Alpen-Milchlattich – Heilpflanze und beliebtes Futtermittel

Alpen-Milchlattich – Heilpflanze und beliebtes Futtermittel

Alpen-Milchlattich - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze ist ein selten gewordenes Kraut aus den Hochlagen Europas, in Deutschland vor allem im Alpenraum beheimatet.
  • Sie ist eine beliebte Futterpflanze für Weidevieh, da ihr nachgesagt wird sie würde den Milchfluss bei Kühen anregen.
  • Sie kann außerdem als Wildgemüse verwendet werden, ihre Rolle als Heilkraut ist zwar überliefert, aber nicht bestätigt.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Alpen-Milchlattich als Heilpflanze

Alpen-Milchlattich
Sammelzeit
  • Juli
  • August
  • September
Heilwirkung
Anwendung

Die lateinische Bezeichnung lautet Cicerbita alpina.

Unter folgenden Begriffen ist die Pflanze ebenfalls bekannt:

  • Blauer Berglattich
  • Milchdistel
  • Schmettenwurz

Die Pflanze gehört zu den Korbblütlern, den Asteraceae.

Die Pflanze ist in höheren Lagen der europäischen Gebirgswelt zu finden. In Deutschland kann er im Alpenraum (Allgäu) auf einer Höhe bis zu 2000m angetroffen werden.

Blütezeit ist Juli bis September, gesammelt werden vor allem die jungen Triebe und Stengel.

  • Die Pflanze kann bis zu 2 Meter Höhe erreichen. Jedoch ist sie heutzutage nur noch selten in diesem Format zu finden.

Enthalten sind vor allem Bitterstoffe und Gerbsäuren.

In den Höhenlagen der europäischen Gebirge ist der Alpen-Milchlattich eine beliebte Futterpflanze für Weidevieh, aber auch als Wildgemüse kann er den Speiseplan bereichern.
In Italien bzw. Südtirol entdeckte man ihn als Spezialität. Unter dem Namen Radicchio dell’orso werden eingelegte Triebe der Pflanze im Glas zum Verkauf angeboten – zu einem entsprechend hohen Preis.

In Lappland hingegen werden die Stengel in Rentiermilch gekocht und verzehrt.

Volkskundlich findet sie zwar auch als Heilkraut Erwähnung, jedoch existieren hierzu kaum Belege oder Hinweise. Diese Informationen sind lediglich frei überliefert.

Alpen-Milchlattich - Heilwirkung der Heilpflanze

Folgende Wirkungen werden der Pflanze zugeschrieben:

  • milchflußsteigernd
  • entzündungshemmend

Alpen-Milchlattich - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Wirkung der Pflanze hinsichtlich bestimmter Erkrankungen ist nicht hinreichend belegt. Sie findet Erwähnung in der äußerlichen Anwendung bei Entzündungen der Haut.

Der Verzehr soll bei jungen Müttern die Milchbildung fördern. Dies ist jedoch ebenfall nicht belegt.

Alpen-Milchlattich - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze kann innerlich und äußerlich angewendet werden.

Äußerliche Anwendung

Die zerriebenen Blätter sollen bei Hautentzündungen Linderung verschaffen. Hierbei wird eine Kompresse oder ein Umschlag verwendet.

Innerliche Anwendung

Für die Verwendung als Wildgemüse werden die Stiele der Triebe geschält und (in Milch) gekocht. Dadurch entzieht man der Pflanze einen Teil der Bitterstoffe und mildert so deren Geschmack.

Die Blätter sind wohl auch als Tee verwendbar.


Quellen

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