Heilpflanze Schlafmohn – Schmerzstiller und Droge mit langer Tradition

Heilpflanze Schlafmohn – Schmerzstiller und Droge mit langer Tradition

Schlafmohn - Die wichtigsten Fakten

  • Der Mohn ist eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt und wurde bereits 4000v Chr. als Heilmittel erwähnt.
  • Schlafmohn enthält Alkaloide, welche zur Herstellung von Opiaten verwendet werden.
  • Aus diesem Grund ist der Anbau und Besitz in Deutschland streng verboten, bzw unterliegt einer Genehmigungspflicht.
  • Verwendungen in Form von Arzneien sind ausschließlich Ärzten unter den Auflagen des Betäubungsmittelgesetztes (BtMG) vorbehalten.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Schlafmohn als Heilpflanze

Schlafmohn
Sammelzeit
  • keine
Heilwirkung
Anwendung

Er wird unter der lateinischen Bezeichnung Papaver somniferum geführt.

Andere Bezeichnungen für die Pflanze sind:

  • Gartenmohn
  • Mohn
  • Blaumohn
  • Ölmohn

Sie gehört zu den Mohngewächsen, den Papaveraceae, welche den Hahnenfußartigen (Ranunculales) zugeordnet werden.

Es existieren weltweit über 800 Mohn-Arten, von denen nur einige Opiat-Alkaloide oder ähnliche Substanzen enthalten.

In Deutschland häufig zu sehen ist der rote Klatschmohn.

Die Heimat des Schlafmohns ist Afghanistan, Pakistan, Iran, Burma, Laos und Thailand.

Zu Forschungszwecken und durch illegalen Drogenhandel wird er auch in anderen Ländern angebaut (z.B. Mittel- und Südamerika).

  • In Deutschland ist der Anbau verboten bzw. untersteht dieser strengen Auflagen und einer Genehmigungspflicht.

Die Pflanze enthält ca. 40 verschiedene Alkaliode (Gifte), unter anderem:

  • Morphin
  • Codein
  • Thebain
  • Papaverin
  • Noscapin
  • Narcein

    Die Samen des Mohns, welcher für Backwaren verwendet wird, enthalten eine große Menge Calcium und B-Vitamine.
    Alkaloide können in diesem zwar auch enthalten sein, jedoch in unbedenklicher Menge.
    Diese unterliegt jedoch natürlichen Schwankungen.

Der Schlafmohn zählt zu den ältesten Kulturpflanzen und seine therapeutische Wirkung war bereits 4000 Jahre v. Chr. bekannt.

Der getrocknete, milchige Saft der Mohnkapseln enthält ca. 40 verschiedene Alkaloide, unter anderem Morphin und Codein.

Diese Stoffe haben eine schmerzstillende und sedierende Wirkung, führen aber auch zu Euphorie und Rauschzuständen – missbräuchlich verwendet in Form von Opium und Heroin.
Die Verwendung zum Zweck der Rauscherzeugung kann sehr schnell in eine Abhängigkeit führen.

Mohnsamen, welche in Backwaren verwendet werden enthalten ebenfalls geringe Mengen an Alkaloiden. Diese sind unbedenklich, können jedoch Ergebnisse von Drogentests verfälschen.
In deutschen Gefängnissen sind Produkte mit Mohnsamen von der Gefangenenverpflegung daher ausgeschlossen.

Schlafmohn - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Alkaloide sind wie folgt in ihrer Wirkung beschrieben:

Schlafmohn - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die hauptsächliche Wirkung der Alkaloide ist die Schmerzlinderung.

Medikamente auf Opiat-Basis werden heute zum Beispiel bei schweren Verletzungen, nach Operationen oder in der Behandlung von Krebspatienten im Endstadium eingesetzt (Paliativmedizin).

Schlafmohn - Anwendung der Heilpflanze

Die Anwendung ist nur unter ärztlicher Aufsicht bzw. nach ärztlicher Anordnung gestattet.
Jede Verschreibung muß von einem Mediziner dokumentiert und belegt werden.

Äußerliche Anwendung

Äußerliche Anwendungen sind nicht bekannt.

Innerliche Anwendung

Nur unter ärztlicher Anordnung in Form von Tabletten oder Injektionen.


Quellen

Weilemann, Ludwig Sascha: Drogen

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