt aus dem Mittelmeerraum.
  • Sie ist seit langem als Heilpflanze bekannt.
  • Sie wird in Form von Teezubereitungen verwendet.
  • Durch die enthaltenen Cumarine ist sie leicht giftig.
  • Das Gewächs wird kaum zu Heilzwecken genutzt.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Saatwucherblume als Heilpflanze

Saatwucherblume
Sammelzeit
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
Heilwirkung
Anwendung

Die Pflanze trägt den wissenschaftlichen Namen Chrysanthemum segetum bzw. Glebionis segetum. Sie ist zur Pflanzenfamilie der Asteraceae (Korblütler) zu rechnen.

Die Pflanze ist im Volksmund auch als Spessarter Blaume, Auerker Blome, Böse Blom, Goldblume, Waukerblaum, Saat-Margerite, Twölfgrotenblume und Wucherblume bekannt. In der englischen Sprache nennt man sie Corn Marigold oder Corn Daisy.

Die Pflanze gehört zur Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae).

Das Gewächs hat seinen Ursprung im Mittelmeerraum. Allerdings wurde es durch den aufkommenden Getreideanbau und die so genannte Dreifelder-Wirtschaft mit Hilfe des Ackerbaus in ganz Europa verbreitet. Später gelangte die Pflanze nach Nordamerika.

Die Sammelzeit für diese Pflanze erstreckt sich von Mai bis Oktober.

Die hauptsächlich heilwirksamen Stoffe in der Pflanze sind:

  • ätherische Öle
  • Cumarine

Die enthaltenen Cumarine werden für die leicht giftige Eigenschaft der Pflanze verantwortlich gemacht.

Die Pflanze zählt zu den einjährigen, krautig wachsenden Gewächsen und kann bis zu 80 Zentimeter groß werden. Um gedeihen zu können, benötigt sie kalkarmen Untergrund. Auffällig sind ihre dickfleischigen Blätter und ihre gelbfarbenen Blüten, die bis zu 5,5 Zentimeter im Durchmesser werden und von Mai bis August Blütezeit haben.

  • Scheinbar verbreitete sich die Pflanze im Mittelalter so rasant, dass die Obrigkeit sogar Gesetze erlies, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. So entstand wohl die Bezeichnung "Twölfgrotenblume". Es gab nämlich für die Bauern eine Strafe in Höhe von zwölf Groten (Groschen), wenn die Pflanze auf ihrem Acker wuchs.

Saatwucherblume - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze bzw. ihre Wirkstoffe haben antiseptische, gerinnungshemmende, harntreibende, magenstärkende und wurmabtreibende Wirkung.

Saatwucherblume - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Pflanze wird vor allem als Antiseptikum und Wurmmittel eingesetzt. Sie kann aber auch bei Infektionen, Magenbeschwerden und Gelbsucht hilfreich sein.

Saatwucherblume - Anwendung der Heilpflanze

Für eine Anwendung der Pflanze werden vor allem ihre Blätter, frischen Triebe und Samen genutzt.

  • Achtung, die Pflanze ist aufgrund der enthaltenen Cumarine leicht giftig. Der Verzehr als ungekochtes Gemüse ist deshalb nicht ratsam.

Äußerliche Anwendung

Über eine äußerliche Anwendung der Pflanze liegen keine Aufzeichnungen vor, so dass von dieser Form der Benutzung abgeraten werden muss.

Innerliche Anwendung

Für eine innerliche Anwendung werden die Samen und getrockneten Blätter zu Tee verarbeitet. Trotz der Giftigkeit verzehrte man früher auch die frischen Triebe als Gemüse, vermutlich als Mittel gegen Würmer. Diese Verwendung ist heute nicht mehr üblich, da man inzwischen um die giftigen Cumarine weiß.


Quellen

Saatwucherblume
Hanf, Martin: Farbatlas Feldflora: Wildkräuter und Unkräuter

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