Ackerlauch als Heilpflanze

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Ackerlauch - Die wichtigsten Fakten

  • Ackerlauch ist ein in Europa, Afrika und dem Nahne Osten beheimatetes Gewächs.
  • Er ist auch als Ackerknoblauch oder Wilder Lauch bekannt.
  • Das Gewächs gilt bereits seit Jahrhunderten als Heilpflanze.
  • Seine Heilwirkungen ähneln, in abgeschwächter Form, denen von Knoblauch.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Ackerlauch als Heilpflanze

Wissenschaftlich korrekt heißt die Pflanze Allium ampeloprasum. Sie gehört zur Familie der Amaryllidaceae (Amaryllisgewächse).

Der Volksmund kennt die Pflanze auch unter dem Namen Wilder Lauch, Sommerknoblauch oder Ackerknoblauch. Die Bezeichnung Wilder Lauch findet sich auch im englischen Sprachraum, wo das Gewächs Wild leek oder Elephant garlic genannt wird.

Der Ackerlauch zählt zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Er gehört damit zur Unterfamilie der Lauchgewächse (Allioideae) und zur Gattung Allium (Lauch).

Die ursprüngliche Heimat der Pflanze reicht von Südeuropa, über Nordafrika bis in den Nahen Osten. Auch auf den britischen Inseln ist er zu finden, was darauf hindeuten könnte, dass er hier ebenfalls von Beginn an beheimatet war.

Die Pflanze benötigt keine besonderen Bodeneigenschaften, lediglich sonnige Standorte vermeidet sie. Daher gilt sie als Halbschatten- bzw. Schattengewächs.

Die Wurzeln kann man vom Spätherbst bis in den Frühling hinein sammeln. Das Kraut der Pflanze kann im Juli und August geerntet werden.

Folgende Inhaltsstoffe finden sich im Ackerlauch:

Ackerlauch ist eine ausdauernde, kräftig wachsende und krautige Pflanze. Sie kann eine Größe von bis zu 180 Zentimeter erreichen. Am langen Stängel besitzt das Gewächs eine große, violette Blüte, die aus einer Vielzahl kleiner Knospen besteht.

  • Diese kleinen gelb- oder violettfarbenen Knospen werden auch als Staubbeutel bezeichnet, denn in ihnen verbergen sich die Samen der Pflanze.

Ackerlauch - Heilwirkung der Heilpflanze

Das Gewächs wirkt hauptsächlich antibakteriell, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schweißtreibend, verdauungsfördernd, stoffwechselanregend und tonisierend.

  • Die Heilwirkung der Pflanze ist sehr ähnlich der von Gemüse-Lauch oder Knoblauch. Allerdings ist die Wirkung von Ackerlauch nicht so stark.

Ackerlauch - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Pflanze wird bei Asthma, Fieber, Insektenstichen, Magenschwäche, Arteriosklerose und Scheidenentzündungen eingesetzt.

Ackerlauch - Anwendung der Heilpflanze

Das Gewächs kann äußerlich und innerlich angewendet werden. Dabei kommen vor allem die Wurzeln oder der frische Saft zum Einsatz. Man kann allerdings auch Tinkturen oder Tee verwenden, um verschiedene Beschwerden zu lindern.

Äußerliche Anwendung

Bei Insektenstichen kann man die Wurzel zu einem Brei zerreiben und auf die entzündete Stelle geben. Bei Scheidenentzündung empfiehlt sich das Abtupfen mit dem Saft der Pflanze. Auch ein mit der Tinktur der Pflanze angereichertes Sitzbad kann die Beschwerden lindern.

Innerliche Anwendung

Als vorbeugende Maßnahme kann man Ackerlauch einfach regelmäßig verzehren. Für die Verdauung förderlich ist das trinken des Saftes oder ein aus dem Kraut zubereiteter Tee.


Quellen

Seidemann, Johannes: World Spice Plants: Economic Usage, Botany, Taxonomy

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