Vitamin C (Ascorbinsäure) - alles zum lebenswichtigen Vitamin

Vitamin C auf einen Blick
  • Vitamin C ist auch unter der Bezeichnung Ascorbinsäure bekannt.
  • Evolutionsbedingt kann der menschliche Organismus den Stoff heute nicht mehr synthetisieren.
  • Vor allem pflanzliche Lebensmittel dienen als Ascorbinsäurequelle.
  • Skorbut ist eine bekannte Vitamin-C-Mangelkrankheit.
  • Besonders mangelgefährdet sind Raucher sowie Schwangere und Stillende.

Vitamin C (Ascorbinsäure) – Was ist das?

Der wasserlösliche Vitalstoff wurde 1912 entdeckt und zählt heute zu den bekanntesten Vitaminen. Im Allgemeinverständnis ist Vitamin C vor allem als diejenige Substanz definiert, die in Obst (überwiegend in Zitrusfrüchten) vorkommt und besonders für die Gesundheit und das Immunsystem von Bedeutung ist.

Ascorbinsäure ist jedoch für eine Vielzahl weiterer Körperfunktionen relevant und weist im Vergleich zu anderen Vitaminen einige Besonderheiten auf. Zu diesen Besonderheiten zählt, dass das Vitamin – im Unterschied zu allen anderen wasserlöslichen Vitaminen – nicht primär als Coenzym, sondern als Antioxidans fungiert.

Daher sollte stets darauf geachtet werden, dem menschlichen Organismus immer genügend Vitamin C (Ascorbinsäure) zuzuführen. Denn der Körper des Menschen benötigt dieses wichtige Vitamin außerdem zum Abfangen von freien Radikalen und zum Bindegewebsaufbau.

Der menschliche Organismus benötigt, um sich fit und gesund zu halten, täglich etwa 100 – 200 Milligramm von der Ascorbinsäure.

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Alles zu Vitamin C

Aufgaben & Wirkung von Vitamin C?

Vitamin C oder auch Ascorbinsäure wird mit seinen zahlreichen Aufgaben im menschlichen Körper nicht umsonst immer wieder als Allroundtalent bezeichnet. Wird es in ausreichender Menge zugeführt, so ist es wesentlich an der Optimierung des Immunsystems, dem Erhalt einer gesunden Haut sowie der verbesserten Aufnahme anderer Nährstoffe beteiligt. Besonders in den kühleren Jahreszeiten soll Vitamin C auch bei der Vorbeugung von Erkältungen eine entscheidende Rolle spielen.

Vitamin C bzw. Ascorbinsäure ist zudem für den menschlichen Organismus primär als Antioxidans von Bedeutung.

Hier verhindert es durch die eigene Oxidation (= Radikalfänger), dass andere Substanzen (z. B. Folsäure) oder aber beispielsweise die Retina der Augen sowie die DNA oxidieren und Schaden nehmen. Der essentielle Vitalstoff übernimmt darüber hinaus viele weitere Funktionen:

  • Beteiligung am Aufbau von L-Carnitin
  • Beteiligung am Abbau von Cholesterin
  • Schutzfunktion für die Gefäßinnenwände
  • Beteiligung an der Entgiftung und Ausscheidung schädlicher Substanzen (Stimulation des Leberenzymsystems)
  • Begünstigung der Eisenresorption
  • Beeinflussung der Kollagen-, Neurotransmitter- und Hormonsynthese
  • Kontrolle des Histamingehaltes im Blut
  • besseren Aufnahme von Eisen aus der Nahrung
  • besseren Zellschutz
  • Kollagenbildung
  • Senkung des Risikos, an Infekten zu erkranken.

Aufgrund der vielfältigen Funktionen des Vitamins, lassen sich zahlreiche Wirkungsbereiche im menschlichen Organismus festhalten: Vitamin C (Ascorbinsäure) ist relevant für das Binde- und Stützgewebe sowie Knorpel, Knochen und Zähne des Menschen.

