Ackerschotendotter, europäische Heilpflanze

Ackerschotendotter, europäische Heilpflanze

Ackerschotendotter - Die wichtigsten Fakten

  • Der Ackerschotendotter stammt aus Europa.
  • Die Pflanze gilt als Unkraut.
  • Das Gewächs zählt zu den Heilpflanzen.
  • Die Pflanze enthält giftige Glykoside.
  • Sie darf nur äußerlich angewendet werden.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Ackerschotendotter als Heilpflanze

Ackerschotendotter
Sammelzeit
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • September
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Erysimum cheiranthoides. Der zweite Teil seines Namens gibt einen Hinweis auf die enthaltenen Glykoside, welche auch als Cheiranthoside bezeichnet werden.

Die Pflanze ist unter verschiedenen Namen bekannt. So wird sie im Volksmund als Schöterich, Acker-Schöterich, Lack-Schöterich, Gänsesterbkraut oder Goldlack-Schotendotter. Ihr englischer Name lautet Wormseed mustard (Wermut Senf), was seine Verwandtschaft zu verschiedenen Senfarten verdeutlicht.

Ackerschotendotter zählt zur Familie der Nelkengewächse. Er ist verwandt mit Senf -und Kohlarten, die allerdings zu den Kreuzblütlern gehören. Manche rechnen die Heilpflanze daher den Kreutblütengewächsen zu. Die Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch und hat gelbe Blüten. Die Blätter sind ganzrandig und haarig.

Ackerschotendotter ist eine in ganz Europa beheimatete Pflanze und wächst bevorzugt auf oder in der Nähe von Äckern. Man findet ihn aber auch auf Brachflächen, Schuttplätzen sowie in Kies- und Sandbänken oder am Rand der Wege. Aus diesem Grund gilt er für viele als Unkraut. Die Pflanze gedeiht am besten auf lockeren und feuchten Kalkböden.

Aufgrund seiner Blüte sammelt man ihn am besten von Mai bis Juli. Ist das Wetter gut, kann er auch im September noch mal blühen und gesammelt werden.

Das Gewächs zählt vor allem durch die in ihm enthaltenen Glykoside zu den Heilpflanzen. Die Pflanze enthält zudem:

  • Proteine (Eiweiß)
  • Fett
  • Extraktstoffe
  • Rohfasern
  • Asche
  • Wasser

Pflanzen zur Behandlung verschiedener Leiden zu verwenden, hat in Deutschland eine jahrhundertelange Tradition. Nicht nur die Naturheilkunde weiß die Wirkungen von Heilpflanzen zu schätzen, auch die Medizin entdeckt sie mehr und mehr für sich. Der Ackerschotendotter ist eine solche einheimische Pflanze, wird allerdings aufgrund seiner Giftigkeit nur sehr selten eingesetzt. Meist sehen ihn die Menschen als Unkraut an und bekämpfen ihn.

Ackerschotendotter - Heilwirkung der Heilpflanze

Die positive Wirkung der Pflanze ist bei Herzschwäche oder Krampfhusten zu beobachten. Es wirkt in erster Linie beruhigend.

Ackerschotendotter - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Der Ackerschotendotter wird vor allem bei Hautausschlägen, Krampfhusten, Würmern und Herzschwäche verwendet.

Ackerschotendotter - Anwendung der Heilpflanze

Für eine medizinische Anwendung werden die Wurzeln, die Samen sowie das Kraut des Ackerschotendotter verwendet. Diese Pflanze wird vor allem äußerlich angewendet. In seltenen Fällen nutzt man sie auch innerlich. Hier sollten aber ausschließlich fertige Präparate genutzt werden.

  • Bei der Verwendung sollte man Vorsicht walten lassen, denn das Gewächs ist giftig. Eine zu hohe Dosierung kann zu Nebenwirkungen führen.

Äußerliche Anwendung

Diese Pflanze sollte äußerlich verwendet werden, indem man die Wurzel abkocht und den entstandenen Sud auf die Haut aufträgt. So können Hautausschläge behandelt werden.

Innerliche Anwendung

Wenn sie innerlich angewendet werden soll, dann am besten in Form von Fertigpräparaten. Sehr selten werden die Samen zerstoßen und gegen Würmer eingesetzt. Diese scheidet der Körper dann durch Erbrechen oder Durchfall aus. Hier gibt es sehr viel bessere Mittel.


Quellen

Der Kosmos-Pflanzenführer: Über 900 Blumen, Bäume und Pilze 1200 Abbildungen
Gerhard Lingg: VIA Naturalis: Heilpflanzen- Kompendium
Herrmann, Rudolf: Handbuch der landwirtschaftlichen Versuchs- und Untersuchungsmethodik (Methodenbuch) im Auftrage des Verbandes Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten


Diesen Artikel teilen: facebook-30x32 twitter-30x32 google-plus-30x32

Auch interessant