Ackerhellerkraut, eine Heilpflanze mit vielen Wirkungen

Ackerhellerkraut, eine Heilpflanze mit vielen Wirkungen

Ackerhellerkraut - Die wichtigsten Fakten

  • Thlaspi arvense gehört zu den Kreuzblütengewächsen.
  • Die Pflanze ist einjährig und stammt aus Europa.
  • Ackerhellerkraut wächst am besten an sonnigen Plätzen und auf trockenen Lehmböden.
  • Sie wird als Heilpflanze verwendet.
  • Aufgrund ihrer Wirkung hat sie sich einen Namen als "Frauenkraut" gemacht.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Ackerhellerkraut als Heilpflanze

Das Ackerhellerkraut trägt den wissenschaftlichen Namen Thlaspi arvense und stammt aus der Familie der Brassicaceae (Kreuzblütler).

Im Volksmund wird Ackerhellerkraut auch als Hellerkraut, Acker-Täschelkraut, Acker-Pfennigkraut oder Ackertäsche bezeichnet.

Das Ackerhellerkraut gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Es wächst normalerweise bis zu einer maximalen Höhe von 40 Zentimetern, hat etwa 50 Zentimeter lange Wurzeln, die Blätter und Stengel zeigen eine gelblich-grüne Farbe, die Blüten sind weiß. Das Kraut besitzt kleine Taschen für seine Samen.

  • Erstaunlicherweise ist das Kraut ein Verwandter von Grünkohl, Broccoli und Wirsing.

Die Pflanze findet man im gesamten, europäischen Raum Außerdem wächst es in Algerien, Japan, Sibirien und West-und Zentralasien. Da es von Auswanderern mit ausgeführt wurde, ist es zudem in Regionen von Nordamerika zu finden. Da die Pflanze in den Monaten April bis Juni, selten auch bis September blüht, liegt in diesem Zeitraum auch die beste Sammelzeit. Grundsätzlich ist es möglich, die in der Heilkunde verwendeten Blätter bis kurz vor dem Einsetzen von Frost zu sammeln.

Das Ackerhellerkraut besteht aus folgenden Inhaltsstoffen:

Vor allem Vitamin C, Magnesium und Senföl lassen sich in der Pflanze finden.

Heilpflanzen und Heilkräuter sind bereits seit Jahrtausenden bekannt und wegen ihrer sehr vielfältigen Wirkungen in der Naturheilkunde bis heute geschätzt und anerkannt. Auch die Schulmedizin erforscht seit längerem die positiven Effekte der in Heilpflanzen enthaltenen Wirkstoffe. Auch das Ackerhellerkraut erfährt immer mehr Beachtung, obwohl es bisher als Heilpflanze relativ unbekannt war.

Ackerhellerkraut - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze besitzt vor allem entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung. Zudem ist sie harntreibend und fördert die Schweißbildung. Außerdem ist sie kräftigend und schleimlösend. Durch die Bandbreite an Heilwirkungen kann sie bei einer Vielzahl von Beschwerden genutzt werden.

Ackerhellerkraut - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Das Kraut hat ein sehr breit gefächertes Wirkungsspektrum und kann daher bei Fieber, grippalen Infekten, Atemwegsbeschwerden, Magen-Darm-Problemen (nicht bei Entzündungen des Magen-Darm-Traktes) sowie Entzündungen allgemein eingesetzt werden. Aufgrund seiner Wirkung bei Monatsbeschwerden und Scheidenentzündung hat es sich als Frauenheilkraut etabliert.

Ackerhellerkraut - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze wird meist als Tee, Tinktur, Wickel, Sitzbad oder Auflage verwendet. Dazu werden die Samen und Blätter der Pflanze genutzt, welche zunächst getrocknet und dann weiterverwendet werden.

Äußerliche Anwendung

Bei der äußerlichen Anwendung wird Tinktur auf ein Tuch gegeben und daraus ein Wickel bzw. eine Auflage gemacht. Es ist aber auch möglich, die Tinktur für ein Sitzbad (z. B. bei Scheidenentzündung) zu nutzen. Dafür brüht man zwei Liter Tee aus dem Kraut auf und gibt diesen ins Badewasser.

Innerliche Anwendung

Innerlich wird das Ackerhellerkraut meist als Tee getrunken. Dazu brüht man zwei Teelöffel der Pflanze mit einer Tasse Wasser auf, lässt sie 5 Minuten ziehen und gießt das ganze noch einmal durch ein Sieb. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die rohen Samen der Pflanze zu sich zu nehmen.

  • Da das Kraut einen sehr bitteren Geschmack hat, kann man es zwar in der Küche bei der Zubereitung von Salaten als Zutat verwenden, sollte es allerdings immer nur in geringer Menge hinzugeben.

Je nach Erkrankung ist es sinnvoll, den Tee entweder als einzelne Teelöffel (bei zuviel Magensäure) oder aber als ganze Tasse zu sich zu nehmen.


Quellen

Der Kosmos-Pflanzenführer: Über 900 Blumen, Bäume und Pilze 1200 Abbildungen

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