Es wirkt bei der Wundheilung und Narbenbildung förderlich, stellt Botenstoffe für das Nervensystem (Gehirn) her, aktiviert zum Beispiel Wachstumshormone (Körper bzw. Zellwachstum) und stärkt das Immunsystem, sodass Infekte besser abgewehrt werden können. Außerdem beugt es Erkältungskrankheiten vor und hilft somit bei ersten Anzeichen von Husten, Schnupfen und Halsschmerzen.

Des Weiteren wird Vitamin C immer wieder mit dem Stichwort „Krebsprävention“ in Verbindung gebracht, da man davon ausgeht, dass der antioxidative Wirkstoff nicht nur schädlich wirkenden Sauerstoff, sondern auch krebsauslösende Nahrungsbestandteile (Nitrosamine) auffangen und damit quasi inaktivieren kann.

Auf der Haut wirkt Vitamin C ebenfalls. Als das Gerüst der Haut gibt das Kollagen ihr seine Festigkeit und Kraft. Zur Herstellung des Kollagens wird Vitamin C als essentieller Bestandteil benötigt. So sind tiefe Falten die Folge eines fehlenden oder beschädigten Kollagengerüstes. Dieses Gerüst sollte großen Spannungen standhalten. Daran ist unter anderem das Wundermittel Vitamin C (am besten: äußerliche Anwendung) beteiligt.

Die richtige Aufnahme

Diese Aufnahme von Vitamin C sollte kontinuierlich erfolgen, da ein Speichern von Vitamin C im Körper nicht möglich ist. Vitamin C verbindet Eiweiß mit anderen Substanzen. Außerdem verbessert es die Aufnahme von Eisen sowie Kalzium.

Egal, wie hoch die eingenommene tägliche Dosis an Vitamin C ist: Der Körper kann nur eine bestimmte Menge auf einmal aufnehmen. Die Menge an Vitamin C, die darüber hinaus geht, wird über die Niere ausgeschieden. Es bringt also wenig, die Vitaminspeicher durch die konzentrierte Zufuhr auffüllen zu wollen.

Besser wirkt sich eine regelmäßige Einnahme Vitamin C haltiger Nahrungsmittel über den Tag verteilt aus. Dies fällt leichter, wenn man reichlich Obst und Gemüse zu sich nimmt.

Um eine möglichst effektive Aufnahme zu ermöglichen, sollte das Obst bzw. Gemüse in bis zu fünf Portionen aufgeteilt verzehrt werden. Am gesündesten lebt also, wer mehrmals täglich zwischendurch immer wieder einmal zu gesunden Lebensmitteln wie Obst greift.

Das Vitamin wird größtenteils in Organen wie der Nebenniere, der Augenlinse, der Hypophyse, der Milz sowie dem Gehirn gespeichert. Darüber hinaus befindet sich das Vitamin im menschlichen Blut (Leukozyten, Blutplasma).

Vitamin C hochdosiert

Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung wurde eine Empfehlung von 100 mg Ascorbinsäure pro Tag ausgesprochen.

Nach neuesten Erkenntnissen ist vermehrt sogar die Rede von 150 bis 200 mg täglich. Zwar kann dieser Bedarf auch über die Nahrung gedeckt werden. Aber das ist oftmals nicht ganz einfach. Vor allem für bestimmte Personenkreise.

In hochdosierter Form kann Ascorbinsäure vor allem vorteilhaft sein für Personen, die:

  • vermehrt zu Infekten neigen
  • älter sind (Senioren)
  • schwanger sind oder stillen und
  • chronisch erkrankt sind

Für diese bietet es sich eventuell an, Vitamin C hochdosiert und in Form von Nahrungsergänzungsmitteln aufzunehmen. Beispielsweise in Form von Injektionen, Tabletten oder Pulver. Solche Maßnahmen sollten aber vorher unbedingt mit einem Arzt oder Ernährungsberater abgesprochen werden.

