Vitamin B16 – wichtiges Vitamin für Nerven und Blutbildung

Vitamin-b16

Vitamin B16 – Die wichtigsten Fakten

  • Vitamin B16 gehört zu den Vitaminen der B6-Gruppe.
  • Es ist wichtig für den Aufbau und die Funktion von Nervenzellen.
  • Für die Verwertung von Eiweiß wird es ebenfalls benötigt und ist daher für Sportler wichtig.
  • Vitamin B16 ist in vielen Lebensmitteln enthalten, ein alleiniger Mangel ist sehr selten.

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Vitamin B16 - was ist das?

Das Vitamin wird den Substanzen aus der Reihe der Vitamin B6-Varianten zugeordnet. Hierzu gehören alle Derivate, welchen bei der Aktivität von Pyridoxin beteiligt sind.

Neben diesem gehören auch das Aldehyd Pyridoxal, das Amin Pyridoxamin und die jeweils dazugehörigen Phosphorverbindungen dazu.

Alle Substanzen können im Körper ineinander umgewandelt werden.

Vitamin B6 und seine Vertreter sind in erster Linie am Eiweiß-Stoffwechsel und an der Blutbildung beteiligt, auch das Nervensystem benötigt es zum Aufbau von Nervenzellen.

Vitamin B16 in Lebensmitteln

Das Vitamin ist in vielen Lebensmitteln enthalten. Folgende Tabelle gibt einen Überblick über den Gehalt einigen Nahrungsmitteln:

LebensmittelVitamin B6 -
mg pro 100g
Bierhefe
Hummer
Lachs
Kalbsleber
Hafer
Walnüsse
Linsen
Bananen
Paprika (roh)
Hühnerei
Radieschen
Kuhmilch
4,40
1,18
0,98
0,90
0,96
0,87
0,60
0,37
0,27
0,12
0,06
0,05

In Milch und Milchprodukten, vor allem in vielen Käsesorten ist das Vitamin ebenfalls enthalten.

  • Das Vitamin ist in pflanzlichen Quellen deutlich stabiler gegenüber Hitze und Lagerung. Bei der Zubereitung von Fleisch (Braten) kann es hingegen zu Verlusten von bis zu 40% kommen.

Im Durchschnitt liegt der Verlust bei ca. 20% bei der Zubereitung von Nahrungsmitteln.

Der Bedarf und die Zufuhrmenge ist von sehr vielen Faktoren abhängig. Je nach individuellem Bedarf oder körperlicher Belastung sollte ein Erwachsener bis zu 1,5 mg pro Tag zu sich nehmen. Schwangere Frauen benötigen eine Zufuhr von 1,9 mg pro Tag.

Vitamin B16 – Funktion im Körper

Die Gruppe der B-Vitamine wird generell auch als „Nervenvitamine“ bezeichnet, das Vitamin B16 bildet hier keine Ausnahme.

Es wird für den Aufbau und Funktion von Nervenzellen ansich benötigt, aber auch für die Herstellung von Neurotransmittern - also den Botenstoffen innerhalb der Nervenzellen.

Generell ist es auch an der Verwertung von Aminosäuren, den kleinsten Eiweißbausteinen beteiligt. Sportler benötigen daher besonders eine gute Versorgung mit dem Vitamin.

Außerdem wird es für die Herstellung von Hämoglobin verwendet, dem roten Blutfarbstoff welches auch am Sauerstofftransport beteiligt ist.

Vitamin B16 – Entstehung von Mangelzuständen

Ein Mangelzustand kann bei einer Unterversorgung auftreten, ist jedoch relativ selten da das Vitamin in der Nahrungspalette sehr weit verbreitet ist.

Wenn es doch zu einem Mangel kommen sollte, betrifft dieser meist auch andere Vitamine aus der B-Reihe.

Ursachen für einen Mangel können sein:

  • einseitige und stark kalorienreduzierte Diäten
  • Darmerkrankungen mit einhergehender verminderter Aufnahmefähigkeit
  • Rauchen
  • regelmäßiger Alkoholmissbrauch
  • Kontrazeptiva (Pille)
  • Östrogensubstitution in der Menopause
  • Medikamente wie Antibiotika, Immunsuppressiva, Zytostatika oder Antidepressiva

Vitamin B16 – Symptome bei Mangel

Die Symptome bei einem Mangel sind relativ unspezifisch. Da das Vitamin an der Bildung von Neurotransmittern und Vorgängen im Nervensystem beteiligt ist, kann es hier zu folgenden Erscheinungen kommen:

  • Müdigkeit
  • Gereiztheit
  • Unruhe
  • Nervosität
  • Mutlosigkeit
  • Muskelkrämpfe
  • Artikulationsstörungen
  • Bewegungsstörungen

Bei B6-Mangel ist auch eine Anämie (Blutarmut) zu beobachten.

Bei ausgeprägtem Mangel kann es in der Folge zu einem Zinkmangel kommen, welcher sich dann durch Haarausfall und Hauterscheinungen äußern kann. Schuppige Haut im Bereich von Augen, Mund und Nase oder auch eine Veränderung der Lippen und der Zunge können auftreten.

Appetitverlust, Durchfalle und Erbrechen können ebenfalls auftreten. Im weiteren Verlauf kann die Ausbildung einer Arteriosklerose und die Bildung von Nierensteinen stattfinden.

  • Nicht nur bei Mangelzuständen, auch bei massiver Überdosierung kann es zu neurologischen Erscheinungen wie Sensibilitätsstörungen, Schwindel und Bewegungsstörungen kommen.

Vitamin B16 – Häufig gestellte Fragen

Dieses Vitamin gehört zu den wichtigen Substanzen für die Nervenfunktion, den Eiweiß-Stoffwechsel und die Blutbildung.

Das Vitamin ist sehr weit verbreitet und auch in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Ein Mangel ist daher eher selten.

Es kommt zu unspezifischen Symptomen wie Leistungsschwäche, Müdigkeit, Blässe, Kurzatmigkeit oder depressiven Verstimmungen.


Quellen

Praxis der Orthomolekularen Medizin: Vitamin B6
Biesalski, Hans Konrad / Grimm, Peter: Taschenatlas Ernährung
Ernährung in Prävention und Therapie: Vitamin B6
Kopf, Robert: Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente

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