Ackerwinde, leicht giftige Heilpflanze

Ackerwinde, leicht giftige Heilpflanze

Ackerwinde - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze findet sich weltweit in gemäßigten Klimazonen, stammt aber aus Europa.
  • Sie ist leicht giftig.
  • Das Gewächs wird als Heilpflanze verwendet.
  • Sie rankt sich an anderen (Nutz-)pflanzen empor.
  • Trotz ihrer schönen Blüten gilt sie als Unkraut.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Ackerwinde als Heilpflanze

Die Ackerwinde heißt mit wissenschaftlichem Namen Convolvulus arvensis.

Die Pflanze ist auch unter vielen anderen Namen bekannt. So nennt die der Volksmund, je nach Region beispielsweise Kornwinde, Teufelsdarm, Snerrkrut, Strupfe, Wegewinne oder kleine Winde. Sie wird aber auch Feldwinde oder Windling genannt. In englischer Sprache wird das Gewächs als Field bindweed bezeichnet.

  • Nach einer Legende der Gebrüder Grimm soll die Muttergottes aus einer Blüte der Pflanze Wein getrunken haben. Daher stammt die volkstümlich Bezeichnung Muttergottesgläschen.

Sie zählt zur Familie der Windengewächse (Convolvulaceae), da es ihre Eigenart ist, sich an nahestehenden Pflanzen emporzuranken.

Die Pflanze ist in ganz Europa beheimatet, wächst aber auch in gemäßigten Zonen rund um den Erdball. Da ihre Blütezeit in den Monaten Juni bis September liegt, kann sie auch in diesem Zeitraum gesammelt werden. Manche Teile (Wurzel) können auch schon im April geerntet werden.

Die Ackerwinde verdankt ihren Ruf als Gewächs mit Heilwirkung vor allem den enthaltenen Glykosiden. Außerdem finden sich folgende Stoffe:

  • Harze
  • Gerbstoffe
  • Gerbsäure
  • Harzglykoside
  • Proteoglycane
  • Tannine
  • Alkaloide

Auch die psychoaktiven Alkaloide und die Proteoglycane mit ihrer gerinnungsfördernden Wirkung verleihen der Pflanze medizinische Bedeutung.

Bereits im 1. Jahrhundert war die Ackerwinde als wirksames Heilkraut bekannt. Sie zählt zu den mehrjährigen Gewächsen, kann bis zu 3 Meter in die Höhe wachsen, indem sie sich um andere Pflanzen in ihrer Umgebung rankt. Sie hat ansehnliche rosa-weiße Blüten, wird aber trotzdem von Landwirten und Gärtnern bekämpft. Sie mag vor allem trockene, stickstoffhaltige Ton- oder Lehmböden.

  • Dieses Gewächs ist leicht giftig und sollte daher nur äußerlich verwendet werden. Wer sich einen Tee zubereiten möchte, darf die Ackerwinde nur in sehr geringen Mengen dazu nutzen.

Ackerwinde - Heilwirkung der Heilpflanze

Sie ist bekannt für ihre harn- und schweißtreibende Wirkung, ihr wird aber auch fiebersenkende und verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt. Ihre bekannteste Heilwirkung besteht aber vermutlich in ihrer herzaktivierenden Eigenschaft. Die Alkaloide verleihen ihr darüber hinaus eine psychoaktive Wirkung.

Ackerwinde - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Sie wird vor allem bei Herzschwäche, aber auch bei Fieber, Verstopfungen oder Entzündungen wird sie genutzt. In Versuchen hat sie zudem positive, d. h. hemmende Wirkung auf Tumore gezeigt.

Ackerwinde - Anwendung der Heilpflanze

Von ihr sind vor allem die Wurzel und die Blüte nutzbar, aber auch die Blätter und das Kraut finden Verwendung. Man kann die Pflanze als Tee in sehr geringer Dosierung oder aber als Saft verwenden.

Äußerliche Anwendung

Der Saft der Ackerwinde kann für Umschläge genutzt werden.

Innerliche Anwendung

Wenn die Pflanze in Form von Tee für die innere Anwendung genutzt werden soll, darf sie aufgrund ihrer leicht giftigen Anteile nur in sehr kleinen Mengen konsumiert werden.


Quellen

Langwasser, Maria: Lexikon der Kräuter und Heilpflanzen: Wirkung- Anwendung- Rezepte
Der Kosmos-Pflanzenführer: Über 900 Blumen, Bäume und Pilze 1200 Abbildungen
Reichling, Jürgen: Arends Volkstümliche Namen der Drogen, Heilkräuter, Arzneimittel und Chemikalien
Ackerwinde


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