Ackerminze als Heilpflanze

Ackerminze als Heilpflanze

Diese fast überall zu findende Art der Minze zählt zu den mehrjährigen Pflanzen und gilt als krautig wachsend. Sie kann bis zu 45 Zentimeter hoch wachsen und trägt ihre violetten Blüten direkt am Stängel. Dieser ist nur mäßig mit Blättern versehen, so dass die Blüten einen großen Abstand zueinander haben.

Ein Hinweis auf die schon lange bekannte Heilwirkung der Pflanze gibt der Chronist Plinius im ersten Jahrhundert. Er berichtet darüber, dass die Römer bei Trinkgelagen stets einen aus Minze geflochtenen Kranz auf dem Haupt trugen. Ziel war die Vorbeugung gegen Kopfschmerzen nach der durchzechten Nacht.

Ackerminze als Heilpflanze

Ackerminze - Die wichtigsten Fakten

  • Die Ackerminze ist eine weltweit wachsende Pflanzenart.
  • Das Gewächs ist mit der Pfefferminze verwandt.
  • Schon in der Antike war sie als Heilpflanze bekannt.
  • Ihr ätherisches Öl und ihr Kraut werden bei zahlreichen Beschwerden eingesetzt.

Der wissenschaftlich korrekte Name der Pflanze lautet Mentha arvensis. Sie gehört zur Familie der Lamiaceae (Lippenblütengewächse).

Die Pflanze wird im Volksmund auch Korn-Minze genannt. Diese Bezeichnung findet sich in der englischen Sprache wieder, denn dort wird die Pflanze als Corn mint bezeichnet.

Das Gewächs gehört zur Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae).

Die Pflanze gedeiht in fast allen Klimazonen. Man findet sie also weltweit und auch hierzulande ist sie weit verbreitet. Für ihr Wachstum benötigt sie feuchten und nährstoffreichen Untergrund und wächst in Gräben, auf Nassstellen, auf Ödland sowie auf Sumpfwiesen. In höheren Lagen wächst sie hauptsächlich in der Nähe von Feldern und Äckern sowie in Talsenken.

Die Sammelzeit für das Kraut der Pflanze liegt im Frühsommer, die Blüten können während ihrer Blütezeit zwischen Juni und Oktober gesammelt werden.

Folgende Inhaltsstoffe sind in der Ackerminze zu finden:

  • Ätherisches Öl
  • Menthol
  • Flavonoide
  • Alkohol
  • Gerbstoff
  • Gerbsäure

Das ätherische Öl der Pflanze sowie die im Kraut enthaltenen Wirkstoffe machen die Pflanze wertvoll für den Einsatz als natürliches Heilmittel.

Ackerminze - Heilwirkung der Heilpflanze

Das Gewächs hat hauptsächlich antibakterielle, beruhigende, entzündungshemmende, krampflösende und schmerzstillende Eigenschaften, aufgrund derer sie bei einer großen Zahl von Beschwerden eingesetzt werden kann.

Ackerminze - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Pflanze wird unter anderem bei Erkältungskrankheiten, Schnupfen, Kopfschmerzen oder Migräne, Appetitlosigkeit, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung, Magenkrämpfen oder Darmschwäche eingesetzt.

Mann kann sie aber auch bei Gastritis, Magenschleimhautentzündungen, Übelkeit, Gallensteine oder Gallenschwäche, Gicht, Rheuma, Menstruationsbeschwerden, Gedächtnisschwäche und Schlaflosigkeit verwenden.

Ackerminze - Anwendung der Heilpflanze

Für die Anwendung im heilkundlichen Bereich wird vor allem das ätherische Öl der Pflanze sowie der aus dem Kraut gewonnene Tee.

Äußerliche Anwendung

Für die äußerliche Anwendung sind Umschläge geeignet. Ein solcher Umschlag mit Tee aus der Ackerminze hilft bei Hautenzündungen.

Innerliche Anwendung

Die Ackerminze wirkt ähnlich wie die Pfefferminze und wird daher meist als Tee getrunken. Aber auch die Inhalation mit dem ätherischen Öl der Pflanze kann Linderung bei Beschwerden mit den Atemwegen verschaffen.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung


Quellen

Der Kosmos-Pflanzenführer: Über 900 Blumen, Bäume und Pilze 1200 Abbildungen
Malm, Liesel: Meine liebsten Wildkräuter: Neues von der Kräuter-Liesel mit ihren besten Rezepturen
Mayer, Johannes Gottfried: Kräuterbuch der Klostermedizin
Dreyer, Eva-Maria: Essbare Wildkräuter und ihre giftigen Doppelgänger: Wildkräuter sammeln - aber richtig
Bäumler, Siegfried: Heilpflanzenpraxis heute: Heilpflanzenportraits


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