Sie sollten nach Möglichkeit 200 g dieses Vitamins am Tag zu sich nehmen. Auch Raucher benötigen teilweise bis zu 40 % mehr.

Zudem haben Personen, die unter Geschwüren des Dünndarms oder des Magens leiden mitunter Probleme, das Vitamin aufzunehmen. Dies liegt darin begründet, dass durch das vorhandene Geschwür der Transport sowie die Verwertung der zugeführten Nahrung eine Behinderung erfährt.

Vitamin C hochdosiert kann auch von Personen benötigt werden, die bestimmte Arzneimittel einnehmen müssen. Darunter fallen unter anderem:

  • Antibiotika
  • Mittel zur Empfängnisverhütung oder auch
  • Schmerzmittel

Ist eine Vitamininfusion sinnvoll – und wenn ja wann?

Der Vitamin C Infusion liegt die Erkenntnis zugrunde, dass

Bei vielen Krankheiten und Beschwerden ist der Vitaminbedarf weit höher, als der Organismus über den Magen-Darm-Trakt aufnehmen kann. Außerdem ist die Aufnahme durch die Darmschleimhäute krankheitsbedingt häufig weiter reduziert. Therapeutisch wirksame Vitamin C Spiegel können daher teilweise nur durch eine direkte Vitamin C Infusion erreicht werden.

Bei dieser Vitamin C Kur wird es dem Körper direkt als Injektion oder Infusion über die Blutbahn zugeführt. Die Idee einer Vitamininfusion wurde von Anfang an von vielen Kritikern abgelehnt, aber in den letzten 20 Jahren zeigen einige Studien auch neue Erkenntnisse zur therapeutischen Anwendung der Infusion.

Seit Anfang der 1990er Jahre forscht man intensiv auf dem Gebiet der Vitamin C Therapie. So erschienen allein in der bedeutenden medizinischen Datenbank Medline etwa 8.000 Arbeiten, die einen genauen Blick auf das Vitamin C werfen. Dank dieser Arbeiten wurde die Vitamin-C-Hochdosis-Therapie entwickelt. Diese Therapie wird heute auch in Deutschland zunehmend von Ärzten und Heilpraktikern eingesetzt.

Mögliche Anwendungsfelder dieser Therapie sind u.a.:

  • Infektanfälligkeit
  • Verminderte Leistungsfähigkeit und Stress
  • Begleittherapie bei vielen Krankheiten
  • Krebsnachsorge
  • Pilze im Verdauungstrakt
  • Wundheilung
  • Chronische Schmerzen
  • Rheuma
  • Asthma und Bronchitis
  • Allergien
  • Alkohol- und Nikotinentzug

Verzögerte Aufnahme mit Retard Kapseln

Seit einiger Zeit gibt es spezielle Präparate mit zeitverzögerter Wirkung auf dem Nahrungsergänzungsmittelmarkt. Sie wurden mit dem Hintergrund hergestellt, dass der Körper nur eine begrenzte Menge Vitamin C auf einmal aufnehmen kann.

Retard Kapseln geben das Vitamin C ganz langsam ab und garantieren so eine bestmögliche Aufnahme im Körper. Dies ist besonders bei Menschen mit erhöhtem Vitaminbedarf empfehlenswert.

Tagesbedarf von Vitamin C

Der Organismus des Menschen ist nicht in der Lage, selbstständig Vitamin C (Ascorbinsäure) herzustellen. Er kann auch kein Vitamin C abspeichern. Aus diesem Grunde ist es erforderlich, dieses wichtige Vitamin jeden Tag mit der Ernährung dem Körper zuzuführen.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung wurde für erwachsene Personen ein Tagesbedarf von 100 mg Vitamin C empfohlen. Abhängig vom Alter benötigen Kinder geringere Mengen des Vitamins.

