Die Heilpflanze Alant

Die Heilpflanze Alant

Alant - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze stammt aus Klein- und Zentralasien.
  • Alant ist eine mehrjährige Pflanze.
  • Sie gilt seit der Antike als hochwirksame Heilpflanze.
  • Alant findet bei zahlreichen Beschwerden Anwendung.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Alant als Heilpflanze

Der wissenschaftliche Name von Alant ist Inula helenium. Der botanische Begriff helenium ist eventuell einer griechischen Legende um die entführte Helena bzw. einer minoischen Göttin für Vegetation namens Helénē geschuldet.

Neben seinem eigentlichen Namen kennt ihn der Volksmund auch als Brustalant, Altkraut, Darmwurz, Darmkraut, Edel- oder Glockenwurz, Helenenkraut, Helenenalant, Schlangenkraut oder auch Odinskopf. Sein englischer Name lautet Elecampane.

Die Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Die Pflanze stammt ursprünglich aus Zentral- und Kleinasien, ist aber auch in Spanien verortet. Heute baut man ihn in Holland, auf dem Balkan und auch in Deutschland an.

Er mag halbschattige und feuchte Orte. Sammeln kann man ihn von März bis April und dann wieder von September bis November. Eine Eigenschaft dieser Pflanze scheint es zu sein, dass in ihrer Nähe keine Giftpflanzen wachsen.

Die folgenden Inhaltsstoffe sind in Alant enthalten:

  • Inulin
  • ätherisches Öl
  • Triterpene
  • Pektin
  • Alantsäure
  • Kampfer (Alantkampfer)
  • Helenin
  • Sterole
  • Beta-Sitosterol
  • Sesquiterpenlactone
  • Alantolacton
  • Harze
  • Wachs
  • Azulen
  • Bitterstoff

Alant ist schon seit den alten Ägyptern und der Antike als heilwirksame Pflanze bekannt. Damals kaute man die Wurzel, um den Geschmackssinn zu verbessern, die Verdauung zu fördern und die Stimmung zu heben. Er ist eine mehrjährige Pflanze, die bis zu 2 Meter hoch wachsen kann. Alant besitzt eine lange, sich knollig entwickelnde Wurzel, die Blätter sind oben behaart und unten grau. Die Blüten sind gelb.

Alant - Heilwirkung der Heilpflanze

Diese Pflanze ist unglaublich vielseitig in ihren Heilwirkungen. In der Medizin gilt sie als antibakteriell, antiseptisch, krampf- und schleimlösend, blutreinigend, entzündungshemmend sowie verdauungs- und stoffwechselfördernd. Zudem wird ihm schweißtreibende menstruationsregelnde und auswurffördernde sowie wurmtreibende und antimykotische Wirkung zugeschrieben.

Alant - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Alant entfaltet zahlreiche Heilwirkungen. Er findet bei allen Brustbeschwerden (Bronchitis, Husten, Asthma) ebenso Anwendung, wie bei Übelkeit, Erbrechen, Insektenstichen, Ödeme oder Blähungen.

Alant - Anwendung der Heilpflanze

Für die medizinische Verwendung nutzt man die Wurzeln und Blätter des Alants. Er kann innerlich wie äußerlich benutzt werden. Meist findet sie Anwendung als Tee, Tinktur oder Salbe. Aber auch die Blätter und die Wurzel kommen zum Einsatz.

Äußerliche Anwendung

Die äußerliche Anwendung geschieht meist in Form von Umschlägen oder Blattauflagen. Auch für Waschungen kann die Pflanze genutzt werden. Für umschläge oder Waschungen wird Alant abgekocht und dann verwendet. Für eine Auflage werden die frisch gesammelten Blätter verwendet. Aber auch als Salbe ist er erhältlich.

Innerliche Anwendung

Für eine innerliche Anwendung der Heilpflanze kaut man wie in frühen Zeiten einfach die Wurzel. natürlich kann man auch einen Tee zubereiten, der vor allem gegen Husten hilft. Verwendet man eine Tinktur, kann man täglich bis zu 150 Tropfen einnehmen (drei Mal 50 Tropfen über den Tag verteilt). Eine solche Tinktur kann man entweder selbst herstellen oder sie fertig kaufen.

  • Eine Besonderheit ist so genannter Alantwein. Für die Herstellung übergießt man 50 Gramm der Pflanzenwurzel mit Weißwein, gibt die Flüssigkeit anschließend durch ein Sieb und füllt den Wein in eine Flasche. Bis zu drei Gläschen sind erlaubt und sinnvoll.

Quellen

Pierer, August Heinrich: Universal-lexikon, oder Vollständiges encyclopädisches wörterbuch, Band 1
Malm, Liesel: Die Kräuter-Liesel: 300 Heil- und Gewürzkräuter anbauen und anwenden
Bader, Christa: Wilde Kräuter und Heilende Pflanzen für Körper und Seele: Ein Kurs in Heilpflanzenkunde


Diesen Artikel teilen: facebook-30x32 twitter-30x32 google-plus-30x32

Auch interessant