Vitamin-b11

Vitamin B11 ist eine weniger gebräuchliche Bezeichnung für Folsäure. Sie ist die synthetische Form des Vitamin B.

Die Substanz wurde im Jahr 1941 entdeckt und ist, wie einige andere Vitamine auch, hitze- und lichtempfindlich.

Chemisch setzt sich Vitamin B11 aus para-Aminobenzoesäure, einem Pteridin Derivat und L-Glutaminsäure zusammen.

Vitaminbedarf ermitteln

pfeil
herz

Wie wird Folsäure gewonnen?

In der chemischen Industrie wird Vitamin B11 beziehungsweise Folsäure im Tonnenmaßstab produziert.

Dazu wird zuerst das 6-Hydroxy-2,4-diaminopyrimidin aus Cyanessigsäureethylester und Guandin synthetisiert.

Anschließend wird es mit Salpetriger Säure zu einem Nitro Derivat umgesetzt und im nächsten Schritt zu 6-Hydroxy-2,4,5-triaminopyrimidin reduziert. Mittel zur Reduktion sind zum Beispiel Zinnchlorid, Wasserstoff oder Natriumdithionit, welche in Verbindung mit einem Hydrierkatalysator eingesetzt werden.

Folsäure in Lebensmitteln

Vielen Menschen fehlt es an Folsäure, so dass häufig ein Mangel auftritt. Dabei kann das Vitamin B11 über die Nahrung aufgenommen und dieser Mangel so ausgeglichen werden.

Vor allem grünes Blattgemüse, wie Spinat und Rosenkohl enthält Folsäure. In Fisch befindet sich ebenfalls ein kleiner Anteil des Vitalstoffs, aber dieser ist sehr gering.

Reich an Vitamin B11 sind zudem diese Lebensmittel:

Die Stabilität des Stoffes

Vitamin B11 ist besonders lichtempfindlich, speziell bei UV-Strahlung. Auch Sauerstoff, Schwermetalle und erhöhte Temperaturen sowie Wasser können ihm schaden. Intensives Wässern und lange Lager- oder Kochzeiten sollten daher vermieden werden, da ansonsten die Wirkung von Vitamin B11 reduziert wird.

Wenn intensive Sonnenbestrahlung auf die menschliche Haut trifft, wird der Gehalt an Vitamin B11 im Körper verringert. Insbesondere sehr hellhäutige Menschen haben unter diesem Effekt zu leiden.

Der Bedarf an Folsäure

Die empfohlene Dosis für Vitamin B11 pro Tag liegt bei etwa 200 Mikrogramm. Frauen, welche einen Kinderwunsch hegen, sollten sogar 800 Mikrogramm pro Tag zu sich nehmen. Wer gegen Arteriosklerose vorbeugen möchte, sollte etwa 600 Mikrogramm Vitamin B11 täglich zu sich nehmen.

Schwangeren und Stillenden werden 800 Mikrogramm empfohlen. Werden dem Körper mehr als 1.000 Mikrogramm Folsäure zugeführt, hat dies jedoch keinen zusätzlichen Effekt, der für die Gesundheit zuträglich sein könnte.

Die Auswirkungen des Folsäuremangels auf den Körper

Wird dem Körper zu wenig Vitamin B11 zugeführt, hat dies negative Auswirkungen auf den Organismus. Dieser zeigt sich vor allem am Blutbild, denn es kann zu einer hyperchromen makrozytären Anämie kommen. Ist ein Mangel vorhanden, fällt der Serumspiegel ab.

Häufig kommt es bei übermäßigem Alkoholkonsum zu einem Mangel an Folsäure. Auch Erkrankungen des Dünndarms und der Leber gehören zur Vorstufe der Mangelerscheinungen. Frauen, welche empfängnisverhütende Mittel einnehmen, haben einen erhöhten Bedarf.

Diesen Artikel teilen: facebook-30x32 twitter-30x32 google-plus-30x32

Auch interessant