Ackersenf, Heilpflanze mit wärmender Wirkung

ackersenf

Ackersenf - Die wichtigsten Fakten

  • Der Ackersenf ist eine heimische Pflanze.
  • Das Gewächs zählt zu den Heilpflanzen.
  • Er besitzt wärmende und antibakterielle Wirkung.
  • Er wächst meist auf Äckern und gilt als Unkraut.
  • Man verwendet die Blätter und den Samen.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Ackersenf als Heilpflanze

Ackersenf
Sammelzeit
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Sinapis arvensis, wobei der erste Namensteil Sinapis "Senf" bedeutet und arvensis übersetzt "zum Acker gehörend" heißt. Damit deutet schon sein Name an, wo der Ackersenf am ehesten zu finden ist.

Im Volksmund wird das Gewächs auch als wilder Senf oder Falscher Hederich bezeichnet. In englischer Sprache wird er als Field Mustard (Feld-Senf) bezeichnet. Das Gewächs ist zudem unter dem Namen Bachblüte Mustard bekannt und findet in der Bachblüten-Therapie Anwendung.

Diese Pflanze gehört zur Gattung der Senfgewächse (Sinapis) und damit zur großen Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae).

Er wächst vor allem auf gepflügtem Untergrund wie Äckern. Er ist aber auch auf Schuttplätzen und in Gärten zu finden. Die Böden, auf denen er gedeiht, sind meist stickstoff- und nährstoffreich. Auch kalkhaltige Böden bieten ihm Lebensraum.

  • Die Pflanze wird von vielen auch als so genanntes Zeigergewächs für lehmhaltige Böden verwendet, da er dort gedeiht und einen Hinweis auf die Beschaffenheit des Bodens gibt..

Sie blüht von Juni bis Oktober und kann in diesem Zeitraum gesammelt werden.

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen der Pflanze gehören:

  • Mineralien
  • Eiweiß
  • Senfölglykoside
  • Vitamin C
  • Provitatmin

Der Sinapis arvensis stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, ist aber heute in Europa und auch Amerika weit verbreitet. Bereits in der Bronzezeit wurde er nicht in erster Linie als Heilpflanze gesehen, sondern vor allem als Unkraut.

  • Da man ihn oft als Unkraut ansieht, wurde er in den letzten Jahren durch Unkrautvernichtungsmittel bekämpft, so dass sein Vorkommen stark zurückgegangen ist.

Die Pflanze zählt zu den einjährigen Kraut-Pflanzen und wird bis zu 60 Zentimeter hoch. Seine Stängel sind beharrt und die Blüte der Pflanze ist gelb wie Schwefel.

In der Küche wird er gerne mit weißem Senf gemischt, da so ein noch intensiverer Geschmack entsteht. Die Kraut-Anteile der Pflanze können, lange genug gekocht, als Gemüse serviert werden.

Ackersenf - Heilwirkung der Heilpflanze

Die vordringlichste und bekannteste Heilwirkung des Ackersenfs ist seine wärmende und antibakterielle Heilwirkung. Zudem besitzt die Pflanze eine anregende, durchblutungsfördernde und verdauungsregulierende Wirkung.

Ackersenf - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Das gewächs kann bei verschiedenen Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Bronchitis, Halsschmerzen, rheumatischen Beschwerden, Verdauungsproblemen sowie Gelenkschmerzen lindernd wirken.

Ackersenf - Anwendung der Heilpflanze

Er kann sowohl äußerlich, aber auch innerlich angewendet werden. Allerdings nutzen ihn die meisten für die äußerliche Anwendung in Form von Umschlägen, da vor allem seine wärmende Wirkung bekannt ist.

Äußerliche Anwendung

Für die äußerliche Anwendung werden die Samen so lange zerstampft, bis ein Brei entstanden ist. Dieser kann dann als Senfpflaster auf die entsprechenden Hautpartien aufgelegt werden, wobei er eine hautreizende Wirkung entfaltet. Daher sollte die Haut vorher mit fetthaltiger Creme eingerieben werden.

Innerliche Anwendung

Sie eignet sich auch zur innerlichen Anwendung und wird als Tee oder in Form von jungen Keimlingen aus den Samen verwendet.


Quellen

Der Kosmos-Pflanzenführer: Über 900 Blumen, Bäume und Pilze 1200 Abbildungen
Krist, Sabine: Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle
Acker, Ludwig / Bindszus, H. - J. / Schormüller, Josef: Fette und Lipoide (Lipids)


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