Kaseinunverträglichkeit Test - eine Übersicht

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Kaseinunverträglichkeit Test - Die wichtigsten Fakten

  • Reagiert das körpereigene Immunsystem abwehrend auf Kasein, spricht man nicht mehr von einer Unverträglichkeit gegen Kasein, sondern von einer Allergie.
  • Betroffene die vermuten, an einer Allergie gegen Kasein (dem Milcheiweiß der Milch) zu leiden, sollten Ärzte aufsuchen (Allergologen), die sich auf das Thema Allergien spezialisiert haben.
  • Besonders Säuglinge und Kleinkinder sind von dieser Form der Allergie betroffen.

Kaseinunverträglichkeit Test - Verschiedene Testverfahren

Eine Diagnose durch einen speziellen Test zu stellen ist oftmals nicht möglich. Aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Verfahren, die über einen längeren Zeitraum getestet werden, kann eine erste vorsichtige Diagnose getroffen werden.

  • Erster Schritt:

Ein dokumentiertes und detailliertes Essens-Tagebuch muss selbstständig angefertigt werden. Dies zeigt, welche Lebensmittel verzehrt wurden und wann genau welche Beschwerden aufgetreten sind. Im weiteren Verlauf kann komplett auf Kasein in der zugeführten Nahrung verzichtet werden um festzustellen, ob eine Besserung der Symptome auftritt.

  • Zweiter Schritt:

Ärzte wenden bei Betroffenen häufig den Prick-Test an. Hierbei wird die zu testende Substanz (häufig in Verbindung mit weiteren Risikolebensmitteln wie Nüssen, Ei oder Fischsorten) auf die Haut aufgetragen.

Durch einen kleinen Ritz gelangt die Substanz in den Körper. Nach einer kurzen Wartezeit bilden sich bei allergischer Reaktion unterschiedlich große rote Stellen und Schwellungen an der eingeritzten Stelle. Der Arzt wertet gemeinsam mit dem Patienten die Intensivität aus und stellt eine Diagnose.

  • Dritter Schritt:

Der Arzt versucht mit einem sogenannten RAST-Test (Radio-Allergo-Sorbent-Test) IgE Antikörper im Blut festzustellen und die Immunsystemreaktionsbereitschaft gegen ein spezielles Allergen (beispielsweise Kasein) festzustellen.

Kaseinunverträglichkeit Test: Ergebnisse

Kaseinunverträglichkeit Test: Die Testverfahren bilden nur gemeinsam und mit längerer Beobachtungszeit ein zufriedenstellendes Ergebnis.

  • Negativer Punkt bei den aufgezeigten Testverfahren ist die Tatsache, dass die Tests lediglich eine Sensibilisierung auf das getestete Allergen aufzeigen. Dies muss nicht zwangsläufig von einer Allergie gesprochen werden.

Falls nach den vorgestellten Kaseinunverträglichkeit Testverfahren immer noch keine eindeutige Klarheit herrscht, kann der Provokationstest - der unbedingt unter Aufsicht der Ärzte erfolgen muss - ein eindeutiges Ergebnis liefern.

Hierbei wird gezielt das Kasein zugeführt (stufenweise und in immer größer werdenden Mengen). Zeitgleich werden die Symptome überwacht. Falls eine zu starke Überreaktion auftritt, kann der Arzt/das Krankenhaus, in dem der Test durchgeführt wird, gezielte Gegenmaßnahmen einleiten.


Quellen

Seiderer-Nack, Julia: Was passiert im Darm?: Neues Wissen für mehr Darmgesundheit
Integriertes Seminar Chemie im Haushalt
Sutermeister, Edwin / Brühl, Ernst: Das Kasein: Chemie und technische Verwertung
Schneider, Anuba: Das Große Lexikon der Nahrungsmittel & Unverträglichkeiten
Hart, Edwin Bret: A Simple Test for Casein in Milk and Its Relation to the Dairy Industry
Paas, Doris: Das Laktose-Intoleranz Buch: alles, was Sie über die Milchzuckerunverträglichkeit wissen möchten


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