Alpen-Mutterwurz – Heilpflanze und Grundlage für den Bärwurz-Schnaps

alpen-mutterwurz

Alpen-Mutterwurz - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze ist vor allem in Bergregionen beheimatet und wird dort als Heil - und Gewürzpflanze verwendet.
  • Sie besitzt ein charakteristisches, fenchelartiges Aroma.
  • Aus diesem Kraut wird der Bärwurz-Schnaps hergestellt, es existiert jedoch auch eine Pflanze mit selbigem Namen (Echter Bärwurz).
  • Genutzt wird das Heilkraut aufgrund ihrer verdauungsfördernden Eigenschaften.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Alpen-Mutterwurz als Heilpflanze

Alpen-Mutterwurz
Sammelzeit
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
Heilwirkung
Anwendung

Die Pflanze wird unter der lateinischen Bezeichnung Ligusticum mutellina (nach Crantz) geführt.
Es ist aber auch unter dem Synonym Mutellina adonidifolia zu finden.

Folgende Bezeichnungen sind ebenfalls zu finden:

  • Muttern
  • Mutterkraut
  • Madaun
  • Mutteli
  • Gamskraut
  • Bärenfenchel
  • Bärwurz
  • Die Bezeichnung Bärwurz wird bei diesem Kraut ebenso verwendet wie bei der Pflanze gleichen Namens (Echter Bärwurz).

Das Kraut gehört zu den Doldenblütlern, den Apiaceae.

Die Pflanze ist vor allem in höheren Lagen der Alpenregion zu finden, aber auch in den Mittelgebirgen Europas.
Sie kann bis auf einer Höhe von 2600m über dem Meeresspiegel gedeihen.

Gesammelt wird von Mai bis September. Verwendet werden vor allem die frischen Blätter, Samen und der Wurzelstock.

  • Versuche die Pflanze im Anbau zu kultivieren erwiesen sich als nicht sonderlich effektiv, da die Wurzel eine Reifung von 7 Jahren benötigt bevor sie geerntet werden kann. Blätter und Samen können jährlich geerntet werden.

Folgendes sind in den Pflanzenteilen enthalten:

  • ätherische Öle
  • sonstige Öle
  • Harze
  • Ligustilid
  • Monoterpene

Der Alpen-Mutterwurz ist vor allem in Bergregionen beheimatet und findet dort vielfältige Verwendung. Als Futterpflanze für Tiere wird sie aufgrund ihres hohen Fett- und Proteingehalts geschätzt.
Die verdauungsfördernde Wirkung ihrer Inhaltsstoffe macht sie zu einem effektiven Heilmittel.
Besonders beliebt ist hierfür auch der Schnaps, welcher aus der Pflanze hergestellt wird. Im Volksmund wird dieser als Bärwurz bezeichnet.
Verwechselt sollte dieser jedoch nicht mit dem Echten Bärwurz, einer eigenen Pflanzenart mit der Bezeichnung Meum athamanticum.

In der Volksheilkunde wurde die Pflanze auch zur Unterstützung bei Geburten eingesetzt.

Charakteristisch ist das Aroma, welches dem des Fenchels und Liebstöckels ähnelt.

Alpen-Mutterwurz - Heilwirkung der Heilpflanze

Folgende Wirkungen sind benannt:

  • appetitanregend
  • verdauungsfördernd
  • entblähend
  • menstruationsfördernd
  • milchfördernd

Alpen-Mutterwurz - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Inhaltsstoffe sind vor allem im Verdauungstrakt wirksam und können folgende Beschwerden lindern:

  • Verdauungsstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Blähungen
  • Darmerkrankungen
  • Koliken
  • Menstruationsbeschwerden,
  • Periodenkrämpfe

Alpen-Mutterwurz - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze kann innerlich angewendet werden.

Äußerliche Anwendung

Äußerliche Anwendungen sind nicht hinreichend belegt.

Innerliche Anwendung

Frische Blätter können als Beigabe in Salaten und anderen Gerichten verwendet werden.
Samen und getrocknete Blätter dienen auch als Gewürz bei der Käseherstellung.

Aus den Blättern kann ein Tee hergestellt werden.

Die Wurzeln werden zum bereits erwähnten Schnaps verarbeitet, aber auch ein Sud oder ein Elixier können hergestellt werden.


Quellen

Grüner, Thomas: Bayerische Alpen. Natur, Pflanzen, Tiere


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