Bei schwangeren Frauen ist mit einem erhöhten Tagesbedarf von 110 mg an Vitamin C zu rechnen. Solange die Frau ihr Baby stillt, benötigt sie sogar 150 mg Ascorbinsäure pro Tag.

So kann der Tagesbedarf an Vitamin C gedeckt werden

Schon mit dem Verzehr von einer Paprikaschote oder zwei Kiwis kann der Tagesbedarf gedeckt werden. Aber auch bereits ein Glas Orangensaft, frisch gepresst, genügt, um die empfohlene Tagesmenge an Vitamin C aufzunehmen.

Der größte Anteil an Ascorbinsäure befindet sich in Lebensmitteln wie zum Beispiel in

Überdosierung von Vitamin C

Obst und Gemüse kann in der Regel gar nicht genug zu sich genommen werden. Eine Überdosierung von Vitamin C ist demnach also kaum möglich. Wesentlich gefährlicher ist es da, wenn eine Unterversorgung im Körper herrscht.

Wer seinen Tagesbedarf nicht mit der Nahrung decken kann, darf hier also ruhig auf Nahrungsergänzungsmittel vertrauen. Solche Maßnahmen sollten aber stets mit einem Arzt besprochen werden.

Da Vitamin C wasserlöslich ist, wird der Überschuss wieder ausgeschieden. 

WIE HOCH IST IHR VITAMINBEDARF?

Wissen Sie, wie hoch Ihr Vitaminbedarf ist? Unser Vitaminbedarfsrechner hilft Ihnen bei der Ermittlung. Sie sind…

Lebensmittel die Vitamin C beinhalten

Pflanzliche Lebensmitteln enthalten besonders viel Vitamin C. Nicht nur Wurzeln (z. B. Kohlrabi) und Blatt- bzw. Stängelgemüse (z. B. Kräuter, einige Kohlarten) eignen sich dazu, den täglichen Bedarf an Ascorbinsäure zu decken. Auch Kartoffeln und verschiedene Früchte (z. B. Zitrusfrüchte, Äpfel, Bananen) sind gute Lieferanten für den wichtigen Vitalstoff.

Besonders hohe Vitamin-C-Werte weist, neben Sanddorn und Hagebutte, die Acerolakirsche auf. In Deutschland allerdings werden diese pflanzlichen Lebensmittel verhältnismäßig selten verzehrt.

Auch in tierischen Lebensmitteln findet sich Vitamin C, hier jedoch in deutlich geringeren Mengen, sodass z. B. FleischFischMilch und Eier nur geringfügig zur Deckung des täglichen Vitamin-C-Bedarfs beitragen können.

NahrungsmittelVitamin C Gehalt pro 100 g
Äpfel  12 mg
Orangen  50 mg
Erdbeeren  65 mg
Sauerkraut  20 mg
Zitronen  50 mg
rote Paprika140 mg

Übrigens, Gemüse übertrumpft Obst – Hat der Verbraucher bisher geglaubt, der beste Vitaminlieferant wären Zitrusfrüchte, wird er jetzt aufgeklärt. Es gibt Gemüsesorten, die weitaus mehr von diesem Nährstoff beherbergen als Orangen und Co. Vor allem verschiedene Kohl-Arten, wie Grünkohl, Rosenkohl oder gar Brokkoli sind da weitaus besser in der Lage den Menschen die nötige Vitaminzufuhr zu liefern. Die besten Vitamin C Lieferanten sind aber Hagebutten und Acerolakirschen.

Hitze und Sonneneinstrahlung können einige Vitamine gar nicht gut haben. Wer auf frisches Obst und Gemüse setzen will, sollte dieses daher im Kühlschrank lagern und schnell verspeisen. Zudem ist es erwiesen, dass eingefrorenes Gemüse oder auch Obst häufig vitaminreicher ist, als frische Lebensmittel dieser Art.

