Acker-Stiefmütterchen als Heilpflanze

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Acker-Stiefmütterchen - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze ist in Europa weit verbreitet.
  • Ihren Namen verdankt die Pflanze der Anordnung ihrer Blütenblätter.
  • Sie gilt gleichzeitig als Pflanze mit Heilwirkung und Unkraut.
  • Das Gewächs hat entzündungshemmende und reizmildernde Wirkung.

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Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Acker-Stiefmütterchen als Heilpflanze

Acker-Stiefmütterchen
Sammelzeit
  • April
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name des Acker-Stiefmütterchens lautet Viola arvensis. Sie gehört zur Familie der Violaceae (Veilchengewächse).

Die Pflanze wird im Volksmund auch Wildes Stiefmütterchen, Tag- und Nachtveilchen, Ackerveilchen, Dreifaltigkeitskraut oder auch Jesusblümchen genannt. Im englischen Sprachgebrauch heißt die Pflanze Field pansy.

Die Pflanze gehört zur Gattung der Veilchen (Viola) und damit zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae).

Das Acker-Stiefmütterchen ist in vielen Regionen Europas und in Westasien heimisch. In den deutschen Mittelgebirgen und Alpen ist es allerdings nicht oft anzutreffen. Es gedeiht auf Äckern sowie an den Rändern von Feldern. Auch auf Sandschuttplätzen findet man es. Als Untergrund bevorzugt die Pflanze trockene, basen- und nährstoffreiche Böden mit viel Stickstoff.

Die Sammelzeit für die Pflanze sind die Monate von Mai bis Oktober. Gesammelt werden nur die oberirdisch wachsenden Teile der Pflanze, da sich in ihnen die heilwirksamen Stoffe konzentrieren.

Folgende Inhaltsstoffe sind in der Pflanze enthalten:

  • Flavonoide
  • Gerbstoffe
  • Violanthin
  • Violarvensin
  • Glykoside
  • Alpha-tocopherol
  • Carotinoide
  • Cumarine
  • Ascorbinsäure
  • Peptide
  • Schleimstoffe

Vor allem die enthaltenen Schleimstoffe, Gerbstoffe und Flavonoide sind für die heilwirksamen Eigenschaften der Pflanze verantwortlich.

Das Acker-Stiefmütterchen zählt zu den einjährigen, krautigen Gewächsen. Seine Samen können mehrere Jahrzehnte überleben. Die Pflanze gilt bei uns aufgrund ihrer starken Verbreitung als Unkraut. Aufgrund ihrer geringen Größe wirkt sie sehr zerbrechlich, ist aber überaus widerstandsfähig.

  • Ihren Namen verdankt die Pflanze ihrer Blätteranordnung. In der volkstümlichen Vorstellung gelten die beiden oberen Blätter als Stieftöchter, die beiden seitlich wachsenden Blätter als Töchter. Das große, blau oder gelb gekerbte Blatt an der Unterseite der Blüte stellt die Mutter dar.

Acker-Stiefmütterchen - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze besitzt hauptsächlich reizmildernde, entzündungshemmende und Juckreiz reduzierende Wirkung.

Acker-Stiefmütterchen - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Das Gewächs wird vor allem bei trockenem Husten, Bindehautentzündung, Entzündungen der Harnwege, Hautproblemen, Pickel und Ekzemen verwendet.

Acker-Stiefmütterchen - Anwendung der Heilpflanze

Für eine Anwendung kommen alle oberirdisch wachsenden Pflanzenteile in Betracht. Man kann die Pflanze innerlich und äußerlich anwenden. Zumeist wird dafür ein Tee aus dem Acker-Stiefmütterchen genutzt.

Äußerliche Anwendung

Zur äußerlichen Anwendung können Umschläge aus dem Tee des Acker-Stiefmütterchens genutzt werden. Damit lassen sich Hautprobleme wie beispielsweise Akne lindern. Es besteht aber auch die Möglichkeit, den Tee für Waschungen zu verwenden. Bei Bindehautentzündungen können Augenspülungen helfen.

Innerliche Anwendung

Für die innerliche Anwendung bei trockenem Husten kann man einen Tee aus dem blühenden Kraut zubereiten. Er lindert den Hustenreiz.


Quellen

Bader, Christa: Wilde Kräuter und Heilende Pflanzen für Körper und Seele: Ein Kurs in Heilpflanzenkunde
Vonarburg, Bruno: Homöotanik: Zauberhafter Frühling. Bd. 1


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