Acker-Rettich als Heilpflanze

Acker-Rettich als Heilpflanze

Acker-Rettich - Die wichtigsten Fakten

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Acker-Rettich als Heilpflanze

Acker-Rettich
Sammelzeit
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
Heilwirkung
Anwendung

Das Gewächs trägt den wissenschaftlichen Namen Raphanus raphanistrum, gehört damit zur Gattung Raphanus (Rettiche) und zur Familie der Brassicaceae (Kreuzblütler). Ein weiterer, möglicher Name lautet Sisymbrium officinale.

Diese Pflanze ist auch bekannt als Hederich oder Wilder Rettich.

Der Acker-Rettich ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Rettiche (Raphanus) und damit zur Familie der Kreuzblütengewächse gehört. (Brassicaceae).

Ursprünglich stammt das Gewächs aus dem Mittelmeerraum, ist aber inzwischen weltweit beheimatet. In der Mitte Europas ist diese Pflanze bereits seit der Jungsteinzeit und damit schon seit etwa 13.000 Jahren bekannt. Heute wächst er vor allem auf Äckern und Brachland. Die Pflanze blüht von Mai bis Oktober, in diesem Zeitraum kann sie gesammelt werden.

Zu den Inhaltsstoffen von Acker-Rettich gehören:

  • ätherische Öle
  • Senfölglykoside
  • Bitterstoffe
  • Vitamine
  • Allylsenföl
  • Glucosinolate
  • Gluconasturtiin
  • Mineralstoffe
  • Flavone
  • Quercetin
  • Kämpferol
  • Asparagin
  • Allicin
  • Sinigrin
  • Arginin
  • Pentosan
  • Alloxurbasen
  • organische Schwefelverbindungen
  • Oxydase

Erstaunlicherweise gleichen die Inhaltsstoffe denen von Meerettich, sind aber nur in geringeren Mengen enthalten. Dei Senfölglykoside wirken antibakteriell.

Der Acker-Rettich zählt zu den einjährig wachsenden, krautigen Pflanzenarten. Er besitzt einen grün-blauen Stängel, weiße oder gelbe Blüten mit violetter Äderung und eine Schote, die an eine Perlenschnur erinnert. Die Pflanze erreicht eine Größe von maximal 60 Zentimeter.

  • Mit dem aus vielen Küchen bekannten Rettich ist diese Pflanze nur entfernt verwandt. Ein verbindendes Element ist die ausgeprägte Schärfe der Wurzeln.

Acker-Rettich - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze wirkst stark harntreibend und stimmungsaufhellend, außerdem hat sie beruhigende, krampf- und schleimlösende Wirkungen. Zudem werden der Pflanze antibakterielle Wirkungen zugeschrieben.

Acker-Rettich - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Man kann die Pflanze unter anderem bei Blasenentzündung, Bronchitis, Bronchialasthma, Heiserkeit, Halsschmerzen, Stimmbandentzündung, und Husten verwenden. Sie wird aber auch bei Kehlkopfentzündung, Lungenverschleimung oder Nierensteinen eingesetzt.

Acker-Rettich - Anwendung der Heilpflanze

Für eine heilkundliche Anwendung wird entweder die Wurzel oder das frische Kraut der Pflanze genutzt. Letzteres wirkt hautreizend. Nach dem Entfernen der Schärfe können auch Kinder den Acker-Rettich einnehmen, allerdings mögen viele den intensiven Geschmack nicht. Schwere Nebenwirkungen sind für dieses Gewächs nicht bekannt. Lediglich allgemeine, allergische Reaktionen sind möglich.

Äußerliche Anwendung

Zur äußerlichen Anwendung kann man das frische Kraut oder eine Tinktur daraus in Form eines Umschlages auf die entsprechenden Hautpartien aufbringen.

Innerliche Anwendung

Zur innerlichen Anwendung wird entweder Tinktur verwendet, die verdünnt eingenommen werden kann. Nach dem Einlegen in Essig oder Wasser verliert zudem die Wurzel sehr viel an Schärfe und kann ebenfalls als natürliche Arznei verzehrt werden, sofernman die verbliebene Schärfe verträgt.


Quellen

Acker-Rettich
Hahnemanns, Samuel: Apothekerlexicon, Band 1
Beiser, Rudi:Unsere essbaren Wildpflanzen: Bestimmen, sammeln und zubereiten
Willfort, Richard: Gesundheit durch Heilkräuter: Erkennung, Wirkung u. Anwendung d. wichtigsten einheimischen Heilpflanzen
König, Roderich / Winkler, Gerhard: Medizin und Pharmakologie: Heilmittel aus den Gartengewächsen


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