Sofern darauf geachtet wird, dass der Organismus des Menschen genügend Lebensmittel mit einem hohen Vitamin C Gehalt zu sich nimmt, kann dieser geschützt werden. Eine gesunde Ernährung ist dafür unabdingbar. Zusätzlich kann aber auch eine Einnahme von Vitaminpräparaten stattfinden.

Beerenobst als Vitamin C Lieferant

Fruchtig-frisches Beerenobst versüßt nicht nur den Sommer sondern enthält besonders viel Vitamin C. Frisch vom Strauch ist die Beere ein wahres Kraftpaket. Besonders hervorzuheben sind hier Stachel- und Johannisbeeren.

Sie steuern nicht nur durch ihren Vitamin Gehalt sondern auch mit den enthaltenen Ballaststoffen einen wertvollen Beitrag zur Gesundheit bei. Johannisbeeren verhindern zudem Cholesterinablagerungen in den Arterien. So schützen sie vor Herzinfarkt sowie Bluthochdruck. Die schwarze Johannisbeere enthält übrigens weit mehr Vitamin C als die rote.

Zu den Vitaminbomben zählt auch die schmackhafte Erdbeere. Sie enthält KalziumMagnesiumEisen und Folsäure. Mit ihrer entzündungshemmenden Wirkung hilft sie beispielsweise bei Durchfall. Auch der Sanddorn ist ein Beerenobst. Kaum ein Obst kann es hinsichtlich Vitamingehalt mit ihm aufnehmen. Sanddornsaft stärkt den Körper und schmeckt hervorragend.

Auch Exotische Früchte sind gute Quellen

Noch mehr Vitamin C als Beerenobst enthalten Mangos und Kiwis. Mangos sind darüber hinaus sehr reich an Vitamin EVitamin B2, Vitamin B1 sowie Folsäure. Auch die Kiwi enthält reichlich Vitamine. Zwar sollte sie nicht mit Milch gemischt werden, da sie sonst sehr bitter wird. Ihr Beitrag zu einer gesunden Ernährung ist aufgrund der durch sie verbesserten Eiweißverdauung aber trotzdem nicht zu unterschätzen.

Ein weiteres exotisches Obst mit hohem Vitamin C Gehalt ist die Papaya. Satte 82 Milligramm sind in 100 Gramm Obst enthalten. Die Guave kann samt Schale und Kern verspeist werden. Sie hat, nach der oft unterschätzten Camu Camu, den höchsten Vitamin C Gehalt aller exotischen Früchte, die in unseren Breiten verkauft werden.

Vitamin-Gehalt von Nahrungsergänzungsmitteln

Nach dem aktuellen Stand der Studien empfehlen Experten bei der zusätzlichen Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, welche unter anderem in Form von Pulver am Markt frei erhältlich sind, 500 bis 1000 Milligramm des wichtigen Vitamins zu sich zu nehmen.

Eine erhöhte Einnahme von Ascorbinsäure ist unbedenklich. Erhält der Körper einen zu hohen Vitamin C Gehalt, scheidet er diesen gleichermaßen über den Urin, und bei enorm hoher Dosis über den Stuhl, wieder aus.

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Vitamin C – Mangel & Risikogruppen

Eines vorweg: Ein Vitamin-C-Mangel ist aufgrund der guten Versorgungslage in Mitteleuropa kaum noch zu verzeichnen.

Dass ein temporärer oder dauerhafter Mangel an Ascorbinsäure jedoch schwerwiegende Folgen haben kann, zeigte sich vor allem bis ins 18. Jahrhundert. In dieser Zeit war die sogenannte Skorbut-Erkrankung insbesondere bei Seereisenden (die oft über Wochen nur sehr begrenzt frische Lebensmittel konsumieren konnten) weit verbreitet und – da Skorbut in der Regel zum Tod führte – sehr gefürchtet.

