Cholin - Vitamin B4

Die meisten Menschen haben noch nie etwas von Cholin gehört, und trotzdem ist der Mikronährstoff von großer Bedeutung für die Gesundheit des Menschen  - im Besonderen für das Gehirn und die Nerven.

Der Mikronährstoff ist in seiner Bedeutung erst seit dem Jahr 1998 in Europa bekannt und wird daher nur von wenigen als Nahrungsmittelergänzung konsumiert. Doch das kann sich nun ändern.

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Cholin – woher kommt der Mikronährstoff?

Der Mikronährstoff wurde im Jahre 1849 erstmals  von dem deutschen Chemiker Adolf Strecker in einer Schweinegalle entdeckt.

Die Benennung des Nährstoffs erfolgte erst ein paar Jahre später - im Jahre 1862.  Eine synthetische Herstellung gelang dem Forscherteam Baeyer/Wurtz nur ganze vier Jahre später.

Heute wird der Mikronährstoff ganz offiziell vom „Institute of Medicine“ der United States National Academy of Sciences als essenzieller, also vom Körper nicht selber herstellbarer, Nährstoff gelistet. Cholin wird der Gruppe der B-Vitamine zugeordnet und muss über die Nahrung zugeführt werden.

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Die Wirkung von Cholin im Körper

Die Wirkung des Mikronährstoffes im menschlichen Körper ist sehr komplex. Bei den Stoffwechselvorgängen wird der Mikronährstoff in Acetylcholin umgewandelt und der wiederum ist ein Neurotransmitter, das heißt er überträgt die Nervensignale.

Zudem ist Acetylcholin für die Steuerung von Gedächtnisvorgängen, Nervenprozessen, Gefühlen und Emotionen sowie das Verhalten zuständig. Kurz gesagt – der Mikronährstoff ist wichtig für Gehirn und Nerven.

Besonders in der Schwangerschaft spielt der Mikronährstoff eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung des Gehirnes sowie des Gedächtnisses eines ungeborenen Kindes. Natürlich profitieren nicht nur ungeborenen Kinder von Cholin, auch im Alter ist der Mikronährstoff für die Gedächtnisleistung, Muskelfunktionen und die Leber wichtig.

Besonders positiv ist die Wirkung von Cholin auf die Gehirn- und Nervenzellen. Der Mikronährstoff kommt im menschlichen Körper vor allem in der Großhirnrinde vor, hier erhält es Milliarden von Zellen und deren Fortsätze am Leben.

Cholin in der Nahrung

Cholin ist ein essenzieller Nährstoff, das heißt, er kann im Körper nicht oder nur in geringen Mengen selber hergestellt werden. Daher empfiehlt sich eine Zuführung des Mikronährstoffes über die Ernährung. Besonders wichtig ist der Mikronährstoff für die Nerven und das Gehirn. Eine Unterversorgung kann zur Folge haben, dass sich im Gehirn Plaques sowie Cholesterin und Eiweißablagerungen festsetzen.

Diese Ablagerungen können einen geistigen Zerfall beschleunigen. Aufgrund einer falschen Ernährung tritt dieser Zerfall nicht erst im Alter ein, bereits ab dem 40. Lebensjahr sind die Auswirkungen deutlich zu spüren.

Folgen einer falschen Ernährung und damit einer Unterversorgung des Mikronährstoffes  sind Konzentrationsschwäche und Vergesslichkeit. Aber auch Kreislaufschwäche, Kopfschmerzen, Verstopfung, Gereiztheit oder Schlafstörungen können zu den Symptomen von zu wenig Cholin in der Nahrung gehören.

Experten empfehlen eine tägliche Zufuhr für Männer und stillende Frauen von rund 550 Milligramm des Mikronährstoffes. Frauen benötigen ca. 425 Milligramm Cholin. In der Schwangerschaft erhöht sich der Bedarf leicht auf 450 Milligramm.

Folgende Lebensmittel sind eine gute Quelle des Mikronährstoffes laut einer Studie der Universität von North Carolina:

LebensmittelGehalt in Milligramm/100 g
 Eigelb680
 Rinderleber418
 Hähnchenleber290
 Eier251
 Weizenkeime150

Weitere Lebensmittel sind:

  • Schinkenspeck
  • Schweinefleisch
  • Hähnchenfleisch

Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung ist es einfach, den Körper mit der ausreichenden Menge Cholin zu versorgen.

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