Ein leichter Ascorbinsäure-Mangel zeichnet sich zunächst durch unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Schwäche oder stärkerer Anfälligkeit für verschiedene Infekte ab.

Vitamin C Mangel gefährdet den Körper. Erhält der menschliche Organismus nicht genügend Ascorbinsäure, fehlt diesem ein wichtiges Antioxidationsmittel. Die Folgen daraus bestehen in:

  • Freien Radikalen im Blut sowie Gehirn
  • Krankheiten, welche mit Arteriosklerose verbunden sind
  • einer verlangsamten Wundheilung und
  • einer deregulierten Hormonausschüttung

Auch bei Säuglingen kann eine Vitamin-C-Unterversorgung (= Moeller-Barlowsche-Krankheit) auftreten. Sie ist gekennzeichnet durch eine gestörte Knochenbildung sowie Wachstumsstörungen, Schleimhautblutungen und Blutungen der inneren Organen.

Ein Mangel an Vitamin C tritt nicht nur bei sehr Vitamin-C-armer Ernährungsweise auf. Weitere Faktoren, die einen Vitamin C Mangel begünstigen können, sind folgende:

  • höheres Alter
  • chronische Erkrankungen oder physischer Stress durch beispielsweise Fieber oder Verbrennungen
  • Wachstumsphase
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Medikamenteneinnahme (vor allem: Aspirin, östrogenhaltige Mittel zur Verhütung oder in den Wechseljahren)
  • Raucher

Vitamin C in der Schwangerschaft

Ungeborene sind auf eine ausreichende Menge an Vitamin C in der Schwangerschaft angewiesen. Schwangere Frauen, die das nicht berücksichtigen, riskieren irreparable Gehirnschädigungen des Kindes. Denn vor kurzem konnten Wissenschafter feststellen, dass das wertvolle Vitamin die Nährstoffversorgung des Fötus im Mutterleib während der Schwangerschaft beeinflusst.

Schäden aufgrund Vitaminmangels während der Schwangerschaft zeigt nun eine dänische Studie. Eine Vitamin C Unterversorgung während der Schwangerschaft wirkt sich bei Föten nicht nur in Form von einer Mangelerscheinungen aus. Tatsächlich wiegt ein derartiger Nährstoffmangel viel schwerer.

So werden sämtliche Organe des Babys nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt, wenn dieses nicht genügend Vitamin C erhält. Im schlimmsten Fall wird das Erinnerungszentrum des Kindes während der Schwangerschaft nur zu 85 % des Optimums ausgebildet.

Die oben genannten Aussagen basieren auf einer dänischen Studie, die an 80 Meerschweinchen sowie deren Nachwuchs durchgeführt wurde. Dabei wurde je eine Gruppe der Tiere mit vitaminarmem Futter versorgt, während die andere Gruppe Vitamin C reiches Futter erhielt. Die Jungtiere der schlecht ernährten Nager kamen mit einem entwicklungsgestörten Gehirn zur Welt.

In weiterer Folge wurden diese Neugeborenen neuerlich in zwei Gruppen aufgeteilt, wie beim ersten Versuchsaufbau. Je eine Gruppe erhielt nun neuerlich vitaminarmes bzw. vitaminreiches Futter.

Erstere Gruppe blieb nach einem Beobachtungszeitraum von mehreren Wochen in der Entwicklung stecken. Die betroffenen Meerschweinchen konnten sich nicht über das ‚Teenager Alter‘ hinaus weiter entwickeln. Eine Besserung war nicht mehr zu erwarten. Demnach muss bei Vitamin C armer Kost in der Schwangerschaft mit irreparablen Schäden am Kind gerechnet werden.

ACHTUNG

Vor allem Raucher sollten beachten, dass ihr Vitamin-C-Bedarf prinzipiell um ca. 50 % höher liegt. Da durch das Rauchen mehr Giftstoffe in den Körper gelangen, die wiederum mithilfe von Ascorbinsäure abgebaut oder ausgeschieden werden müssen, reicht die übliche Verzehrmenge an Gemüse und Obst häufig nicht aus.

Vitamin C als Nahrungsergänzungsmittel

Diabetiker, Leistungssportler, ältere Menschen und Raucher haben einen erhöhten Tagesbedarf. Daher können Nahrungsergänzungsmittel  verwendet werden um den erhöhten Bedarf zu decken. Es gibt sie unter anderem als Lutschtabletten oder Kapseln.

Ascorbinsäure ist aber nicht nur in Form von Pulver, welches sich in Wasser auflöst oder als Tablette erhältlich. Die Auswahl der passenden Produkte ist vielfältig und reicht von Pillen über Zäpfchen bis hin zu Getränken und Nasensprays. Eine Menge von 500 bis 1000 Milligramm Vitamin C reicht zur Deckung des täglichen Bedarfs vollkommen aus.

Eine vermehrte Einnahme hiervon ist normalerweise unbedenklich, da der Organismus des Menschen die Menge an Ascorbinsäure, welche er nicht benötigt, ausscheidet. Fehler bei der Einnahme des Pulvers können somit also nicht unterlaufen. Trotzdem ist es ratsam vor einer solchen Maßnahme mit einem Arzt oder Ernährungsberater zu sprechen.

Fragen zu Vitamin C

Wie viel Vitamin C brauche ich und wo ist es drin?

Anders als der Mensch, können Pflanzen sowie verschiedene Tiere Ascorbinsäure selbstständig herstellen. Da wir als Spezies die Fähigkeit zur Eigensynthese evolutionsbedingt verloren haben, müssen wir das wichtige Vitamin in vergleichsweise großen Mengen über die Nahrung aufnehmen.

Gemäß der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. benötigen Frauen im Durchschnitt 95 mg Vitamin C am Tag, Männer hingegen sollten 110 mg des Vitalstoffes zu sich nehmen.

Säuglinge, Kinder, Jugendliche, Schwangere und Stillende sowie Raucher weisen einen hiervon abweichenden Tagesbedarf auf.

Was passiert bei zu viel Vitamin C?

Eine toxische Wirkung von Vitamin C konnte auch bei hohen Dosierungen nicht festgestellt werden.

Typische Nebenwirkungen bei der Einnahme von Ascorbinsäure-Präparaten betreffen vor allem den Magen-Darm-Trakt und äußern sich beispielsweise in Form von Durchfall, Blähungen und Übelkeit. Auch eine Entstehung von Nierensteinen in Verbindung mit hohen Vitamin-C-Zufuhrmengen wird diskutiert.

Was macht eine Antioxidans?

Als Antioxidans nimmt Ascorbinsäure den für andere Substanzen (z. B. die Hormone) schädlichen Sauerstoff (Oxid) auf.

Durch die eigene Oxidation verhindert es somit die Oxidation anderer Stoffe und kann anschließend (durch weitere Reaktionsschritte) wieder in die normale Vitamin-C-Form umgewandelt werden.

Quellen

  • Burgerstein, Uli P./ Schurgast, Hugo/ Zimmermann, Michael: Handbuch Nährstoffe >>
  • Kofrányi, Ernst/ Wirths, Willi: Einführung in die Ernährungslehre.
  • Biesalski, Hans Konrad/ Grimm, Peter: Taschenatlas Ernährung >>
  • Hahn, Andreas/ Ströhle, Alexander, Wolters, Maike: Ernährung. Physiologische Grundlagen, Prävention, Therapie.
    Kühne, Petra: Vitamine. Wirkstoffe des Lebendigen.
  • aid infodienst. Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.: Vitamine und Mineralstoffe. Eine starke Truppe.
  • Heseker, Helmut/ Heseker, Beate: Die Nährwerttabelle.
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. >>